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Bereits seit 1929 im Familienbetrieb

„Unsere Lebensaufgabe“: Die verrückte Gründung der Brauerei Berger aus Reischach

Die Brauerei Berger aus Reischach feierte bei dem Bier-Battle sensationell den Einzug in das Halbfinale
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Die Brauerei Berger aus Reischach feierte bei dem Bier-Battle sensationell den Einzug in das Halbfinale.

Spätestens seit dem legendären „Bier-Battle“ ist die Brauerei Berger aus Reischach in aller Munde – nicht nur wegen ihres außergewöhnlichen Bieres, sondern auch wegen einer Gründungsgeschichte, die so verrückt ist, dass man sie kaum glauben mag.

Reischach – Viele Leser dürften sich bei dem legendären „Bier-Battle“ immer mal wieder die Augen gerieben haben, doch spätestens als die kleine Brauerei Berger aus Reischach im Viertelfinale die Private Landbrauerei Schönram niederringen konnte, war die Sensation perfekt. Denn den Familienbetrieb aus dem Landkreis Altötting hatten wohl die wenigsten auf dem Zettel.

Brauerei Berger in Reischach überwältigt

„Wir sind unglaublich dankbar für die vielen Stimmen, die wir bekommen haben“, zeigt sich Katharina Berger, Braumeisterin in der vierten Generation, im Gespräch mit innsalzach24.de mehr als nur stolz. „Das Lustige ist, dass ich am Anfang gar nichts davon mitbekommen habe. Erst als mich ein paar Leute darauf angesprochen haben, dass wir im Achtelfinale sind, habe ich mich darüber informiert.

Für sie sei das Ganze nicht nur ein einfacher Wettbewerb: „Es zeigt mir, dass uns die Menschen auf dem Schirm haben, was alles andere als selbstverständlich ist. Es sind sogar extra Leute vorbeigekommen, um unsere Biere mal zur probieren.“ Dabei seien es nicht nur Kenner aus dem Landkreis Altötting gewesen, sondern auch welche aus Rosenheim, Chiemgau und dem Berchtesgardener Land: „Das macht uns schon sehr stolz und Mut, Tag für Tag weiter Gas zu geben.“

Irre Gründunggeschichte: Mit dem Rad nach München

Die Brauerei überzeugt allerdings nicht nur dank ihres Bieres: „Unsere Flaschen sind mit Sicherheit ein Alleinstellungsmerkmal. Wir haben nämlich nicht den klassischen Korken, wie man ihn kennt, sondern einen Verschluss, der auch etikettiert werden muss“, erklärt Berger, die damit auch mehr Kosten in Anspruch nimmt. „Klar zahlen mehr, aber wir haben uns bewusst dafür entschieden, weil es einfach unser Markenzeichen ist.“

In vier Jahren feiert die Brauerei dann ihr 100-jähriges Bestehen, wobei vor allem die Gründungsgeschichte kaum zu glauben ist: „Mein Urgoßvater hatte damals eine Mostschänke und wollte dort Bier ausschenken. Da dies aber nur möglich war, wenn man selbst braute, fuhr er 1929 mit dem Rad nach München, um dort die Baulizenz zu beantragen. Seitdem wird hier mit viel Liebe gebraut“, schmunzelt Berger, die seit ihrem Einstieg Stück für Stück modernisiert hat.

„Haben klare Wurzeln“

Somit sind wir auf dem Stand der Technik und nach wie vor unabhängig beim Abfüllen.“ Denn die Brauerei habe sich nach langem Hin und Her dafür entschieden, weiterhin selbstständig ihre Flaschen abzufüllen, was vor allem bei auftretenden Krisen von großem Vorteil sei.

Die Brauerei Berger in Reischach ist Familie pur: „Meine Eltern sind auch regelmäßig hier, um mich zu unterstützen. Zudem holen sich manche Kunden noch das Bier bei uns im Hof ab, wodurch die Nähe nie wirklich verloren geht. Das ist uns schon wichtig, weil wir klare Wurzeln haben und dieser Philosophie folgen möchten.“ Den Beweis dafür lieferte nun das Bier-Battle. (gz)

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