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Menschen aus der Region wandern aus

Abschied aus Altötting – und ein Ja-Wort in den Alpen: Philipp und Sonja zieht es in die Schweiz

Philipp von Wartburg und Sonja Zwickl zieht es in die Schweiz.
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Philipp von Wartburg und Sonja Zwickl zieht es in die Schweiz.

Die Heimat verlassen, um woanders Wurzeln zu schlagen: Philipp von Wartburg und Sonja Zwickl nehmen all ihren Mut zusammen und starten in der Schweiz noch einmal ganz von vorn. Ihre Geschichte zeigt, wie aufregend ein gemeinsamer Neuanfang sein kann.

Altötting/St. Gotthard – Menschen zieht es aus Südostbayern in alle Welt. Philipp von Wartburg und Sonja Zwickl zieht es „nur“ ins Nachbarland – und doch bedeutet ihr Schritt nicht weniger als einen kompletten Neustart. Eine neue Arbeit, ein neues Zuhause, ein neues Leben – und: eine Hochzeit. Ihre Geschichte zeigt, dass Auswandern nicht immer eine Flucht sein muss, sondern auch ein bewusstes Ankommen.

Der Gedanke an ein Leben außerhalb Bayerns beschäftigte Philipp von Wartburg und seine Partnerin Sonja schon länger. Doch konkret wurde der Plan erst im Herbst 2024. „Ich war beruflich in der Schweiz unterwegs – und da hat’s mich einfach gepackt“, erinnert sich Philipp. Die Herzlichkeit, die landschaftliche Kulisse und nicht zuletzt ein passendes Jobangebot: Alles fügte sich auf einmal. Als dann auch Sonja schnell eine Stelle angeboten bekam, war die Entscheidung gefallen. „Da war klar: Jetzt geht’s in die Schweiz!“

Die beiden zieht es nicht in eine der urbanen Zentren wie Zürich oder Genf, sondern ins Herz der Alpen, in die Region rund um den St. Gotthard. Dort, wo sich Hochsicherheitslager mit Edelmetallen befinden, will Philipp von Wartburg eine neue berufliche Herausforderung annehmen: Er wird eine Niederlassung für eine europäische Edelmetall-Handelsgruppe aufbauen. „Langweilig wird’s da sicher nicht“, sagt er und lacht. Gleichzeitig freut er sich auf die Natur, die Berge, den Vierwaldstättersee – und auf neue Kontakte.

Heiraten inmitten des Neuanfangs

Doch der Umzug im Juli markiert nicht nur einen beruflichen und geografischen Neuanfang. Philipp von Wartburg und Sonja haben beschlossen, ihre gemeinsame Reise mit einem weiteren Schritt zu krönen: Sie heiraten - im Juni, mitten im Umzugsstress. „Wenn schon alles neu, dann richtig“, sagt Philipp von Wartburg. „Wir fahren dazu vorübergehend in die Schweiz, Trauung im kleinen Kreis, und verbringen dann gleich unsere Flitterwochen dort, im schönen Tessin.“

Die Entscheidung hat aber nicht nur romantische Gründe. „Wenn man zusammen auswandert, ist man aufeinander angewiesen. In einer Ehe ist vieles einfacher zu regeln, wenn mal was passiert.“ Zudem wollten sie durch die Hochzeit am neuen Wohnort bewusst Wurzeln schlagen – ein Statement: Wir gehören jetzt hierher, ankommen und „nicht immer die Fremden sein“.

Von Zürich nach Altötting – und zurück in die Berge

Philipp von Wartburg ist gebürtiger Zürcher, lebte aber fast zwei Jahrzehnte in Altötting. 2006 hatte ihn eine Stelle nach Bayern geführt – und die Lust, seine Heimatstadt einmal zu verlassen. Nun kehrt er zurück. „Es fühlt sich wie eine Rückkehr an“, sagt er – und doch sei alles anders. Denn diesmal geht es nicht zurück nach Zürich, sondern in eine ganz neue Region. Ein vertrautes Land, aber ein neues Kapitel. Auch für Sonja ist es ein zweiter Umzug, sie stammt ursprünglich aus Niederbayern, ist aber schon ewig in Altötting.

Was bleibt – und was fehlt

Natürlich gibt es Dinge, die Philipp von Wartburg und Sonja zurücklassen – allen voran Freunde, Familie und die bayerische Lebensart. „Volksfeste werden wir sicher vermissen“, sagt Philipp. „Die bayerische Gemütlichkeit hat schon was.“ Doch durch die Nähe zur Heimat bleiben Besuche möglich – und auch geplant.

Vor der Auswanderung hatte Philipp von Wartburg vor allem eines: Respekt vor Sonjas Reaktion. „Ich wollte unbedingt zurück in die Schweiz – aber wir wollten beide nur dorthin, wenn es sich für uns beide gut anfühlt.“ Beim ersten gemeinsamen Besuch am neuen Wohnort verflogen die Zweifel schnell: „Sonja war sofort begeistert – ich natürlich auch.“

Ein Abenteuer beginnt

Der Schritt in die Schweiz ist für beide mehr als nur ein Ortswechsel. Es ist eine bewusste Entscheidung für ein gemeinsames Leben in einem neuen Umfeld. Mit Mut, Zuversicht – und einem Ja-Wort.

Menschen aus der Region wandern aus ist ein neues Format der Redaktion, in dem wir Geschichten von Menschen erzählen, die ihre Heimat in Südostbayern verlassen – und in der Welt neu anfangen. Wer ebenfalls ausgewandert ist oder jemanden kennt, der seine Geschichte erzählen möchte, darf sich gerne bei uns melden. Schreibt uns Eure Geschichte an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort „Auswandern“) oder eine Facebook.-Nachricht.

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