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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Eindeutige Wetter-Prognose: Atmosphären-Stillstand wirkt sich drastisch auf Winter-Chancen aus
Ein riesiges Hochdruckgebiet blockiert tagelang die Wetterentwicklung über Europa. Regenchancen schwinden. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Über Europa baut sich in den kommenden Tagen ein nahezu unbewegliches Hochdruckgebilde auf, das die gesamte Wetterlage förmlich einfriert. Die Niederschlagskarten bis zum 3. Advent zeigen beeindruckend große trockene Bereiche von Deutschland über Süd- bis nach Osteuropa. Die Atmosphäre gerät in eine Art Stillstand, weil das Hoch jegliche Zugbahnen von Tiefdruckgebieten blockiert. Selbst schwache Anläufe kälterer Luftmassen bleiben chancenlos, da sie an der stabilen Hochdruckwand scheitern.
Die Lage des gigantischen Hochs ist bestens auf der Wetterkarte der Regensummen zu erkennen. Im Bereich des Hochs ist bis zum 3. Advent kaum mit Niederschlag zu rechnen.
Damit setzt sich der milde Trend ungestört fort und prägt das Wetter auch weiterhin deutlich. Bereits am Mittwoch breitet sich ein Regenband vom Saarland über die Pfalz bis nach Vorpommern aus, zieht aber nur schleppend nach Südosten ab. Nördlich davon dominieren Wolken, südlich heitere Abschnitte mit teils hartnäckigem Hochnebel in den Flusstälern. Die Höchstwerte liegen je nach Nebel zwischen etwa sechs und lokal 16 Grad.
Wetter im Dezember: Hartnäckiger Hochnebel und milde Nächte
In der Nacht zum Donnerstag zieht der Regen langsam in den Südosten, während der äußerste Alpenrand noch längere Zeit trocken bleibt. In der Mitte und im Norden überwiegen Wolken, stellenweise können Lücken entstehen, wodurch Nebel neu entsteht. Die Tiefstwerte bewegen sich meist zwischen zehn und fünf Grad, im Südosten zwischen fünf und einem Grad.
Am Donnerstag zeigt sich die Sonne vor allem direkt an den Alpen sowie gebietsweise im Osten, sonst hält sich verbreitet dichte Bewölkung. Nur vereinzelt fällt etwas Regen. Mit Höchsttemperaturen von sieben bis 13 Grad bleibt es deutlich zu mild für die Jahreszeit. Auch in der Nacht zum Freitag dominieren Hochnebel und Nebel, lokal mit Aufklaren und geringem Frost.
Mildes Adventswochenende ohne Winterimpulse
Am Freitag präsentiert sich das Wetter in höheren Lagen und an den Alpen sonnig, während große Teile Deutschlands unter einer grauen Decke aus Nebel und Wolken verharren. Die Temperaturen erreichen sieben bis 13 Grad, bei Dauernebel um fünf Grad. Am Samstag ziehen im Nordwesten und Westen dichtere Wolken auf, die abends etwas Regen bringen und später Richtung Nordosten wandern.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Ansonsten wechseln neblig-trübe Phasen mit Auflockerungen, in Hochlagen bleibt es sonnig. Der 3. Advent und der folgende Montag verlaufen im Süden sowie stellenweise in der Mitte erneut neblig oder aufgelockert, an den Alpen oft sonnig. Mit acht bis 14 Grad bleibt es durchgehend mild, während Nebelgebiete kaum vier Grad erreichen. Die Hoffnungen auf weiße Weihnachten schwinden.