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Clubgemeinde besorgt um Zukunft des „Residence“

Tödliche Schlägerei vor Club in Altötting: Trauer und Schock bei „Residence“-Betreiberin

Der „Residence“ Club in Altötting ist seit der tödlichen Auseinandersetzung am 13. Oktober geschlossen.
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Der „Residence“ Club in Altötting ist seit der tödlichen Auseinandersetzung am 13. Oktober geschlossen.

Nachdem eine Schlägerei vor dem „Residence“ für einen der Beteiligten mit dem Tod endete, stehen sowohl die Besucher als auch die Betreiberin des Clubs unter Schock. Ein Schleier der Trauer hängt nun über dem Lokal – wie es weitergeht, bleibt vorerst ungewiss.

Altötting – Nachdem es in der Nacht auf Sonntag, den 13. Oktober 2024, zu einer tödlichen Auseinandersetzung vor dem Club „Residence“ in Altötting kam, stehen sowohl die Betreiber als auch die Club-Besucher unter Schock. Kerstin Cevik, die das Lokal 2019 in den Räumen des ehemaligen „Tattoo“ und dem späteren „Lips“ öffnete, möchte sich zu den Vorfällen vor ihrem Lokal jedoch nicht äußern. Sie und ihr Team seien jedoch sehr betroffen und trauern um den Verstorbenen. Auch wenn sich viele der treuen Gäste nun sorgen, wie es mit dem Club weitergeht, bittet Cevik um Verständnis: Sie könne aktuell keine Angaben machen, wie es um die Zukunft des „Residence“ steht. Angesichts des traurigen Vorfalls sei das gerade nachrangig.

Kriminalpolizei sucht weiter dringend Zeugen

Am Sonntag, dem 13. Oktober, war es gegen 2.00 Uhr morgens vor dem Club zu einem heftigen Streit zwischen zwei Personengruppen gekommen. Im Laufe der Auseinandersetzung wurde ein 41-jähriger Ungar durch zahlreiche Fußtritte gegen den Oberkörper und Kopf so schwer verletzt, dass er noch in der gleichen Nacht im Klinikum verstarb. Ein weiterer Mann, der an der Schlägerei beteiligt war – ein 33-jähriger Ungar hatte ebenfalls massive Tritte gegen den Kopf einstecken müssen – kam aber schwer verletzt mit dem Leben davon. Zudem erlitt ein 38-jähriger Deutscher einen Messerstich in den Oberkörper und wurde dadurch mittelschwer verletzt.

Die mutmaßlichen Täter wurden bereits festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft in Traunstein: Bei dem Messerstecher soll es sich um einen 22-jährigen Ungarn handeln, gegen den nun wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird. Zwei weitere Männer, die wohl den Verstorbenen und seinen 33-jährigen Begleiter mit Fußtritten attackierten, sind wegen vollendeten Totschlags beschuldigt. Zur Klärung der Vorfälle sucht die Kriminalpolizei noch immer dringend nach Zeugen: Sie werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeistation Mühldorf unter der Telefonnummer 08631/3673-0 zu melden.

Die Absperrbänder könnten darauf hinweisen, wo es zu der tödlichen Auseinandersetzung vor dem Club kam.

Club bereits in der Vergangenheit von dramatischen Ereignissen heimgesucht

Leider ist es nicht das erste Mal, dass die „Residence Club&Lounge“ von dramatischen Ereignissen heimgesucht wird: Bereits dreimal wurde das Lokal Opfer krimineller Machenschaften. So ereignete sich im Juni 2023 ein letzter von drei perfiden Angriffen, als ein Unbekannter Buttersäure im Lokal versprühte. Vorübergehend musste damals das Lokal geschlossen werden, obwohl die Betreiberin sehr viel Mühe in die Vorbereitungen für das „After-Hofdult-Clubbing“ gesteckt hatte. Nur ein halbes Jahr zuvor war es zu einer ersten Säureattacke auf den Club gekommen – wenige Monate später folgte die zweite: Einmal hatte der Täter die Säure in den Vorraum gegossen und beim nächsten Mal in das Lüftungssystem des Lokals.

Die Anschläge hatten damals nicht nur den Clubbetrieb eingeschränkt – auch Kerstin Cevik wurde dabei leicht verletzt. Daneben beschäftigte sie, welch kriminelle Energie hinter den Attacken stecken musste. Das mulmige Gefühl, das sich in der Clubbetreiberin breitmachte, führte sie schließlich zu der Frage, was die nächste Steigerung sein könnte. Dennoch wollte sich die Residence-Chefin nicht unterkriegen lassen und beschloss damals: „Wir machen weiter, wir geben nicht auf!“

Doch ob Cevik nach der tödlichen Auseinandersetzung vor ihrem Club weiter optimistisch bleibt, muss sich noch zeigen. Sowohl der Instagram-Auftritt als auch die Facebook-Seite des „Residence“ sind vorerst offline – eine Maßnahme, die wohl gegen eine Flut von Kommentaren und Presseanfragen wappnen soll. Nicht nur der Betreiberin und ihrem Team sondern auch vielen weiteren Altöttingern und der Clubgemeinde, dürfte sich der Vorfall ins Gedächtnis eingebrannt haben. Ein Schleier der Trauer hängt nun über dem „Residence“ einem Club, der ein Ort der angstfreien und offenen Begegnung war.

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