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Stellungnahme der ärztlichen Leiter

MVZ weist Vorwürfe zurück: Platzwunden können in Burghausen behandelt werden

Am Klinikum Burghauesen sind umfangreiche Maßnahmen notwendig.
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Am Klinikum Burghauesen sind umfangreiche Maßnahmen notwendig.

Nach den Vorwürfen zur Notfallversorgung in Burghausen reagieren nun die ärztlichen Leiter des MVZ und weisen die Kritik von Dr. Markus Braun zurück. Die Versorgung sei ihnen zufolge sichergestellt.

Burghausen – Nach massiver Kritik an der Versorgung leichterer Verletzungen in Burghausen haben nun Dr. Martin Feuchtenberger, Leiter des MVZ Burghausen, und Dr. Michael Gerstorfer, Ärztlicher Leiter der MVZ-Praxis „cgZ Dr. Gerstorfer und Kollegen“, Stellung bezogen. In einer gemeinsamen Erklärung reagieren die beiden Ärzte auf die Vorwürfe des CSU-Stadtrats und leitenden Notarztes Dr. Markus Braun in der jüngsten Sitzung des Burghauser Stadtrates.

„Nicht nachvollziehbar“: Klinik reagiert

Bei der Stadtratssitzung am 9. April hatte Dr. Braun berichtet, dass eine 82-jährige Frau mit einer infizierten Platzwunde in Burghausen keine Behandlung erhalten habe. Nur eine Woche später soll die Behandlung einer weiteren Patientin abgewiesen worden sein – mit der Erklärung, dass kein Arzt im Haus sei. In der nun veröffentlichten Stellungnahme widersprechen die beiden ärztlichen Leiter dieser Darstellung zumindest teilweise. „Der Anruf der Patientin mit der Kopfplatzwunde konnte bei unserer internen Recherche nicht nachvollzogen werden. Weder bei der MVZ-Praxis ‚cgZ Dr. Gerstorfer und Kollegen‘ noch beim ‚MVZ Burghausen‘ ist dieser Anruf verzeichnet“, heißt es darin.

Anders sei es beim Anruf, den die Mitarbeiterin von Dr. Braun initiiert hatte. Dieser sei sehr wohl registriert worden. Hierzu heißt es wörtlich: „Der Testanruferin wurde seitens der angerufenen MVZ-Praxis ‚cgZ Dr. Gerstorfer und Kollegen‘ mitgeteilt, dass die Ärzte im OP gebunden seien und eine Versorgung nur mit Wartezeit möglich sei.“ Die Aussage, kleinere Verletzungen würden grundsätzlich nicht behandelt, sei demnach so nicht gefallen. Vielmehr sei – so die Klinikverantwortlichen – das Notfallzentrum in Altötting lediglich „als Alternative“ genannt worden.

Platzwunden und Schnittwunden werden versorgt

„Grundsätzlich dient das Gesundheitszentrum Burghausen den Bürgern unter der Woche weiterhin als Anlaufstelle für leichtere Verletzungen“, schreiben Dr. Feuchtenberger und Dr. Gerstorfer in ihrer Stellungnahme. „Dazu gehört auch die Versorgung von Platzwunden oder Schnittverletzungen.“ Die Versorgung finde in der „Offenen Sprechstunde“ statt, und zwar zu festen Zeiten: montags von 8:15 bis 16:00 Uhr, dienstags von 8:00 bis 14:00 Uhr, mittwochs von 8:00 bis 16:00 Uhr, donnerstags von 8:15 bis 16:00 Uhr sowie freitags zwischen 13:00 und 16:00 Uhr. In dieser Zeit könnten sich ambulante Patienten ohne Termin vorstellen. Es erfolge „eine entsprechende Diagnostik und Therapie“.

Stellungnahme zu Fahrmöglichkeiten

Die ärztlichen Leiter versuchen auch, Klarheit in die Abläufe zu bringen – besonders für jene Zeiten, in denen keine offene Sprechstunde stattfindet: „Schwerer verletzte Patienten, die im Gesundheitszentrum Burghausen nicht versorgt werden können, werden an das Notfallzentrum des InnKlinikum in Altötting verwiesen oder weitergeleitet“, heißt es. Weiter schreiben die Verantwortlichen: „Im Falle einer fehlenden Fahrmöglichkeit wird bei einer medizinischen Erforderlichkeit für den entsprechenden Transport (z. B. Krankentransport) gesorgt.“

Die Stellungnahme verweist zudem auf weitere Strukturen, die außerhalb der regulären Sprechzeiten greifen sollen: „Außerhalb der oben genannten Zeiten stehen unter anderem die kassenärztlichen Bereitschaftsdienste bereit. Hier sollten sich die Patienten unter der 116 117 oder online (www.kvb.de/patienten) melden.“ In lebensbedrohlichen Notfällen sei die „Rettungsleitstelle unter Telefon 112 zu kontaktieren“.

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