Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Heftige Unwetter heute Abend: Wo jetzt eine der gefährlichsten Gewitternächte des Sommers droht

Dramatische Gewitterfront bringt Hagel, Orkanböen und Überflutungen – Experten warnen vor einer der heftigsten Lagen des Jahres. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Über Bayern und Baden-Württemberg baut sich am Donnerstag (4. September) eine äußerst gefährliche Unwetterlage auf, die nach Einschätzung von Meteorologen das Potenzial hat, eine der stärksten Gewitterlagen des gesamten Sommers 2025 zu werden. Bereits am Vormittag entwickeln sich im Südwesten erste Schauer und Gewitter, die zunächst noch lokal und punktuell auftreten.

Eine regelrechte Gewitterwalze zieht heute Abend über Süddeutschland. Das ist nicht ohne.

Dabei sind Starkregenmengen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Diese frühen Zellen klingen meist rasch ab, doch sie sind nur der Auftakt zu einer sich zuspitzenden Wetterlage, die ab dem Nachmittag an Dynamik gewinnt. Im Tagesverlauf schiebt sich die Kaltfront eines Tiefs über dem Nordmeer nur langsam nach Osten und trifft dabei auf schwülwarme und sehr energiereiche Luftmassen im Süden Deutschlands. Diese Kombination gilt als klassischer Auslöser für besonders kräftige Gewitter.

Brisante Wetterlage im Süden: Ab dem Abend massive Gewitterfront

Am späten Nachmittag bis in die Abendstunden hinein breiten sich von Südbaden und Oberschwaben über die Alb, das Allgäu und Mittelfranken hinweg teils schwere Gewitter aus. Experten warnen vor heftigem Starkregen mit Mengen bis zu 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb kürzester Zeit. Hinzu kommen Orkanböen um 120 km/h, wobei selbst Orkanböen mit Windstärke 12 nicht ausgeschlossen sind.

Auch Hagel mit Korngrößen um 4 Zentimeter ist möglich, was erhebliche Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und in der Landwirtschaft verursachen kann. Besonders tückisch ist, dass die Front großräumig organisiert sein dürfte und in Form einer regelrechten Gewitterfront durchzieht. Diese bringt nicht nur eine enorme Blitzdichte mit sich, sondern kann auch Überflutungen, vollgelaufene Keller sowie gefährliches Aquaplaning auf den Straßen auslösen.

Ausbreitung in der Nacht: Hier wüten die Unwetter über Deutschland

Im Laufe des späteren Abends und der Nacht weitet sich die Gewitterfront weiter ostwärts über den Osten Bayerns bis nach Thüringen und Sachsen aus. Zwar schwächen sich die Gewitter im Verlauf allmählich ab, dennoch bleibt die Gefahr von Starkregen bestehen. Besonders in den Regionen von Franken über Thüringen und Sachsen-Anhalt bis nach Mecklenburg-Vorpommern kann es länger anhaltend regnen. Dort werden innerhalb weniger Stunden verbreitet 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter erwartet, bei eingelagerten Gewittern sogar bis zu 70 Liter.

Während im Westen Deutschlands zwar auch einzelne Gewitter auftreten, bleiben diese deutlich schwächer und bringen meist nur kleinkörnigen Hagel sowie Böen um 80 km/h. Damit konzentriert sich die Hauptgefahr eindeutig auf den Süden und Osten des Landes. Meteorologen betonen, dass sich die Lage für viele Menschen überraschend entwickeln könnte, da die Temperaturen zuvor nicht extrem hoch erscheinen. Umso wichtiger ist es, die amtlichen Wetter-Warnungen ernst zu nehmen und sich auf eine unruhige Nacht einzustellen. Die weitere Wetter-Prognose für den Herbst.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

Kommentare