Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wettermodell dreht Juni-Prognose auf einen Schlag – nun zeigt sich eine deutliche Abweichung
Der Juni könnte deutlich heißer ausfallen als gedacht – besonders im Süden. Eine Wetterlage wie an Pfingsten rückt wieder in den Fokus. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Lange deutete vieles auf einen wechselhaften, eher durchschnittlichen Start in den Sommer hin. Doch die jüngsten Läufe des europäischen Wettermodells (ECMWF) drehen das Bild auf einen Schlag. Für den Juni zeigt sich nun eine deutliche Abweichung nach oben, und auch die Modelle CFSv2 und GEOS-5 stützen diesen warmen Kurs.
Die Wahrscheinlichkeit für einen insgesamt zu warmen Monat liegt nach aktuellem Stand bei rund 80 Prozent. Damit rückt nach den frischen Tagen der Eisheiligen vor rund 10 Tagen ein ganz anderes Szenario in den Vordergrund: trockene Luft, viel Sonne und steigende Temperaturen, die sich über längere Strecken halten könnten. Der Sommer meldet sich offenbar mit Nachdruck zurück.
Süden im Hitze-Fokus
Besonders kräftig fällt der Wärmeüberschuss im Süden aus. Dort liegen die berechneten Werte rund 3 bis 4 Grad über dem langjährigen Mittel, während es im Norden mit 1 bis 2 Grad etwas gemäßigter bleibt. Im Oberrheingraben, in Südbayern und in Unterfranken sind über mehrere Tage Höchstwerte um 30 Grad realistisch, in den heißesten Phasen lokal sogar bis 34 oder 36 Grad.
Verantwortlich ist eine Großwetterlage, die stark an die sonnige Pfingstphase erinnert: Hoher Luftdruck aus Südwesten lenkt warme Mittelmeerluft heran und schiebt die Tiefs weit nach Norden ab. Begleitet wird das Ganze von wenig Regen – ein Problem für die ohnehin trockenen Böden.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Setzt sich dieses Muster durch, rückt vor allem im Süden sogar die Rekordmarke in greifbare Nähe. Einzelne Regionen könnten dem wärmsten Juni der Messgeschichte gefährlich nahekommen, während bundesweit noch etwas Luft bis zur Bestmarke bleibt. Entscheidend wird, wie stabil das Hoch wirklich liegt und ob kühlere Störungen aus dem Norden dazwischenfunken.
Klar ist schon jetzt die Richtung: deutlich zu warm, vielerorts zu trocken und über weite Strecken hochsommerlich. Die kommenden Modellläufe werden zeigen, wie belastbar dieses Hitze-Signal tatsächlich ist – und ob am Ende ein echter Ausnahme-Juni daraus wird.