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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Deutschland droht drastischer Wetterumschwung – ein Tag markiert den Wendepunkt

Neue Modellläufe sorgen für Unruhe: Zum Höhepunkt des Karnevals könnte arktische Kälte nach Deutschland strömen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Rund um den 10. Februar zeichnet sich laut aktuellen Prognosen ein möglicher Wetterumschwung ab. Einige Berechnungen deuten darauf hin, dass sich die großräumige Zirkulation verändert und kalte Luftmassen aus nördlichen Breiten nach Mitteleuropa gelangen könnten. Hintergrund ist eine mögliche Abschwächung des Polarwirbels, die immer wieder in den Modellkarten diskutiert wird.

Frostschock an Rosenmontag 2026: Das europäische Wettermodell ECMWF rechnet mit arktischen Verhältnissen.

Besonders auffällig: Mehrere Läufe zeigen wiederholt frostige Signale genau in der Phase der Straßenfastnacht. Noch ist nicht sicher, wie stark der Effekt tatsächlich ausfällt, doch die Häufung kalter Szenarien lässt Meteorologen genauer hinschauen. Entscheidend wird sein, ob sich ein blockierendes Hochdruckgebiet etabliert oder die Atlantikströmung dagegenhält.

Straßenkarneval unter Frost? Neue ECMWF-Trends sorgen für Diskussionen

Die jüngsten Berechnungen des ECMWF zeigen für Rosenmontag in Teilen Deutschlands Tageswerte im Frostbereich. Das wäre ungewöhnlich kalt für viele Feiernde, die stundenlang im Freien unterwegs sind. Besonders in den Morgenstunden könnte sich die Kälte deutlich bemerkbar machen, während tagsüber bei Sonnenschein immerhin leichte Erwärmung möglich wäre.

Einige Karten lassen sogar Schneeschauer erkennen, was das Risiko glatter Straßen erhöhen würde. Allerdings schwanken die Details noch stark von Lauf zu Lauf. Während einzelne Szenarien eine trockene, aber kalte Lage zeigen, simulieren andere kurzfristige Niederschläge, die regional für winterliche Bedingungen sorgen könnten.

Der Garten als Winterwunderland – wenn Stille, Frost und Licht Magie schaffen

Raureif auf einer Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
Wenn der Garten verstummt: Im Winter zieht sich das Leben zurück und lässt Raum für Stille. Die leuchtenden Farben des Sommers verblassen, die Luft wird klar, und plötzlich rücken Formen, Linien und Strukturen in den Vordergrund. Es ist, als würde der Garten leise durchatmen – ein Ort, an dem man Ruhe sehen kann. © Jahnke/Imago
Gräser in der aufgehenden Sonne an einem eiskalten Morgen
Die Magie des Frosts: Der Frost ist der große Gestalter des Winters. Er zieht feine Muster über Blätter, verwandelt Gräser in glitzernde Skulpturen und lässt kahle Zweige im ersten Sonnenlicht funkeln. Frühaufsteher werden mit einer vergänglichen Ausstellung aus Eis und Licht belohnt. Fototipp: Gegenlicht verstärkt den Zauber – das feine Kristallspiel wird zum Naturkunstwerk. © Li_Bro.photo/Imago
selbstgemachte Windlichter aus Blechdosen mit brennenden Teelichtern
Licht im Dunkel: Wenn die Tage kurz werden, schenkt Licht Wärme und Geborgenheit. Lichterketten, Windlichter oder selbst gegossene Eislaternen setzen stimmungsvolle Akzente auf Wegen, Terrassen oder zwischen Sträuchern. Tipp: Mit Solarlichtern oder LED‑Kerzen bleibt es nachhaltig. Kombiniert mit Naturmaterialien entsteht eine festliche, aber ruhige Atmosphäre – perfekt für die Feiertage und den Jahresbeginn. © S. Koerber/Imago
Rote Beeren der Gewöhnlichen Stechpalme
Struktur und Kontrast: Im Winter treten Linien, Strukturen und Silhouetten in den Vordergrund. Beete, Hecken und Zäune formen klare Muster, während Schnee und Eis natürliche Kontraste schaffen. Immergrüne Pflanzen wie Buchsbaum, Eibe oder Stechpalme setzen Farbakzente. Wer mag, experimentiert fotografisch mit Schwarz‑Weiß oder hebt gezielt farbige Details hervor, etwa rote Früchte im weißen Umfeld. © Zoonar.com/Ewald Fr/Imago
Ein Rotkehlchen (Erithacus rubecula) auf dem Ast eines schneebedeckten Strauches im Großen Tiergar
Leben trotz Kälte: Rotkehlchen, Meisen und Spatzen bringen Bewegung in die frostige Ruhe. Ein Futterhäuschen oder Meisenknödel helfen, gefiederte Gäste durch die kalte Zeit zu bringen. Tipp: Vogelfutter aus Haferflocken, Nüssen und Fett lässt sich leicht selbst herstellen. Und wer genau hinsieht, entdeckt Spuren im Schnee – kleine Geschichten über nächtliche Besucher und Lebensfreude selbst in Eis und Kälte. © Volker Hohlfeld/Imago
Gefrorenes Spinnennetz
Schönheit im Stillstand: Wenn alles stillsteht, offenbart sich die leise Seite des Gartens. Licht, Struktur und Frost formen eine natürliche Galerie, die täglich ihr Gesicht verändert. Wer mit offenen Augen durch den Garten geht oder zur Kamera greift, entdeckt, wie reich der Winter an Schönheit ist. © Jörg&Nicole Krauthöfer/Imago
Hasenpfad im Schnee
Wenn Schnee Geschichten schreibt: Ein unberührter Schneeteppich wirkt friedlich – bis man genauer hinsieht. Kleine Pfotenabdrücke, Vogelfeder‑Spuren oder das Muster fallender Samen erzählen stille Geschichten. Jede Spur ist ein Hinweis auf Leben im Verborgenen. Wer sie liest, erlebt den Garten wie ein offenes Buch – eines, das vom Winter selbst geschrieben wird. © Zoonar.com/Daniel Vonwiller/Imago
Eine Feuerschale im Schnee
Wärmepunkte im Kalten: Ob Feuerschale, Laternenlicht oder eine dampfende Tasse Tee – kleine Wärmeinseln lassen den Garten lebendig wirken. Wer sich dick einhüllt, erlebt, wie intensiv die Kälte duftet: nach Holzrauch, Erde und Schnee. Diese stillen Abende mit rotem Schimmer sind Wintermomente voller Geborgenheit. ©  Wirestock/Imago
wilde Karde im Schnee
Texturen des Winters: Im weißen oder grauen Licht tritt hervor, was im Sommer übersehen wird: die Maserung der Rinde, die filigranen Samenstände, das raue Gras im Eis. Wer die Kamera dicht heranführt, entdeckt ein Detailkosmos aus Linien und Schichten. Im Winter zeigt der Garten, wie schön Reduktion sein kann. © Zoonar.com/Eva-Maria Pollich/Imago
Bank im Schnee
Ruhepunkt: Eine Bank, halb eingeschneit, erzählt von den Sommermonaten und lädt doch auch jetzt zum Verweilen ein. Im Winter steht sie da wie ein Symbol der Ruhe: kein Ort zum Sitzen, sondern zum Innehalten. Man sieht sie und atmet langsamer. © Frank Drechsler/Imago
Gefrorene Tautropfen auf Pflanzenblättern und Gras
Das Kunstwerk im Kleinen: Manchmal genügt ein einziges Blatt, um den Winter zu begreifen. Eine Eisperle hält sich am Stiel, winzige Kristalle funkeln am Rand. Im Zusammenspiel mit dem Licht entsteht ein Moment von stiller Perfektion – so vergänglich wie schön. Wer sich bückt, um genauer hinzusehen, entdeckt den Zauber im Detail. © imageBROKER/Martin Köbsch/Imago

Zwischen Winterrückkehr und normalem Februarwetter: Genaue Wetterlage an Karneval noch unklar

Trotz der frostigen Signale bleibt die Vorhersage unsicher, da schon kleine Verschiebungen der Druckgebiete große Auswirkungen auf Temperatur und Niederschlag haben können. Bereits wenige hundert Kilometer Unterschied bei der Luftmassengrenze entscheiden darüber, ob milde Atlantikluft oder kontinentale Kälte dominiert.

Für Veranstalter und Besucher bedeutet das vor allem, die Entwicklung in den kommenden Tagen aufmerksam zu verfolgen. Sollte sich die kalte Variante durchsetzen, wären warme Kleidung und vorsichtige Planung ratsam. Auch wer bereits verkleidet zu einer Feier fährt, sollte einiges beachten. Genauso gut könnte sich die Lage aber noch entschärfen, wenn die Westströmung stärker wird und die eisigen Berechnungen der Modelle wieder verschwinden.

Rubriklistenbild: © www.wetterzentrale.de

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