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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Massive Wetter-Wende steht bevor: Meteorologen warnen vor heftigstem Wintereinbruch seit 2010

Ein historischer Wintereinbruch rollt heran: Deutschland stürzt abrupt von spätherbstlicher Wärme in Schnee, Frost und Glätte. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Deutschland steht vor einer außergewöhnlichen Wetterlage, die wir Meteorologen als den heftigsten November-Wintereinbruch seit 2010 einordnen. Während die letzten Tage noch durch sehr milde Temperaturen geprägt waren, folgt nun ein bemerkenswert schneller Umschwung. In einigen Regionen wurden zuletzt 15 bis 22 Grad erreicht, doch innerhalb weniger Stunden strömt arktische Polarluft südwärts und beendet die milde Phase abrupt.

Die Polarfront überrollt Deutschland - am Montag (17. November) erreichen die kalten Luftmassen auch die Alpen und bringen dort Schnee!

Ich muss betonen, dass ein derart schneller Wetter-Wechsel zwischen extrem warmer und sehr kalter Luftmasse in dieser Form nur selten vorkommt. Besonders bemerkenswert ist, dass die bevorstehende Kältewelle nicht nur typische Schneeregionen betrifft, sondern sich über nahezu ganz Deutschland ausbreiten wird.

Wetter-Wende im November: Schnee bis in mittlere Lagen und erste Verkehrsprobleme

Bereits ab dem Wochenende (15. und 16. November) setzt in vielen Regionen Niederschlag ein, der zunehmend in Schneeregen und Schnee übergeht. In den Mittelgebirgen beginnt der Winter ab etwa 400 bis 500 Metern Höhe, wo sich schnell eine geschlossene Schneedecke bilden kann. Besonders im Süden Deutschlands, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, wird am Montag (17. November) eine kräftige Schneefront erwartet, die örtlich bis zu 10 Zentimeter Neuschnee bringen kann.

Auch in der Mitte und im Norden steigt das Risiko kurzer, kräftiger Schneeschauer. Mit nassem Schnee, gefrierender Nässe und auffrischendem Wind wächst die Gefahr von Verkehrsbehinderungen deutlich. Vor allem Pendler müssen sich auf längere Fahrzeiten und schwierige Bedingungen einstellen.

Nächtlicher Frost, Glättegefahr und ein Blick auf die Woche

Mit weiterer Kaltluftzufuhr sinken die Temperaturen in den Nächten vielerorts unter den Gefrierpunkt. Dadurch steigt die Glättegefahr deutlich an, vor allem dort, wo der Boden durch vorherigen Niederschlag nass ist. Auch im Tiefland kann es nachts zu nassem Schneefall kommen, der zumindest vorübergehend liegen bleibt und Straßen glatt werden lässt.

Die neue Woche zeigt sich durchweg spätherbstlich bis frühwinterlich, mit wiederholten Schauern und frostigen Nächten. Viele Regionen erleben damit den frühesten und zugleich kräftigsten Winterauftakt seit über einem Jahrzehnt. Sollte sich die Nordströmung weiter festsetzen, könnte sich der winterliche Charakter im weiteren Verlauf der Woche sogar noch intensivieren.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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