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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Himmel könnte milchig erscheinen – Wetterphänomen zeigt sich noch in dieser Woche
Schon wieder zieht Saharastaub nach Deutschland, begleitet von ungewöhnlich milder Luft aus Süden. Doch nachts droht Frost. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Zum Freitag (6. März) erreicht erneut eine Saharastaubwolke Deutschland. Die Strömung kommt weiterhin aus südlichen Richtungen und führt milde Luft aus Südeuropa und Nordafrika heran. Dadurch bleiben die Temperaturen tagsüber meist zwischen 14 und 20 Grad, örtlich sogar etwas darüber. Besonders bei Sonnenschein fühlt sich die Luft schon deutlich frühlingshaft an.
Der Staub in höheren Luftschichten kann den Himmel zeitweise milchig erscheinen lassen und sorgt oft für besonders intensive Sonnenuntergänge. Solche Lagen entstehen meist bei stabilen Hochdruckgebieten über Mittel- oder Osteuropa, die warme Luft weit nach Mitteleuropa transportieren können. Viele dürften bereits jetzt an den kommenden Sommer denken.
Milde Tage, frostige Nächte bleiben typisch
Trotz der ungewöhnlich milden Tage sind kalte Nächte weiterhin normal für Anfang März. Bei klarem Himmel kann die Temperatur leicht unter 5 Grad sinken, lokal ist auch Bodenfrost oder sogar leichter Luftfrost möglich. Gerade in Senken und windgeschützten Gebieten kühlt die Luft nachts stark aus.
Diese großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind typisch für die Jahreszeit. Die Sonne gewinnt zwar deutlich an Kraft, doch die Nächte bleiben noch lang genug für kräftige Abkühlung.
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Die anhaltende Wärme wirkt zwar ungewöhnlich, liegt aber insgesamt noch im Bereich dessen, was im März vorkommen kann. Hochdruckphasen mit viel Sonne und südlicher Strömung treten auch in anderen Jahren auf. Allerdings gehört eine längere Serie mit Temperaturen nahe 20 Grad eher zu den milderen Frühjahrsstarts.
Vollkommen außergewöhnlich ist die Wetterlage dennoch nicht. Stabil sonnige und milde erste Märzhälften gab es auch früher immer wieder, auch wenn solche Phasen zuletzt etwas häufiger auftreten. Insgesamt ist die Situation also mild, aber noch nicht eindeutig außerhalb des normalen Bereichs.