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Wirkt die Sperre in der Hochsaison?

Kontrolliert die Polizei genug? Test-Tour am Sudelfeld weckt Zweifel – So viele Biker sind unterwegs

Wie gut funktioniert die einseitige Sperre für Biker am Sudelfeld?
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Wie gut funktioniert die einseitige Sperre für Biker am Sudelfeld?

Mehr Ruhe, weniger Raser und eine sichere Straße erhofften sich Anwohner, Auto- und Radfahrer durch die einseitige Sperre für Biker am Sudelfeld. Doch wie gut funktioniert die neue Regel in der Hochsaison? Radfahr- und Busunternehmer Kurt Margreiter hat es getestet.

Nußdorf/Brannenburg/Oberaudorf – „Seit Jahren habe ich mich mal wieder mit meinem Rad da hoch getraut”, berichtet Kurt Margreiter gegenüber den OVB Heimatzeitungen. Wie so viele in den Sportlerkreisen hatte der Nußdorfer Bus- und Reiseunternehmer von der einseitigen Biker-Sperre der Passstraße erfahren und wollte „es mal wieder probieren”. 

Seit dem 1. Mai gilt von Oberaudorf oder Brannenburg aus nach Bayrischzell ein Fahrverbot für Motorradfahrer zwischen 11 und 21 Uhr. Mit dieser neuen Regel reagieren die Landratsämter aus Miesbach und Rosenheim auf die zahlreichen Unfälle auf Höhe Tatzelwurm.

Kurt Margreiter ist Nußdorfer Radreisen- und Busunternehmer.

Doch führt das Fahrverbot tatsächlich dazu, dass die Raser das Sudelfeld nicht zur Rennstrecke machen? Zumindest am Tag der Radtour von Kurt Margreiter ist die Antwort klar. „Auf meinem Weg nach oben haben mich zwanzig Motorräder überholt – in nur einer Stunde”, sagt der Nußdorfer. An einem sonnigen Samstag kommt Margreiter damit auf hochgerechnet rund 200 Motorradfahrer, die nach wie vor Richtung Bayrischzell über das Sudelfeld fahren. „Zwei Fahrer haben die Strecke außerdem wie früher gependelt und sind hoch und runter gedonnert“, beschreibt Margreiter.

Eine Tour als Kontrolle

Natürlich ist auch dem Radfahrer klar, dass eine einzige Tour nach oben nicht ausreicht, um sich ein komplettes Bild von der Situation zu machen. „Der Punkt ist aber: Ein Verbot ohne Kontrolle und Sanktion wirkt nicht und wird in Zukunft noch weitere Nachahmer finden”, ist der Nußdorfer überzeugt. 

Wie die Polizei auf Nachfrage betont, wird allerdings häufiger kontrolliert. „Das machen wir natürlich nicht jeden Tag, sondern der Lage angepasst“, sagt ein Sprecher der Polizeiinspektion Brannenburg. Allerdings sei man durchaus regelmäßig vor Ort, um das einseitige Fahrverbot zu überprüfen. Die Strafe für die falsche Richtung beträgt dabei 50 Euro.

Dass es dabei nicht immer die richtigen trifft, ist sowohl den Sperrenbefürwortern als auch den Gegnern bewusst. „Ich habe zum Beispiel auch Kennzeichen aus Österreich gesehen, die das wahrscheinlich noch gar nicht mitbekommen haben und dann entspannt weitergefahren sind”, beschreibt Margreiter seine Erfahrung. „Gegen die hat ja auch niemand etwas.

Was die Sperre tatsächlich bewirkt, wird sich spätestens nach der Testphase zeigen. „Ob die Zahlen von gefährlichen Unfällen langfristig nach unten gehen, lässt sich nach einem so kurzen Zeitraum nicht sagen”, hieß es von Seiten der Polizei auf Nachfrage. Der Testzeitraum ist für zwei Jahre bis zum 31. Oktober 2026 angesetzt. Mit ersten Ergebnissen ist wohl nach der Motorradsaison 2025 zu rechnen. 

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