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39-Jähriger massiv verletzt – Polizei sucht weiter nach Zeugen

Versuchte Tötung vor Burghauser Diskothek? Polizeichef mit Ratschlägen für sicheres Ausgehen

In Burghausen kam es am 14. Juli zu einer Schlägerei, bei der ein Mann schwer verletzt wurde (Symbolbild).
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In Burghausen kam es am 14. Juli zu einer Schlägerei, bei der ein Mann schwer verletzt wurde (Symbolbild).

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung vor einer Diskothek in Burghausen wurde ein 39-Jähriger massiv am Kopf verletzt. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung gegen vier Männer und sucht weiter nach Zeugen. Doch wie können Vorfälle wie dieser verhindert werden?

Burghausen – Vier gegen einen – in einer dunklen Gasse: Es ist ein bedrohliches Bild, das die Polizeimeldung zu der Schlägerei am 14. Juli in den Burghauser Grüben zeichnete: Vier bislang unbekannte Männer hatten einen 39-Jährigen nach einem Streit angegriffen, geschlagen und getreten, bis mehrere unbeteiligte Personen einschritten. Der Mann, der massive Kopfverletzungen erlitten hatte, muss sich nun einer Operation unterziehen – die Polizei bittet weiter um Zeugenhinweise, denn es wird wegen versuchter Tötung ermittelt: Einer der Männer soll Ungarisch sprechen, zwischen 40 und 45 Jahre alt, 1,70 Meter groß, kräftig und kahl rasiert gewesen sein.

„Generelles Rezept gibt es nicht“

Der Polizeidienststellenleiter von Burghausen, Polizeihauptkommissar Peter Spiegelsberger, kann nur bestätigen, dass der häufigste Grund für Auseinandersetzungen übermäßiger Alkoholgenuss ist. „Alkohol enthemmt und verleitet ansonsten beherrschte Menschen zu aggressivem Verhalten bis hin zu Handgreiflichkeiten. Rationales Denken ist eingeschränkt.“ Um brenzlige Situationen zu deeskalieren, empfiehlt der Beamte, ruhig, aber deutlich klarzumachen, dass man keinen Streit will. Außerdem sollte man Umstehende auf die Situation aufmerksam machen. „Ein generelles Rezept zur Deeskalation gibt es leider nicht“, so Spiegelsberger. „Wenn der oder die Pöbler aber nicht von ihren Attacken ablassen, sollte man umgehend den Polizeinotruf 110 wählen und versuchen auf Distanz zu gehen.“

Der Burghauser Polizeichef betont aber, dass die Gastwirte und Verantwortlichen im Bereich der Polizeiinspektion Burghausen aggressive Gäste konsequent des Lokals verweisen. „Gastwirten, die alkoholische Getränke abgeben, ist es nach dem Gaststättengesetz verboten, an erkennbar Betrunkene Alkohol zu verabreichen“, so Spiegelsberger. Wenn dieses Verbot konsequent befolgt werde, sei schon viel gewonnen. Eltern, deren Kinder erste Erfahrungen mit dem Besuch von Diskotheken und Volksfesten sammeln wollen, rät der Hauptkommissar, die Teenager gut vorzubereiten. Auf der Internetseite „Endlich wieder ausgehen – aber sicher!“, können sie wertvolle Tipps sammeln.

Bei Bedrohung Polizeinotruf wählen

Auf der Webseite wird betont, dass niemand Belästigungen hinnehmen muss, sich aber nicht provozieren lassen sollte. Die Sicherheitstipps umfassen in Gruppen auszugehen, aufeinander zu achten und gerade angetrunkene Freunde sicher nach Hause bringen. Bei Bedrohungen solle man sofort den Polizeinotruf wählen. Besondere Vorsicht gilt auch bei K.O.-Tropfen: Getränke sollten selbst entgegengenommen werden, keine offenen Getränke von Unbekannten angenommen und Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen gelassen werden.

Tipps für sicheres Ausgehen

  • Achten Sie aufeinander. Gehen Sie am besten in der Gruppe und versuchen Sie einander während der Party im Blick zu behalten.
  • Wenn Sie bemerken, dass eine Freundin oder ein Bekannter besonders angetrunken ist, sorgen Sie für einen sicheren Heimweg. Rufen Sie ihm / ihr einTaxi.
  • Achten Sie auf Ihr und die Getränke Ihrer Begleitpersonen. Lassen Sie diese nicht unbeaufsichtigt stehen.
  • Wehren Sie sich gegen Belästigungen und unerwünschten Körperkontakt - auch bei Ihnen bekannten Personen. Machen Sie deutlich, dass Sie dieses Verhalten nicht tolerieren.
  • Bitten Sie andere um Mithilfe (Freunde, Außenstehende oder Mitarbeiter des Veranstaltungsortes). Helfen Sie anderen in ernsten Situationen.
  • Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn Sie oder andere bedroht oder angegriffen werden.
  • Achten Sie auf einen sicheren Heimweg: Nutzen Sie öffentlichen Verkehrsmittel und Taxis.
    Quelle: https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/endlich-wieder-ausgehen-aber-sicher

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