„Wir hatten Glück im Unglück“
Einbruchschock bei Malerei Bernard in Burgkirchen – für gerade einmal 80 Euro
Großer Schock bei der Malerei Bernard in Burgkirchen: Vier Einbrecher verschafften sich Zutritt zu dem Laden und versetzten Anwohner in Angst und Schrecken – für gerade einmal 80 Euro.
Burgkirchen - Alle sechs Minuten findet in Deutschland ein Einbruch statt. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wurden alleine im vergangenen Jahr 90.000 Einbrüche in ganz Deutschland gezählt, wobei vor allem kleinere Läden immer häufiger in den Fokus der Täter rücken. Dies musste nun auch das Farbenfachgeschäft & Malerei Bernard in Burgkirchen miterleben.
Einbruch bei Malereigeschäft in Burgkirchen
„Bei uns wurde vor knapp drei Wochen eingebrochen, wobei wir niemals damit gerechnet hätten“, verrät Malermeister Andreas Bernard im Gespräch mit innsalzach24.de. „Wir wohnen direkt über unserem Geschäft und die Tante und der Onkel von meinem Papa waren zum Tatzeitpunkt zuhause. Sie haben den Einbruch also live miterlebt. Gottseidank sind sie unversehrt geblieben.“
Dabei sei die Familie Bernard vor allem über den Ablauf des Einbruches sehr überrascht gewesen: „Insgesamt waren vier Täter am Werk. Allerdings haben sich diese nicht über die Ladentüre Zutritt in das Geschäft verschafft, sondern über eine Türe im Hinterhof, die allerdings nur wenige kennen.“ Von dort aus sollen die Einbrecher in den Laden eingedrungen, aber relativ laut gewesen sein.
„Hatten definitiv Glück im Unglück“
„Dadurch wurden meine Großtante und Großonkel hellhörig, wobei sie sich aufgeteilt haben. Während meine Großtante auf den Balkon gelaufen ist, begab sich Großonkel in das Treppenhaus, das zu dem Geschäft führt.“ Die Täter hätten also nur knapp „fünf Minuten Zeit“ gehabt, um den Laden zu durchstöbern: „Im Anschluss sind sie allesamt geflohen und haben sich mit ihrer Beute aus dem Staub gemacht.“
Genauer genommen mit 80 Euro: „Wir hatten definitiv Glück im Unglück. In unserem Laden gab es nämlich auch mehrere Wertgutscheine, die schon einen ordentlichen Wert hatten“, erklärt Bernard und fügt schmunzelnd an. „Gottseidank räumt mein Papa nie seinen Schreibtisch auf.“ Auch von größeren Schäden sei man verschont geblieben.
Neues Kamerasystem zum Ladenschutz
„Die Polizei und die Spurensicherung waren dann vor Ort, aber sie meinten, dass es sehr schwer werden wird, die Täter zu ermitteln.“ Dies konnte auch die zuständige Polizeidienststelle Altötting auf Anfrage von innsalzach24.de bestätigen: „Es wurden umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, allerdings ohne Erfolg. Dementsprechend gibt es auch keine neuen Ermittlungsstände oder Ansätze mehr.“
Was bleibt, ist der Schock und die Gewissheit, den Laden besser schützen zu müssen: „Wir haben jetzt Kameras bestellt, die wir rund um unser Geschäft installieren wollen. Dies mussten wir zwar erst mit den Bewohnern abklären, aber da ein Einbruch stattfand, hatte keiner was dagegen. Meine Großtante fühlt sich seit dem Einbruch nicht mehr wirklich sicher. Wir möchten dem Ganzen so gegensteuern“, so der Malermeister zum Abschluss. (gz)