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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Erst 28 Grad, dann Gewitter-Knall: Der große Wetter-Wechsel kommt
Zum 1. Mai noch Sommerfeeling mit bis zu 28 Grad – dann krachen Gewitter ins Land. Mit den Eisheiligen hat der April-Frost aber nichts zu tun! Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Aktuell sitzen wir mitten in einer waschechten Omegawetterlage. Heißt im Klartext: Die Sonne knallt, der Wind pennt, die Luft kommt zur Ruhe. Über Deutschland thront ein Hoch wie eine Käseglocke – und genau das schaufelt uns zum verlängerten Wochenende rund um den 1. Mai noch mal richtig warme Luft rein.
Bis zu 26 Grad am Freitag, am Sonntag dann sogar bis zu 28 Grad im Westen und Süden. Das ist nicht mehr Frühling, das ist Sommer light. Wer Garten, Balkon oder Biergarten hat, sollte jetzt zugreifen.
Erst Sommer-Hammer mit 28 Grad – doch nach dem Feiertag kracht es
Denn ab Samstag (2. Mai) ist Schluss mit lustig. Die Hochdruckachse kippt nach Osten ab, und aus Südwesten schieben sich feuchtwarme Luftmassen über die Mitte. Die Folge: Knallgewitter, Starkregen, örtlich auch Hagel. Der Westen kriegt’s zuerst ab, am Sonntag und Montag schwappt das Ganze dann über ganz Deutschland.
Die Temperaturen fallen dabei nicht ins Bodenlose – mit 20 bis 25 Grad bleibt’s mild –, aber das Sommer-Gefühl ist erst mal weg. Schirm raus, T-Shirt drunter. Und wer jetzt schon ruft „die Eisheiligen sind da!“, der irrt gewaltig.
In Deutschland selten, aber möglich: Die faszinierendsten Wetterphänomene
Eisheilige im April? Meteorolge erklärt, warum das ein großer Irrtum ist
Hartnäckig hält sich nämlich der Mythos, im April hätte uns schon die „Kalte Sophie“ erwischt. Quatsch. Die Eisheiligen stehen vom 11. bis 15. Mai im Kalender, Punkt. Was wir im April hatten, war ein normaler Kaltlufteinbruch – der Monat war unterm Strich sogar 1,5 Grad zu warm.
Spannend wird’s erst rund um den 11. Mai: Das europäische Modell sieht weiter milde Luft, das amerikanische rechnet mit einem dicken Polarluft-Schub aus Skandinavien. Heißt: Frühsommer pur oder Frostnächte unter 6 Grad – beides ist drin. Eines aber ist klar: Wer jetzt schon Tomaten ins Beet pflanzt, spielt auf Risiko.