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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Konkreter Tag rückt in den Fokus: Wettermodelle deuten nächste Wetter-Wende an
Noch bleibt es ruhig und trocken, doch ab nächster Woche soll das Hoch weichen – dann könnte es ungemütlich werden. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Der goldene Oktober zeigt sich derzeit von seiner entspannten Seite. Hochdruckgebiet Sieglinde bestimmt weiterhin das Wettergeschehen in weiten Teilen Deutschlands. In den kommenden Tagen bleibt es überwiegend trocken, häufig aber trüb und neblig. Vor allem in den Niederungen halten sich dichte Hochnebelfelder, aus denen es gelegentlich etwas Nieselregen geben kann.
Sonnenschein ist Mangelware, nur in höheren Lagen oder im Alpenvorland kann sich die Sonne ab und zu durchsetzen. Die Temperaturen liegen tagsüber meist zwischen 12 und 17 Grad, in den Nächten kühlt es unter der Nebeldecke kaum ab. Wind spielt dabei kaum eine Rolle – ruhiger kann Herbstwetter kaum sein.
Wetterumstellung ab nächster Woche möglich
Doch die Ruhe könnte bald ein Ende haben. Ab Dienstag (21. Oktober) deuten immer mehr Wettermodelle eine Umstellung der Großwetterlage an. Das stabile Hochdruckwetter würde dabei allmählich nach Osten abgedrängt, während vom Atlantik Tiefdruckgebiete mit ihren Fronten nach Mitteleuropa vorrücken.
In der Folge könnten Regenfälle und kräftiger Wind wieder häufiger auftreten. Besonders im Westen und Süden Deutschlands, teils auch im Norden, sind bis Monatsende Niederschlagsmengen von 50 bis 100 Litern pro Quadratmeter möglich – ein deutlicher Gegensatz zur wochenlangen Trockenheit. Auch Sturmböen sind bei kräftigen Tiefs nicht ausgeschlossen.
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Unsicherheiten bleiben – verlängert sich die Trockenphase?
Ganz sicher ist die Wetterwende allerdings noch nicht. Zwar gibt es deutliche Signale für eine Umstellung, doch der genaue Zeitpunkt und die Intensität sind noch offen. Sollte das Hochdruckgebiet Sieglinde stärker als erwartet bleiben, könnte sich das trockene und ruhige Wetter noch etwas länger fortsetzen.
Meteorologen sprechen hier von einer „schwankenden Modelllage“ – kleine Änderungen in der Position der Druckgebilde können große Auswirkungen haben. Fest steht jedoch: Die Wahrscheinlichkeit für nasseres und windigeres Wetter nimmt ab der kommenden Woche deutlich zu. Bis dahin genießen wir weiterhin den ruhigen Herbst – mit Nebel, Niesel und einer ordentlichen Portion Geduld vor dem möglichen Wetterwechsel. Am Mittelmeer spitzt sich dagegen eine lebensgefährliche Wetterlage zu.