Zusammen mit Ehefrau Margit Sarholz
Sternschnuppe über Reichertsheim: Das Konzert war für Kinderlieder-Star Werner Meier ein Heimspiel
Er ist Kabarettist, Kinderliedersänger und ein Teil des Duos Sternschnuppe. Nun kam Werner Meier im Rahmen des Jubiläums des Trachtenvereins Reichertsheim in seinen Geburtsort. Dabei kam der bayerische Dialekt nicht zu kurz. Worüber sich Meier in seiner alten Heimat besonders gefreut hat.
Reichertsheim − „Ja, ich bin sehr zufrieden“, stellte Werner Meier nach seinem Auftritt in Reichertsheim fest. In seinem Geburtsort, sogar keine 50 Meter vom elterlichen Hof entfernt, stand dieser Tage das Zelt des hiesigen Trachtenvereins. Die Verantwortlichen, erklärte Festleiter Josef Bibinger bei der Begrüßung, wollten für jedes Alter zur 105-Jahrfeier des Vereins etwas anbieten, da lag für die Kinder das Duo Sternschnuppe mit Werner Meier und Margit Sarholz sehr nah, da er einen großen Bezug zu diesem Ort hat, hier ist er geboren und aufgewachsen.
Künstlerduo Sternschnuppe singt Kinderlieder
Werner Meier ist nicht nur Kabarettist, sondern bildet mit seiner Ehefrau Margit Sarholz das Künstlerduo Sternschnuppe, das seit Jahrzehnten Kinderlieder zum Mitsingen komponiert. Für ihn war es ein Heimspiel, aber keine Premiere, denn 1996 stand er schon einmal hier auf der Bühne, damals mit seinem Heimatpfleger-Programm.
Jetzt aber legte das Künstlerduo im ausverkauften, ziemlich warmen Zelt großen Wert auf Dialekt. Hier lernten die Kinder nicht nur ihren Ortsnamen „Reischam“ korrekt auszusprechen, sondern auch, dass Tiere Persönlichkeiten sind. Vor allem profitierte das Duo davon, dass nahezu jeder kleine Mensch die Texte und Melodien kennt und mitsingen kann. Alle anderen lernten das schnell, denn die Geschichten wecken Interesse daran, wie es weitergeht.
Etwa mit „Die Kuh, die wollt ins Kino gehen.“ Die hat viele Herausforderungen zu bewältigen, doch scheitert fast am Ausweis, ihrem Ohrmarkerl. Sie ist fünfeinhalb und damit noch ein Kalb, der Film ist aber erst ab sechs Jahren. Aus dieser Geschichte ist sogar ein Musical geworden, das in München immer wieder aufgeführt wird. Dann ging es um ein „Giggerl“, das mehr sein wollte, aber dessen Versuche nicht immer Erfolg hatten, etwa wenn seinen Gesang niemand hören mag. Von der Brezn-Beißer-Bande ging es weiter bis zum Kühlschrank der spazieren ging. Eine Gedächtnis-Glanzleistung ist das Lied „Drunt in der greana Au”, bei dem jede Strophe den Inhalt der vorigen wiederholt und aufbaut. So ging es weiter an diesem bunten Nachmittag. Kinder spielten auf der Bühne Hühner oder Wiener. Dann tanzten alle Walzer.
Während Werner Meier die Gitarre bediente, animierte Margit Sarholz zum Mitmachen und Klatschen, „jetzt doppelt so schnell“, Hände nach oben, Daumen nach oben. Erst nach Zugaben und viel Applaus konnten sie gehen und Autogramme schreiben. Mit 600 Besucher war das Zelt ausverkauft, es gab Kuchen, Eis und Wurstsemmeln. Wer es verpasst hat, kann sich Sternschnuppe im Oktober in Holzkirchen anschauen. Für Werner Meier besonders „rührend“ war, dass viele ehemalige Konzertbesucher heute mit ihren Kindern und Enkeln da waren.

