Kolumne vom Meteorlogen Dominik Jung
Wetter-Warnung für etliche Bundesländer: Unwetternacht mit Starkregengefahr kommt auf Deutschland zu
Nach Rekordwerten bis 29 Grad kippt das Wetter. Ab Montag drohen Gewitter, Starkregen und Überflutungen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Am Wochenende zeigte sich der September von seiner hochsommerlichen Seite. Bei strahlendem Sonnenschein wurden in Trier knapp über 29 Grad gemessen – der bundesweit höchste Wert. Auch in vielen anderen Regionen lagen die Temperaturen verbreitet über 25 Grad. Doch die sonnige Idylle hat ein abruptes Ende. Meteorologen warnen vor einem markanten Wetter-Umschwung, der schon ab Montag (8. September) für erhebliche Gefahren sorgen kann.
Betroffen sind zunächst der Westen und Südwesten mit Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie Teilen Nordrhein-Westfalens. Hier entwickeln sich erste Schauer und Gewitter, lokal begleitet von Starkregen. Schon in dieser frühen Phase sind örtliche Unwetter nicht ausgeschlossen.
Unwetternacht mit Starkregengefahr: Diese Bundesländer sind besonders betroffen
Die brisante Wetter-Lage verschärft sich in der Nacht auf Dienstag (9. September). Dann zieht ein intensives Starkregengebiet auf, das sich von Rheinland-Pfalz und dem Saarland über weite Teile Nordrhein-Westfalens bis nach Hessen ausbreitet. Je nach Wettermodell sind innerhalb weniger Stunden Regenmengen zwischen 30 und 60 Litern pro Quadratmeter möglich, in einzelnen Regionen sogar bis zu 80 Litern. Das Risiko für vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und kleinere Bäche, die über die Ufer treten, steigt deutlich an.
Am Dienstagmorgen erreicht der Starkregen auch Baden und den Westen NRWs. Bis zum Mittag breitet sich die Regenfront weiter ostwärts aus – von Ostbayern bis nach Mecklenburg-Vorpommern sind dann Schauer und Gewitter wahrscheinlich. In der zweiten Tageshälfte nimmt die Intensität der Niederschläge allerdings langsam ab, sodass die Unwettergefahr etwas zurückgeht.
Weitere Entwicklung bis Donnerstag
Auch nach dem Hauptdurchgang bleibt die Lage unruhig. Am Mittwoch (10. Septeber) droht in der zweiten Tageshälfte besonders von Bayern über Südbrandenburg bis zum südöstlichen Niedersachsen erneut Starkregen. In kurzer Zeit können 20 bis 35 Liter pro Quadratmeter fallen, örtlich auch begleitet von Gewittern. Damit besteht weiterhin Gefahr von Überflutungen und Verkehrsbehinderungen.
Erst im Verlauf des Donnerstags (11. September) deutet sich eine Entspannung an. Dennoch sollten Anwohner in den betroffenen Regionen aufmerksam bleiben und aktuelle Wetterwarnungen verfolgen. Der markante Kontrast zwischen hochsommerlicher Wärme und nachfolgender Unwetterlage zeigt eindrucksvoll, wie abrupt der Übergang in den Herbst verlaufen kann.
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