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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Blockade und extrem trockener Winter: Sorge vor gefährlicher Dürre in Deutschland wächst

Nach einem ungewöhnlich trockenen Winter bleibt der Regen weiter aus. Wettermodelle zeigen kaum Änderung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Gerade die Wintermonate sind jedoch entscheidend für die Auffüllung der Bodenwasservorräte und der Grundwasserspeicher. Bleiben größere Niederschlagsmengen aus, starten Böden und Vegetation bereits mit einem Defizit in das Frühjahr, was die Gefahr von Trockenstress deutlich erhöht.

Der Winter 2025/26 (ganz rechts, kleiner roter Kreis) gehört zu den trockensten Wintern seit Messbeginn 1881.

Der Winter 2025/2026 verlief in Deutschland außergewöhnlich trocken. Im deutschlandweiten Mittel wurden nur rund 75 Prozent des üblichen Niederschlags erreicht, damit fehlte mehr als ein Viertel der normalen Regen- und Schneemengen. Damit gehört dieser Winter zu den trockensten seit Beginn der Messungen im Jahr 1881.

Blockierende Hochdrucklage hält an: Wettermodelle zeigen kaum Anzeichen für Wechsel

Aktuell verstärkt eine stabile Hochdruckblockade die Trockenheit zusätzlich. Die führenden Wettermodelle GFS und ECMWF zeigen bis mindestens Mitte März kaum Anzeichen für eine grundlegende Wetterumstellung. Damit dürfte auch die erste Märzhälfte deutlich zu trocken ausfallen.

Bleibt diese Entwicklung bestehen, würde sich das Niederschlagsdefizit weiter vergrößern. Besonders kritisch ist, dass Niederschläge im Spätwinter und zeitigen Frühjahr normalerweise helfen, die Böden nach dem Winter vollständig zu durchfeuchten. Ohne diese Regenphasen kann sich Trockenheit früh im Jahr festsetzen.

Ist ein trockener März grundsätzlich problematisch?

Ein niederschlagsarmer März ist nicht automatisch ein Zeichen für eine bevorstehende Dürre. Einzelne trockene Wochen können später im Frühjahr noch ausgeglichen werden, wenn ausreichend Regen fällt. Dennoch gilt der März als wichtiger Übergangsmonat: Pflanzen beginnen zu wachsen, während gleichzeitig die Verdunstung langsam zunimmt. Fehlt in dieser Phase Niederschlag, trocknen die oberen Bodenschichten schneller aus als im Winter. Sollte auch der Frühling insgesamt zu trocken bleiben, könnte sich die derzeitige Situation tatsächlich zu einem ernsthaften Dürreproblem entwickeln. Entscheidend wird daher sein, ob sich die Wetterlage im weiteren Verlauf des Frühjahrs nachhaltig umstellt.

Rubriklistenbild: © www.mtwetter.de

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