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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
38 Grad, Dürre und tropische Nächte: Wetter-Modelle sind sich über härtesten Sommermonat einig
Die Modelle zeigen ein klares Bild für diesen Sommer. Dieser Monat dürfte Deutschland mit extremer Hitze hart treffen.Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Wenn ich auf die aktuellen Langfristläufe schaue, dann liefern sich Juni, Juli und August 2026 ein enges Rennen um den Titel sommerlichster Monat – aber einer zieht den anderen langsam davon. Der Juni ist mit dem Hitzedom aus dem Mai bundesweit kräftig gestartet und liefert von der Pfalz bis nach Brandenburg die ersten Schweißtage.
Der August dagegen bleibt in den Karten das große Fragezeichen, weil sich die Modelle dort noch widersprechen. Doch genau dazwischen liegt der Monat, der diesen Sommer 2026 und das Wetter in ganz Deutschland prägen dürfte – und der schon jetzt mit Wucht aus den Berechnungen heraussticht.
Wetter im Sommer: Juli 2026 wird zum heißesten Monat
Mein klarer Favorit ist der Juli. Die SEAS5-Läufe des ECMWF und die Multimodell-Karten von Copernicus C3S setzen den kräftigsten Wärme-Überschuss genau in diese vier Wochen, und das amerikanische NOAA-Modell CFSv2 stützt das Signal sogar noch. Der Grund: Ein stabiles Hoch über Mitteleuropa könnte sich festsetzen und die feuchten Atlantiktiefs konsequent nach Norden und Westen abdrängen.
Für uns heißt das viel Sonne, kaum Regen und Höchstwerte, die am Oberrhein und im Rhein-Main-Gebiet immer wieder Richtung 35 bis 38 Grad klettern, im Norden und an den Küsten etwas gebremst um 28 bis 32 Grad. Dazu kommen tropische Nächte in den Ballungsräumen. Genau diese Wetter-Kombination aus Dauerhitze und fehlender Abkühlung macht den Juli zum anstrengendsten Monat des Sommers.
Wetter-Prognose: Zwölf uralte Bauernregeln, auf die Generationen schwören
Bundesweit wäre das eine echte Belastungsprobe. Die Böden sind nach dem viel zu trockenen Frühjahr vielerorts ausgezehrt, vor allem in Ostdeutschland, in Franken und entlang des Rheins drohen erneut Trockenstress, braune Wiesen und sinkende Flusspegel. Der Süden und Westen bekämen die kräftigste Hitze ab, der Osten dazu die größte Trockenheit.
Wer kreislaufempfindlich ist, sollte die Mittagshitze konsequent meiden, frühmorgens lüften und genug trinken. Ein Restrisiko bleibt: Schiebt sich das Hoch am Ende doch weiter nach Osten, könnte auch der August noch nachlegen. Aber nach allem, was ich heute auf den Wetter-Karten sehe, wird der Juli 2026 der heißeste, trockenste und anstrengendste Monat dieses Sommers.