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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Plötzlich Winter-Wende: Wetter-Modelle zeigen sogar Chancen auf Schnee an Ostern
Nach warmen Tagen kündigt sich plötzlich ein Winterrückfall an. Bleibt es nur ein kurzer Dämpfer – oder hält die Kälte? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der März hat in vielen Regionen zunächst fast frühsommerlich begonnen. Mehrere Tage lang lagen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt, stellenweise fühlte es sich eher wie Ende April oder sogar wie Mai an. Viele Pflanzen haben bereits begonnen auszutreiben, erste Blüten sind erschienen und die Natur hat sichtbar Fahrt aufgenommen. Doch genau nach solchen milden Phasen kann es im März jederzeit wieder zu einem Wintereinbruch kommen.
Zum kommenden Wochenende ziehen sich die sehr milden Luftmassen langsam zurück. Von Norden her strömt kühlere Luft ein, wodurch die Temperaturen spürbar sinken. Besonders in den Mittelgebirgen und in höheren Lagen ab etwa 400 bis 500 Metern kann es dann wieder nasskaltes Wetter geben. Zeitweise sind dort sogar Schneeregen oder nasser Schnee möglich. Solche Rückfälle sind meteorologisch keineswegs ungewöhnlich, denn der März gilt als Übergangsmonat zwischen Winter und Frühling.
Wetter-Wende mit Schnee im März: Kann der späte Winter der Natur schaden?
Die ungewöhnlich warmen Tage zuvor könnten allerdings eine Rolle spielen. Wenn Pflanzen durch frühe Wärmephasen bereits stark ausgetrieben haben, reagieren sie empfindlicher auf nachfolgende Kälte. Kurze Rückfälle mit Temperaturen knapp über oder leicht unter null Grad sind meist kein großes Problem. Kritischer wird es nur, wenn längere Frostphasen auftreten oder empfindliche Blüten bereits vollständig geöffnet sind.
Nach aktuellem Stand deuten die Prognosen jedoch eher auf eine vorübergehende Abkühlung hin. Zwar können die Temperaturen um die Monatsmitte deutlich zurückgehen, doch ein nachhaltiger Spätwinter ist derzeit nicht sicher. Vielmehr scheint es sich um eine typische Märzkälte zu handeln, die einige Tage anhalten kann.
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Schnee bis in die zweite Märzhälfte möglich – Wettermodelle zeigen Schnee-Szenario für Ostern
Interessant sind dennoch einige Modellrechnungen. Das amerikanische Wettermodell GFS simulierte am Montagmorgen (9. März) für die zweite Monatshälfte sogar vorübergehend eine dünne Schneedecke in einigen Mittelgebirgen. Solche Szenarien treten in Ensemble-Prognosen immer wieder auf und zeigen, dass winterliche Überraschungen im März noch möglich sind.
Ob daraus tatsächlich noch einmal Schnee bis in tiefere Lagen oder sogar weiße Ostern entstehen könnten, bleibt allerdings offen. Die Bandbreite der Wettermodelle ist derzeit noch relativ groß. Möglich ist eine kurze kühle Phase bis in die dritte Märzdekade, bevor sich wieder mildere Luft durchsetzt. Sicher ist nur eines: Der Winter meldet sich im März manchmal noch einmal zurück – auch wenn der Frühling bereits in den Startlöchern steht.