Am 4. Mai ist es wieder so weit
„Wir bieten enorme Atmosphäre“: Was Besucher beim Wasserburger Altstadt-Springen heuer erwartet
Am Samstag (4. Mai) ist es wieder so weit: Zum mittlerweile fünften Mal lockt das Altstadtspringen nach Wasserburg.
Wasserburg – 2018 war Premiere, 2020 und 2021 kam Corona dazwischen. Im Mittelpunkt: Willy Atzenberger vom TSV 1880 Wasserburg, der den spektakulären Wettbewerb organisiert. „Über den Tag verteilt werden Tausende Besucher kommen“, ist der 43-jährige Landestrainer überzeugt, der beim TSV die Abteilungen Rasenkraft- und Breitensport leitet. Vom Erfolg der Veranstaltung ist er überzeugt: „Die Atmosphäre, die wir bieten, ist enorm.“
Teilnehmer aus der ganzen Welt
60 Athleten haben sich angemeldet, damit ist das Limit erreicht, die meisten werden wie in den Vorjahren von bundesweit 16 Vereinen – unter anderem aus Bayern, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg – an den Inn geschickt. Erwartet werden auch zahlreiche Teilnehmer aus dem Ausland, aus Österreich, aus den Niederlanden, aus Bulgarien und aus Griechenland. Attraktiv wird für sie das Altstadtspringen dadurch, dass sie Weltranglistenpunkte ergattern können, die ihnen für einen Startplatz bei der Europameisterschaft in Rom oder den Olympischen Spielen in Paris nützlich sein können. „Deshalb haben wir dieses Jahr ein unglaublich breites Starterfeld“, so Atzenberger.
Was die Sprunghöhen angeht, ging es in Wasserburg immer weiter nach oben: 2022 hatte Marec Metzger (19) vom VfL Sindelfingen 5,20 Meter geschafft – ein bis dahin neuer Veranstaltungsrekord. Im vergangenen Jahr war Luis Pröbstle (21, TSV Gräfelfing) mit 5,40 Meter in Wasserburg siegreich. Die höchste Meldeleistung bringt in diesem Jahr der Stabhochspringer Koen von der Wrijst (26) aus den Niederlanden mit 5,50 Meter Sprunghöhe ein. „Er könnte diese Höhe wieder schaffen“, sagt Atzenberger. Aber auch Pröbstle und Fabian Wünsche (23) aus Potsdam gehören zum Favoritenkreis. Bei den Männern ist jedenfalls kein Springer unter fünf Meter am Start. Man darf also gespannt sein, ob die Rekordmarke geknackt wird. „Wenn die Stimmung passt, stehen die Chancen gut“, sagt der Veranstalter.
Der Wettkampf wird vom Bayerischen Leichtathletik-Verband anerkannt und gefördert, er beginnt mit den Altersklassen U14 und U16 um 9.40 Uhr. Die Männer sind ab 18.20 Uhr an der Reihe, ab 20.30 Uhr, nach dem Finale, werden die Siegerehrungen stattfinden. Dass die Altstadtkulisse als Schauplatz dient, sieht Atzenberger als großes Plus: Wenn das Springen etwa im Badria-Stadion stattfinden würde, müssten die Zuschauer ja extra hinfahren, gibt er zu bedenken. „Das ist für so manche ein Hindernis.“ In der Herrengasse hingegen könnten die Leute zwanglos und ohne Eintritt zu bezahlen zusammenkommen und gehen, wann sie wollen: „Das Konzept geht auf. Viele Passanten bleiben einfach am Steg stehen und schauen fasziniert zu“, weiß der Veranstalter. Zudem könne auf diese Weise niederschwellig Interesse am Sport geweckt und es könnten neue Mitglieder, vor allem jüngere, für den Verein gewonnen werden.
113 Helfer sorgen für Ablauf
Die Sprunganlage, gebaut von der Bachmehringer Holzbaufirma Huber & Sohn, wird wieder mit Unterstützung des Eiselfinger Bauunternehmens Pauker errichtet. Das Sprunggerät wird von den Sportlerinnen und Sportlern mitgebracht. Ehrenamtliche Kampfrichter achten darauf, dass der Wettbewerb regelkonform abläuft. Insgesamt 113 Helfer vom TSV Wasserburg sorgen für einen ordnungsgemäßen Ablauf. „Das ist eine große Leistung, ich bin sehr dankbar dafür“, so Atzenberger.
Die Zuschauer werden gut versorgt, es gibt Grillfleisch, Pizza und Crepes, zudem ist Kaffee und Kuchen zu haben. Organisiert hat Atzenberger außerdem eine Hüpfburg, ein professionelles Kinderschminken gibt es auch. Das Wetter ist der einzige Unsicherheitsfaktor, „aber wir gehen davon aus, dass es gut sein wird.“
