„Frauen. Macht.Politik!“ am 2. Juni
Zu wenig Frauen in der Politik: Wie die Wasserburger Stadträtinnen das ändern wollen
Acht Stadträtinnen, ein Ziel: mehr Frauen in der Politik. Deshalb laden Wasserburgs Stadträtinnen parteiübergreifend gemeinsam ein: zu einem Gespräch am 2. Juni in der Kinowerkstatt mit Moderatorin Heike Duczek, Leiterin der OVB- Redaktion Wasserburg.
Wasserburg am Inn – Frauen sind in allen Parlamenten nach wie vor unterrepräsentiert. Im neuen Bundestag sogar noch auffälliger als im vorherigen: Der Frauenanteil fiel auf 32 Prozent. Noch geringer ist er in vielen Gemeinde- und Stadträten. In den bayerischen Kommunalparlamenten sind nur 27 Prozent Frauen. Auch in Wasserburg sind lediglich acht der 24 Stadtratsmitglieder weiblich.
„Wir wollen das ändern“, sagen einhellig die Wasserburger Stadträtinnen: Dritte Bürgermeisterin Edith Stürmlinger Bürgerforum), Heike Maas (CSU), Friederike Kayser-Büker (SPD), Bettina Knopp (Grüne), Monika Rieger (Grüne), Steffi König (Grüne), Irene Blüml (SPD) und Elisabeth Fischer (CSU). Sie vertreten alle vier Wasserburger Fraktionen.
Unter ihnen sind sehr erfahrene, aber auch erst seit 2020 im Amt befindliche Kommunalpolitikerinnen, junge und ältere Stadträtinnen, außerdem Frauen, die sogar über die Grenzen von Wasserburg hinaus politische Verantwortung tragen. Sie treten gemeinsam als Veranstalterinnen für den Gesprächsabend am 2. Juni auf, eine Premiere in der Innstadt. Initiatorin ist die junge Stadträtin Bettina Knopp.
Ziel: Frauen motivieren
Bei der parteiübergreifenden Gesprächsrunde stellen sich die Kommunalpolitikerinnen den Fragen der Moderatorin Heike Duczek (Wasserburger Zeitung und ihre Online-Portale wasserburg24.de sowie ovb-online.de) „Unser Ziel ist es, mehr Frauen dazu zu motivieren, sich aktiv in der Politik zu engagieren, unabhängig von einer bestimmten Partei, solange diese dem demokratischen Parteienspektrum zuzuordnen ist. Deshalb soll es an diesem Abend nicht nur um die politische Arbeit gehen, sondern auch um die Vereinbarkeit von politischem Ehrenamt, Beruf, Familie und Freizeit“, betonen die Stadträtinnen in einer Pressemitteilung zur Veranstaltung.
Sie richtet sich insbesondere an Frauen, egal ob sie sich die Arbeit im Stadtrat, im Kreistag oder in einer politischen Partei schon konkret vorstellen können oder ob sie einfach nur zuhören wollen, weil sie sich noch nicht sicher sind, aber für das Thema interessieren. Selbstverständlich seien auch alle anderen Menschen eingeladen, die ihre Partnerin, Freundin, Schwester oder Mutter beim Schritt in die Kommunalpolitik unterstützen wollen, so die Veranstalterinnen. Sie weisen ausdrücklich darauf hin, dass es an diesem Abend nicht um kommunale Sachthemen geht. Diese stehen dann bei den vielen Veranstaltungen im Kommunalwahlkampf im Fokus.
Gespräch am 2. Juni in der Kinowerkstatt
Das Gespräch findet am Montag, 2. Juni, um 19 Uhr in der Kinowerkstatt Wasserburg (früher Cafesito) im Bürgerbahnhof statt. Der Eintritt ist frei. Die Stadträtinnen berichten über ihre Wege in die Kommunalpolitik, über ihre Erfahrungen, über Erfolge und Misserfolge, darüber, wie sie das Ehrenamt in den Alltag integriert haben, wie sich das Mandat mit Familienleben, Beruf und Freizeit verträgt und warum es sich in ihren Augen lohnt, sich politisch zu engagieren. Sie beantworten außerdem Fragen aus dem Publikum zum Thema „Frauen in der Politik“ und stehen nach dem offiziellen Teil des Abends auch für persönliche Gespräche zur Verfügung.