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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
März-Wetter viel zu trocken – jetzt droht im April die nächste ungewöhnliche Phase
Der März brachte außergewöhnliches Wetter nach Deutschland. Doch nach diesem sonnigen Monat deutet sich bereits die nächste Anomalie an. Ein Wetter-Kolumne Dominik Jung.
Der März 2026 präsentierte sich in Deutschland als außergewöhnlicher Monat mit dominierendem Hochdruckeinfluss. Verantwortlich dafür waren mehrere stabile Hochdruckgebiete, die mit ungewöhnlicher Beständigkeit über Mitteleuropa lagen und für viel Sonnenschein sorgten. In weiten Teilen des Landes blieb es deutlich zu trocken, während gleichzeitig die Temperaturen ein bemerkenswert mildes Niveau erreichten.
Die Kombination aus wenig Niederschlag, viel Sonne und überdurchschnittlichen Temperaturen ließ vielerorts fast schon frühsommerliche Eindrücke entstehen. Erst gegen Monatsende wurde das ruhige Wettergeschehen kurzzeitig durch eine spätwinterliche Phase unterbrochen, die regional noch einmal kühlere Luftmassen brachte.
Extremwerte und ihre Auswirkungen
Die Abweichungen vom klimatologischen Mittel waren im März 2026 deutlich spürbar. Vor allem die Niederschlagsdefizite fielen ins Gewicht, da sie die ohnehin trockenen Böden weiter austrockneten. Gleichzeitig sorgte die hohe Sonnenscheindauer für eine verstärkte Erwärmung der oberen Bodenschichten. In Kombination mit der milden Witterung führte dies bereits früh im Jahr zu einer beschleunigten Vegetationsentwicklung.
Meteorologisch betrachtet war der Monat ein klassisches Beispiel für eine stabile Hochdrucklage, die über Wochen hinweg kaum durch atlantische Tiefausläufer gestört wurde. Solche Konstellationen sind zwar nicht ungewöhnlich, treten in dieser Intensität und Dauer jedoch eher selten auf.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Ein Blick auf die aktuelle saisonale Prognose des CFS-Modells deutet darauf hin, dass sich die trockene Tendenz im April fortsetzen könnte. Demnach wird für Deutschland eine unterdurchschnittliche Niederschlagsentwicklung erwartet, was die bestehende Trockenheit weiter verschärfen würde. Gleichzeitig könnten die Temperaturen weiterhin über dem langjährigen Mittel liegen, was die Verdunstung zusätzlich verstärkt.
Sollte sich diese Prognose bestätigen, wäre dies ein weiterer Baustein in einer auffälligen Frühjahrswitterung, die zunehmend von stabilen Hochdrucklagen geprägt ist. Dennoch bleibt zu beachten, dass gerade Monatsprognosen Unsicherheiten enthalten und kurzfristige Wetterumschwünge jederzeit möglich sind.
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