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Oktoberfest-Blaulicht, Tag 1

Sexuelle Belästigung, Maßkrug gegen Kopf geschlagen und Angriff auf Polizeibeamte

Oktoberfest Blaulicht Archivbild
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Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild).

Bereits am ersten Tag des Oktoberfestes in München waren die Beamten in vielen Fällen gefordert. Von Taschendiebstahl über sexuelle Belästigung bis hin zu Schlägereien war alles dabei. Das Oktoberfest-Blaulicht, Tag 1 (Samstag, 20. September):

München - Zunächst wurden die Beamten der Polizei am Nachmittag von einem Souvenirverkäufer alarmiert. Gegen 14.15 Uhr befand sich ein italienischer Tourist (25) ohne festen Wohnsitz in Deutschland in einem Festzelt. Hier begrüßte er den Souvenirverkäufer mit einer rechts motivierten Begrüßungsformel und dem sogenannten Hitlergruß. Das schildert das Polizeipräsidium München in einer Pressemeldung. Noch vor Ort konnten die alarmierten Polizisten den 25-Jährigen festnehmen. Er wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 3000 Euro wieder entlassen. Das Kriminalfachdezernat 4 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Mehrere sexuelle Belästigungen, auch gegen Sanitäterinnen

Im Laufe des ersten Wiesnsamstags kam es zu mehreren sexuellen Belästigungen, wobei den betroffenen Frauen jeweils ans Gesäß gefasst wurde. In einem der Fälle konnte ein 50-Jähriger mit niederländischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland vorläufig festgenommen werden. Der Mann wurde zur Wiesnwache gebracht. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft konnte er nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 6000 Euro wieder entlassen werden.

Ein weiterer Mann musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2000 Euro hinterlegen. Der 40-jährige italienische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz konnte in einem anderen Fall festgenommen werden. Nach Zahlung der 2000 Euro konnte auch er wieder entlassen werden. Die Ermittlungen in diesen Fällen hat die Kriminalpolizei München übernommen.

Gegen 17.40 Uhr kam es auf dem Festgelände zu einer weiteren sexuellen Belästigung. Zwei Sanitäterinnen der Aicher Ambulanz verständigten die Wiesnwache. Demnach verweigerte ein Mann (23) mit italienischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland die Behandlung. Zudem hatte er den beiden Sanitäterinnen mehrfach an die Brüste und an das Gesäß gefasst. Der 23-Jährige wurde daraufhin zur Wiesnwache gebracht, wo schließlich ein Tatzusammenhang mit einer vorangegangenen wechselseitigen Körperverletzung festgestellt werden konnte.

Nach einer erfolgten medizinischen Versorgung wurde die Haftfähigkeit des Mannes beschieden. Daraufhin wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Im Laufe des Sonntags wurde der 23-Jährige einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Auch hier führt die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen.

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Angriff auf Polizeibeamte im Rahmen einer Schlägerei

Zeitgleich gerieten zwei 18-Jährige mit einem 19-Jährigen und einem 24-Jährigen, alle vier wohnhaft im Landkreis Starnberg, zunächst in einen verbalen Streit. Diese Streitigkeit eskalierte und es kam zu einer Schlägerei. Als die hinzugerufenen Polizeibeamten die beiden Parteien trennen wollte, griff der 19-Jährige einen Beamten tätlich an und leistete erheblichen Widerstand. Der junge Mann musste auf dem Boden fixiert werden.

Als ein 55-jähriger Familienangehöriger dies mitbekam, versuchte er den 19-Jährigen zu befreien und griff ebenfalls die Beamten körperlich an. Der Mann musste ebenfalls fixiert werden. Die Beteiligten wurden zur Wiesnwache gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Anzeigen wurden unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte erstellt.

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Mann mit Maßkrug gegen Kopf geschlagen

Nur wenig später gegen 19 Uhr kam es dann in einem Festzelt zu einer gefährlichen Körperverletzung. Fünf Schweizer Wiesnbesucher im Alter zwischen 39 und 43 Jahren gerieten mit einer anderen Gruppe Wiesnbesucher im Alter zwischen 46 und 47 Jahren in Streit. Wie die Polizei schildert, ging es hierbei um Sitzplätze. Einer aus der Gruppe der Schweizer nahm einen Maßkrug und schlug diesen einem 46-Jährigen aus der anderen Gruppe an den Kopf. Der Mann erlitt hierbei eine Kopfplatzwunde.

Zunächst wurden die Beteiligten vom Sicherheitsdienst nach draußen gebracht, bevor die Wiesnwache verständigt wurde. Auf der Wiesnwache wurden gegen alle eine Körperverletzungsanzeige aufgenommen. Grund dafür war, dass die Schweizer angaben, von der anderen Gruppe ebenfalls geschlagen worden zu sein. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Schweizer Touristengruppe nach Bezahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 18.000 Euro wieder entlassen. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Festnahmen nach Taschendiebstahl

Zu später Abendstunde kam es dann noch zu einer Festnahme von zwei Personen. Zunächst konnten Taschendiebfahnder aus München und Berlin eine weibliche und zwei männliche Personen bei einem vollendeten Taschendiebstahl beobachten. Nach der Tat entfernten sich die Personen getrennt von der Örtlichkeit. Dadurch konnte hier gegen 23 Uhr noch keine Festnahme erfolgen. Aufgrund der detaillierten Beschreibung konnten die Frau und einer der Männer aber wenige Minuten später von Taschendiebfahndern aus Lissabon erkannt und bei einem weiteren vollendeten Taschendiebstahl beobachtet werden. Im Anschluss daran wurden sie festgenommen. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine 46-Jährige und einen 39-Jährigen mit kolumbianischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Bei der Durchsuchung der beiden Tatverdächtigen wurden weiteres Diebesgut aufgefunden. Sie wurden zunächst zur Wiesnwache gebracht und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Im Laufe des Sonntags wurden sie dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. (ci/Polizeipräsidium München)

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