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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Warnung: Strömung stellt sich rasant um – Meteorologin prognostiziert gewaltigen Sturm
Der Wetterumschwung startet jetzt. Mit kräftigem Südwestwind baut sich ein Frühlingssturm auf, der Deutschland durchschütteln kann. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der lange angekündigte Wetterumschwung setzt sich nun in Bewegung – und er kommt alles andere als leise. Über Deutschland stellt sich die Strömung zunehmend auf Südwest um, damit gelangt deutlich mehr Dynamik in die Atmosphäre. Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net spricht von einem klassischen Frühlingssturm, der sich nun Schritt für Schritt aufbaut.
Bereits am Mittwoch (11. März) geraten vor allem die höheren Lagen der nördlichen und westlichen Mittelgebirge ins Visier des Windes. Dort können erste stürmische Böen auftreten, die Geschwindigkeiten von etwa 65 km/h bis rund 75 km/h erreichen. Das klingt zunächst noch moderat, ist aber der Auftakt zu einer deutlich energiereicheren Wetter-Phase. In der Höhe nimmt der Druckunterschied weiter zu – und genau dieser Unterschied sorgt dafür, dass der Wind in den kommenden Stunden immer mehr Fahrt aufnimmt.
Der Wetterwechsel beginnt jetzt : Donnerstagnacht dreht der Wind richtig auf
Während der Donnerstag (12. März) tagsüber noch vergleichsweise ruhig wirkt, beginnt sich die Lage in der Nacht zum Freitag (13. März) deutlich zu verschärfen. Der Südwestwind frischt kräftig auf und erreicht über der offenen Nordsee sowie entlang der nordfriesischen Küste Sturmböen zwischen etwa 75 km/h und 90 km/h. Auch in exponierten Lagen der Mittelgebirge werden solche Windgeschwindigkeiten erwartet.
Besonders betroffen ist der Harz: Auf dem Brocken können schwere Sturmböen mit etwa 105 km/h auftreten. Selbst im nordwestlichen Binnenland sind einzelne stürmische Böen mit etwa 65 km/h möglich. Laut Kathy Schrey zeigt sich hier die typische Dynamik eines Frühlingssturms. Warme Luft, starke Höhenströmung und kräftige Druckunterschiede arbeiten zusammen und treiben den Wind weiter an. Ein Wetter-Szenario zu Ostern wird nun immer wahrscheinlicher.
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Freitag erreicht der Frühlingssturm seinen Höhepunkt
Am Freitagmorgen steht Deutschland dann mitten im Einflussbereich des Sturms. Besonders in der Nordwesthälfte fegt ein kräftiger Südwestwind durchs Land. Häufig treten stürmische Böen um etwa 75 km/h auf. An der Nordseeküste und in höheren Berglagen können Sturmböen bis rund 90 km/h gemessen werden. Auf dem Brocken im Harz erreicht der Sturm seinen Höhepunkt: Dort sind schwere Sturmböen bis etwa 105 km/h möglich, vereinzelt sogar orkanartige Böen um etwa 115 km/h.
Erst im Laufe des Freitagnachmittags (13. März) lässt der Wind allmählich wieder nach. Bis dahin kann der Frühlingssturm jedoch noch einmal zeigen, wie turbulent der Übergang vom Winter zum Frühling in Mitteleuropa sein kann. Meteorologin Kathy Schrey warnt deshalb vor unruhigen Stunden und deutlich spürbarem Sturmwetter. Da gefällt ein längerfristiger Ausblick schon besser: Mehrere Wetter-Signale deuten Frühsommer-Chancen für den Mai an.