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Vor anderthalb Jahren entdeckte er die Hanteln

„Landwirtschaft kann sexy sein“: Karl aus dem Chiemgau im nächsten Jungbauernkalender

Karl Grewe aus Staudach-Egerndach im Jungbauernkalender 2025.
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Karl Grewe aus Staudach-Egerndach im Jungbauernkalender 2025.

Die passenden zwölf durchtrainierten Burschen für den Jungbauernkalender 2025 sind gefunden - und einer davon kommt aus Staudach-Egerndach: Wir haben mit Karl Grewe übers Shooting, ein spezielles Weihnachtsgeschenk und „seinen Monat“ im nächsten Kalender gesprochen.

Staudach-Egerndach/Tuntenhausen - Als Karl Grewe vor anderthalb Jahren mit Krafttraining und Fitness begann, war das Ziel klar: „Wenn ich mich reinhänge und auf die Ernährung achte, dann schaff‘ ich es in den Jungbauernkalender.“ Denn den, so Grewe im Gespräch mit chiemgau24.de, kenne „jeder“ der aus der Landwirtschaft komme. Und die harte Arbeit hat sich bezahlt gemacht: Der 24-Jährigen aus Staudach-Egerndach ist einer von zwölf durchtrainierten, jungen Männern im kommenden Kalender für 2025.

Karl teilt das österliche April-Kalenderblatt mit Hühnern

Schon zum 25. Mal wird der Jungbauernkalender nächstes Jahr auf den Markt kommen. Vertrieben wird er in Deutschland und Österreich, dementsprechend kamen auch die etlichen Bewerber aus beiden Ländern. Eine Ausgabe mit zwölf Männern, eine mit zwölf Frauen. Und Karl Grewe wird 2025 den April zieren - „passend zu Ostern, mit Hühnern und einem Korb voll Eiern auf der Wiese“. Fünf Stunden vor Ende der Bewerbungsfrist am 1. Mai hat er noch schnell drei Fotos und einen kurzen Text abgeschickt. Dann die Einladung zum Casting in Graz: „Da war ich wirklich noch sehr aufgeregt.“

Karl Grewe im Jungbauernkalender 2025.

Aber Karl Grewe schaffte es ins „Finale“. Und als im Juni bei Schladming über eine Woche lang die endgültigen Fotos für den Kalender geschossen wurden, sei alles locker und entspannt gewesen. „Freilich, mit den anderen Burschen und den zwölf Mädels hatte man natürlich oft die gleichen Gesprächsthemen. Und auch sonst war es eine super Stimmung und eine Gaudi“, erzählt er. Ein „authentisches Bild“ der Landwirtschaft wolle man zeigen und Hand in Hand mit den regionalen Betrieben arbeiten, so Franz Tonner, der Herausgeber der Jungbauernkalender.

Als Quereinsteiger mit 16 Jahren Lehre zum Landwirt gemacht

Ursprünglich stammt Grewe aus Bingen am Rhein und seine Eltern haben zuhause keinen Hof. Trotzdem: „Die Landwirtschaft war für mich schon ein Kindheitstraum. Auch wenn das in der Schule viele überhaupt nicht verstanden haben“, erzählt er. Mit 16 Jahren machte er dann seine Landwirtslehre, arbeite auf Höfen in Norddeutschland und danach in den USA, einem Betrieb mit rund 2000 Kühen. Seine letzte Station war dann für ein halbes Jahr ein Bauernhof bei Grassau. Und hier, ganz in der Nähe in Staudach-Egerndach, blieb Karl Grewe dann auch.

Der „Quereinsteiger“, wie sich Grewe selbst nennt, arbeitet jetzt seit drei Jahren bei der Firma Eder in Tuntenhausen, verkauft Melk- oder Fütterungsroboter und fährt dabei von Hof zu Hof in der Region. „Da hört man natürlich auch, dass die Landwirtschaft oft schlecht dargestellt wird. Und der Jungbauernkalender zeigt, dass Landwirtschaft auch cool und sexy sein kann.“ Nach Feierabend packt Karl Grewe dann noch öfter im Bauernhof eines Spezls mit an. Und wenn‘s die Zeit erlaubt, geht es fünf- bis sechsmal die Woche ins Fitnessstudio.

Karl Grewe im Jungbauernkalender 2025.

Und jetzt also die halbnackten Fotos im Jungbauernkalender. Die Reaktionen aus dem Umfeld: eigentlich nur positiv. Und was sagten die Eltern dazu? „Die wohnen ja nicht hier und haben von dem Ganzen überhaupt nichts mitbekommen“, lacht Karl Grewe. Umso größer dürfte dann die Überraschung an Weihnachten sein. Denn dann werden Mama und Papa Grewe den Jungbauernkalender unter dem Geschenkpapier finden - und ihren modelnden Sohn auf der April-Seite. (xe)

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