„Das sagt man nicht mehr“
Koch und Influencer Noah Hansen setzt starkes Zeichen gegen Rassismus auf dem Oktoberfest
Mit einem Statement auf Instagram hat der bayerische Koch und Influencer Noah Hansen eine wichtige Botschaft gegen Rassismus auf dem Oktoberfest gesetzt.
München – In einem Video, das innerhalb weniger Stunden über 6000 Likes generierte, spricht der Influencer mit mehr als 154.000 Followern in typisch bayerischem Dialekt Klartext.
„Die Wiesn ist doch für jeden da, um Spaß zu haben“, betont Hansen in seinem Statement und appelliert an die Besucher des größten Volksfestes der Welt, respektvoll miteinander umzugehen. Besonders kritisiert er die Verwendung rassistischer Bezeichnungen, die manchmal als vermeintlich harmlose Ansprache getarnt werden. Seine klare Botschaft: Jeder Mensch hat einen Namen, und dieser sollte auch verwendet werden.
Keine Ausreden für diskriminierendes Verhalten
Deutlich wird Hansen, wenn es um die gängigen Rechtfertigungen für diskriminierendes Verhalten geht. Ausreden wie „Ich habs so gelernt“ oder „Das sag ich schon immer so“ lässt er nicht gelten. „Das ist einfach aus der Mode. Das sagt man nicht mehr“, stellt er unmissverständlich klar. Stattdessen rät er zu höflichen Alternativen wie einer einfachen „Entschuldigung“, wenn man jemanden ansprechen möchte.
Der Koch, der sich auf Instagram regelmäßig dem Thema Kulinarik widmet, verbindet seine Anti-Rassismus-Botschaft geschickt mit dem, was er am besten kann: dem Kochen. In der Bildunterschrift seines Posts schreibt er augenzwinkernd, dass die Menschen lieber mehr essen sollten, dann sei „der Mund auch beschäftigt.“
Positive Resonanz und Unterstützung
Die Resonanz auf Hansens Botschaft ist überwältigend positiv. In den Kommentaren unter seinem Post zeigt sich die Community solidarisch. „Starkes Statement“ und „Danke für diese Worte“ sind nur einige der unterstützenden Reaktionen. Besonders bemerkenswert ist der Zusammenhalt unter den bayerischen Followern, die mit Kommentaren wie „Mia Bayer hoitn zam“ (Wir Bayern halten zusammen) ihre Unterstützung bekunden.
Hansen, der sich selbst als „Schwarze Perle aus Bayern“ bezeichnet, nutzt seine Reichweite damit nicht nur für kulinarische Themen, sondern setzt sich aktiv für ein respektvolles Miteinander ein. Sein Appell für die Wiesn ist dabei relativ einfach: „Habt eine schöne Zeit, genießt die Wiesn und nennt jeden bei seinem Namen.“ (fgr)
Rubriklistenbild: © Collage Screenshot Instagram _quinoah.k/picture alliance/dpa | Felix Hörhager