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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wettermodelle sicher: So heiß wird der Sommer 2026 in Deutschland – diese Region trifft es am härtesten
Die aktuellen Langfristmodelle lassen kaum Zweifel an einem deutlich zu warmen Sommer 2026 in Deutschland. Eine Region steht besonders im Fokus. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Die saisonalen Klimavorhersagen für den Sommer 2026 gehören zu den eindeutigsten der letzten Jahre. Bundesweit liegt die Wahrscheinlichkeit für einen überdurchschnittlich warmen Verlauf bei rund 81 Prozent, im Norden fällt sie etwas geringer aus. Für den Spätsommer von Juli bis September steigt der Wert in einigen Modellläufen sogar auf 83 Prozent.
NASA-Berechnungen rechnen mit einer Temperaturabweichung von ein bis zwei Grad gegenüber dem Klimamittel 1961 bis 1990. Entscheidend bleibt die Einordnung: Was heute als „überdurchschnittlich warm“ durchgeht, misst sich an einer längst erwärmten Referenzperiode. Gegenüber dem aktuelleren Mittel 1991 bis 2020 wirkt der Ausschlag spürbar moderater. Der Maßstab selbst verschiebt sich.
Sommer 2026 in Deutschland: Oberrheingraben als Hitze-Hotspot
Regional verteilt sich das Hitzesignal sehr ungleich. Die höchste Wahrscheinlichkeit für anhaltend hohe Temperaturen zeigt sich im Oberrheingraben zwischen Freiburg, Karlsruhe, Mannheim und dem Rhein-Main-Gebiet. Diese Region gilt in allen einschlägigen Klimaprojektionen als Beispielraum für besonders starke Hitzebelastung. Auch Bayern und Baden-Württemberg sowie der Osten mit Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen liegen im Fokus.
Der Westen bekommt die Hitze voll zu spüren und trägt zusätzlich das höchste Trockenheitsrisiko bundesweit. Im Nordwesten und an den Küsten bleibt die Wahrscheinlichkeit für einen deutlich zu warmen Sommer erkennbar niedriger, der Nordosten tendiert gegen den Trend sogar zu leicht mehr Niederschlag.
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Auch beim Niederschlag wird es heftig – Starkregen statt Landregen
Beim Niederschlag wird die Prognose weicher. Rund 43 Prozent sprechen für einen normal feuchten, 33 Prozent für einen zu trockenen und 24 Prozent für einen zu nassen Sommer. Das Muster der letzten Jahre dürfte sich fortsetzen: Stabile Hitzephasen unter Hochdruckeinfluss, abgelöst von quasistationären Gewittertiefs mit lokalem Starkregen, Hagel und Überflutungen.
Der flächige, ruhige Landregen, der Böden und Grundwasser nachhaltig auffüllt, wird seltener. Was bleibt, ist ein Sommer, der in der Summe heiß, regional trocken und punktuell gefährlich wird. Den genauen Verlauf liefert auch das beste Modell erst in der Tageskarte. Derweil spielte das Wetter in NRW jüngst verrückt.