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Kolumen vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Modelle beunruhigen Experten – Deutschland droht durch April-Wetter eine gefährliche Dürre

Statt typischer April-Schauer bleibt der Regen aus – und genau das könnte jetzt zunehmend zum echten Problem werden. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Eigentlich ist der April bekannt für wechselhaftes Wetter mit häufigen Schauern. Doch in diesem Jahr zeigt sich ein ganz anderes Bild. Über weiten Teilen Deutschlands dominiert eine stabile Wetterlage, die Regengebiete immer wieder fernhält. Zwar ziehen zeitweise Wolken durch, vor allem vom Westen bis in den Nordosten, doch was an Niederschlag fällt, ist meist kaum der Rede wert.

Die aktuelle GFS-Prognose des US-Wetterdienstes NOAA zeigt in den kommenden 14 Tagen kaum noch Regen in Deutschland. Die Waldbrandgefahr steigt laut Deutschem Wetterdienst schon nächste Woche deutlich an.

Oft bleibt es bei ein paar Tropfen, die schnell wieder verdunsten. Besonders im Süden scheint häufig die Sonne, bevor sich später einzelne Schauer bilden – doch auch diese bringen kaum Entlastung. Die Temperaturen liegen meist zwischen 16 und 21 Grad, im Südwesten etwas darüber.

Sonne trocknet die Böden immer weiter aus

Was zunächst freundlich wirkt, hat eine Kehrseite. Die vielen sonnigen Stunden sorgen dafür, dass die Böden zunehmend austrocknen. Gleichzeitig kühlt es nachts teils deutlich ab, lokal kommt es sogar zu Bodenfrost. Diese Kombination verstärkt das Problem zusätzlich, da kaum Feuchtigkeit im Boden gehalten werden kann.

Auch im weiteren Verlauf bleibt es überwiegend trocken. Zwar sind gelegentlich Schauer oder kurze Gewitter möglich, doch diese fallen sehr lokal und bringen nur geringe Mengen. Insgesamt fehlt es weiterhin an flächendeckendem Regen, der dringend nötig wäre.

Waldbrandgefahr steigt – keine Entspannung in Sicht

Mit der anhaltenden Trockenheit wächst auch die Sorge vor steigender Waldbrandgefahr. Bereits jetzt erreichen viele Regionen Stufe 3 bis 4 von 5. Ohne ergiebige Niederschläge könnte sich die Situation weiter verschärfen. Die kommenden Tage bringen zwar etwas wechselhafteres Wetter, doch auch hier bleibt der Regen meist schwach und ungleich verteilt.

Eine nachhaltige Entspannung ist nicht in Sicht. Sollte sich die Wetterlage weiter festsetzen, droht sich die Trockenheit im Laufe des Aprils weiter zu verstärken – mit spürbaren Folgen für Natur und Landwirtschaft.

Rubriklistenbild: © metdesk/www.wxcharts.com/DWD/www.dwd.de

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