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Neue Details zu Unglück in Oberhof durchgesickert

Aus Freizeitgaudi wird tödliche Tragödie: „Wir stehen vollkommen unter Schock“

Schrecklicher Unfall Oberhof Bob- und Rodelbahn
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Auf der Bob- und Rodelbahn in Oberhof kam es zu dem tragischen Unglück.

Es sollte eine lustige Freizeitgaudi werden, endete jedoch mit einer tödlichen Tragödie. Zu dem schrecklichen Unfall auf der Bobbahn in Oberhof (Thüringen) sind nun neue Details durchgesickert. Eine wichtige Frage ist aber nach wie vor ungeklärt:

Oberhof – Wie konnte es zu dem Unfall kommen, obwohl die weltbekannte Eisrinne mit Ampeln, Lichtschranken und Kameras gesichert ist? Diese Frage versuchen nun Polizei und Staatsanwaltschaft zu klären. Eine offizielle Stellungnahme zur Unglücksursache gibt es bislang noch nicht. Die Bild-Zeitung will unterdessen erfahren haben, dass das Ehepaar – der Mann (†45) starb, seine Frau (41) wurde schwer verletzt – mit einem „Ice Tube“ in der Bahn unterwegs war, obwohl eine Ampel Rot gezeigt haben soll. Außerdem soll das Paar beim Start sogar von Mitarbeitern angeschoben worden sein. Der Unglücksbob hingegen soll bei einer grün zeigenden Ampel losgefahren sein.

Durchsagen sollten Katastrophe noch verhindern

Als dann die zuständige Bahnaufsicht den Fehler bemerkte, sollen Mitarbeiter noch versucht haben, mit Lautsprecherdurchsagen die Katastrophe zu verhindern. „Bob bremsen! Bob bremsen“, soll gerufen worden sein. Und kurz darauf soll es eine zweite Durchsage gegeben haben: „Sofort aus den Tubes raus!“ Doch da war es vermutlich bereits zu spät. Im Zielbereich erfasste der Bob, der von einem 22-jährigen Profi-Sportler gesteuert wurde, mit rund 90 km/h den Doppel-Schlauchring der Urlauber. rosenheim24.de hatte über das Drama, das sich am Donnerstagabend (23. Februar) gegen 18.40 Uhr ereignet hatte, bereits ausführlich berichtet. Der 45-Jährige – die Polizei hatte irrtümerlicherweise zunächst von einem 46-Jährigen berichtet – starb übrigens kurz nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus. Das Ehepaar stammte nach Polizeiangaben aus einem benachbarten Landkreis.

Auch zwei Tage nach dem Unglück sind Trauer und Bestürzung in Thüringen und darüber hinaus gewaltig. „Wir stehen unter Schock und sind zutiefst über das Geschehene bestürzt“, sagt der Vorsitzende des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum Oberhof, Hartmut Schubert. Der Verband als Betreiber und Eigentümer stellte den Bahnbetrieb für die laufende Saison sofort und komplett ein.

Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof

Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof
Tödlicher Unfall auf weltbekannter Bobbahn in Oberhof. © dpa

„Da ist grundlegend etwas schiefgelaufen...“

Oberhofs parteiloser Bürgermeister Thomas Schulz ringt nach dem erst vor wenigen Tagen verstummten Jubel und der Feierstimmung bei der Biathlon-WM sichtlich nach Worten: „Ich kann das nicht fassen und habe tiefes Mitleid.“ So ein tragischer Unfall sei in seiner 17-jährigen Amtszeit noch nicht passiert, sagt Schulz, der selber schon mehrfach im Gästebob in der Eisrinne saß. Diese Gästefahrten werden laut Schulz seit Mitte der 1990er Jahre angeboten. „Eigentlich ist es ausgeschlossen, dass zwei Gefährte in der Bahn sind, da ist grundlegend etwas schiefgelaufen“, sagt Schulz. Wenn geklärt sei, ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt dafür verantwortlich sei, würden daraus Lehren gezogen.

Mit Bestürzung reagierte auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auf das Unglück: „Der schreckliche Unfall auf der Oberhofer Bobbahn hat einem Menschen das Leben genommen.“ Mit den Angehörigen trauere er um den Verstorbenen, hoffe auf schnelle Genesung für die Verunfallten und danke den Helfern, die unermüdlich im Einsatz waren, schrieb der Landeschef auf Twitter. Die Polizei wertet derweil weiter Beweismittel aus, um herauszufinden, wieso sich der Viererbob, in dem auch neben dem Piloten auch zwei Politiker und ein hoher Beamter der Gemeinde Oberhof saßen, als auch der Doppel-Schlauchring gleichzeitig in der Bahn befanden.

mw

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