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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Polarfront folgt auf Frühlingswärme: Wetter-Modell prognostiziert plötzlichen Kälteeinbruch in Deutschland
Eine Polarfront rauscht auf Deutschland zu. Nach frühsommerlicher Wärme drohen Frost, Schneefall und ein Temperatursturz. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Noch dominiert mildes Herbstwetter über weite Teile Deutschlands. Am Donnerstag (13. November) sollen die Temperaturen vielerorts auf 15 bis 22 Grad steigen – in 1500 Metern Höhe zeigt das US-amerikanische Wetter-Modell GFS Werte um zehn bis 15 Grad. Doch das warme Zwischenspiel endet schneller, als vielen lieb ist.
Ab Sonntag (16. November) nähert sich aus Norden eine mächtige Polarfront, die laut GFS-Modell schon zu Wochenbeginn für einen massiven Temperatursturz sorgen könnte. Die bisher frühlingshafte Luft würde dann binnen Stunden durch eiskalte Polarluft ersetzt – ein krasser Wetter-Umschwung, der selbst für November bemerkenswert wäre.
Plötzliches Winter-Wetter in Deutschland: Polarfront bringt Frost und Schnee
Mit Eintreffen der Polarfront kippt das Wetter regelrecht um. Die Luftmassen in 1500 Metern Höhe sollen laut dem GFS-Modell von zweistelligen Plusgraden auf null bis minus acht Grad fallen – ein Temperatursturz um bis zu 20 Grad! Diese kalte Höhenluft sorgt dafür, dass der Regen in mittleren und höheren Lagen zunehmend in Schnee übergeht.
Besonders im Mittelgebirgsraum, etwa im Harz, Thüringer Wald oder Schwarzwald, könnte sich am Montag (17. November) oder Dienstag (18. November) erstmals eine dünne Schneedecke bilden. In den Niederungen bleibt es dagegen bei Regen. Doch auch dort sinken die Temperaturen spürbar in den einstelligen Bereich.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Das GFS-Modell zeigt den Kälteeinbruch am stärksten, während das europäische ECMWF- und das deutsche ICON-Modell etwas gemäßigter rechnen. Zwar deuten auch sie eine Abkühlung an, doch nicht so ausgeprägt und zeitlich leicht verzögert. Im Bergland wäre demnach etwas Schnee möglich, ein Wintereinbruch bis ins Flachland aber eher unwahrscheinlich. Fest steht jedoch: Nach dem kurzen Temperaturhoch steht Deutschland ein markanter Wetterwechsel bevor – und die Polarfront könnte der erste Vorbote des nahenden Winters sein.