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Ein Angeklagter erst 22 Jahre alt

Brutale Tritte gegen Kopf: Prozessbeginn wegen tödlicher Schlägerei vor Club in Altötting

Der Bereich vor dem Club in Altötting: Vom Ausgang bis in die Tiefgarage soll sich die brutale Schlägerei am 13. Oktober 2024 gezogen haben.
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Der Bereich vor dem Club in Altötting: Vom Ausgang bis in die Tiefgarage soll sich die brutale Schlägerei am 13. Oktober 2024 gezogen haben.

Eine brutale Schlägerei vor einem Club in Altötting endete im Oktober 2024 mit einem Todesopfer (†41) und einem Schwerverletzten (33). Ab 8. Juli müssen sich deshalb drei Männer vor dem Landgericht in Traunstein verantworten – einer der Angeklagten ist erst 22 Jahre alt.

Altötting / Traunstein – Am 8. Juli 2025 beginnt am Landgericht Traunstein ein Prozess, der für die Region Altötting ein düsteres Kapitel aufarbeitet: Drei Männer stehen wegen einer tödlich eskalierten Schlägerei vor dem Club „Residence“ vor Gericht – zweien wird vollendeter Totschlag und einem wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Tat ereignete sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 2024. Insgesamt vier Verhandlungstage sind angesetzt – das Urteil ist voraussichtlich am 5. August zu erwarten.

Brutale Gewalttat vor Club: Prozessstart im Juli

Was in jener Nacht gegen 2:00 Uhr geschah, erschütterte nicht nur Clubbesucher, sondern die gesamte Stadt Altötting. Laut der Polizeimitteilung war es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen im Eingangs- und Treppenbereich des Clubs. Die Beteiligten waren offenbar wegen eines zuvor erteilten Hausverbots in Streit mit Security-Mitarbeitern geraten. In der Folge eskalierte die Situation und die drei Angeklagten attackierten ihre Kontrahenten mit einem Messer und massiven Tritten gegen den Kopf.

Dabei erlitt ein 38-jähriger Deutscher Messerstiche in den Oberkörper und wurde mittelschwer verletzt. Ein Ungar (33) überlebte schwere Tritte gegen den Kopf. Für einen 41-jährigen Ungarn endeten die massiven Fußtritte gegen den Kopf jedoch tödlich: Er starb innerhalb eines Tages im Klinikum. „Der Hauptbeschuldigte war zunächst mit einem PKW geflüchtet“, hieß es damals in der Polizeimeldung. Im Zuge einer groß angelegten Fahndung konnte der Mann schließlich festgenommen werden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Auch die beiden weiteren Männer konnten am 14. Oktober inhaftiert werden. Die Staatsanwaltschaft ging damals davon aus, dass der 22-Jährige mit einem Messer zugestochen habe. Die zwei weiteren Beschuldigten sollen dagegen mit äußerster Brutalität agiert und gezielt auf Kopf und Oberkörper ihrer Gegner eingetreten haben – was wohl schlussendlich zum Tode eines der Opfer führte.

Club blieb seit der Tat geschlossen

Dass die Situation an jenem Sonntagmorgen so eskalierte, hinterließ nicht nur juristisch Spuren: Bis heute ist der Club „Residence“ geschlossen. Betreiberin Kerstin Cevik teilte damals mit, dass sie und ihr Team sehr betroffen seien und um den Verstorbenen trauerten. Die Zukunft des Clubs sei ungewiss, sagte sie damals: „Angesichts des traurigen Vorfalls ist das gerade nachrangig.“ Vor Gericht dürften sie und ihr Team als Zeugen erwartet werden. Nach Prozessauftakt am 8. Juli um 9:00 Uhr sind noch zwei weitere Verhandlungstage am 15. und 29. Juli angesetzt. Am 5. August wird die Strafkammer voraussichtlich das Urteil fällen.

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