Sportliche Kooperation
Wasserburgs TSV-Fußballer trainieren künftig auch auf Platz der Stiftung Attl
„Es ist ein Tag zur Freude“, sagte TSV-Vorsitzender Bastian Wernthaler beim symbolischen Eröffnungsspiel von Wasserburgs Fußballern gegen – oder besser gesagt mit – den Fußballern aus der Stiftung Attl. Künftig trainieren die Mannschaften der Innstadt auch im Stadtteil Attel.
Wasserburg/Attel – „Es ist ein Tag zur Freude“, meinte TSV-Vorsitzender Bastian Wernthaler unlängst beim symbolischen Eröffnungsspiel von Wasserburgs Fußballern gegen, oder besser gesagt mit den Fußballern aus der Stiftung Attl. Künftig trainieren die Mannschaften der Innstadt auch im Stadtteil Attel.
„Der TSV 1880 Wasserburg hat große Probleme mit den Trainingsplätzen“, erklärte Wernthaler. In der Stiftung Attl sei man sofort auf eine große Bereitschaft zur Kooperation gestoßen und mit offenen Armen aufgenommen worden. So hat die Fußballballabteilung nicht nur eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit; auch die Stiftung Attl profitiert von den Gästen. Denn der Sportverein investiert in den Platz und stattet ihn zusätzlich mit einer Flutlichtanlage aus, um auch am Abend trainieren zu können.
Stiftung stellt Platz unentgeltlich zur Verfügung
Die Vorständin der Einrichtung, Manuela Keml, hieß in ihrer Begrüßungsrede die Sportler des TSV willkommen. „Wir sind uns schnell einig geworden“, freute sie sich über die Kooperation. Es sei wichtig, Orte für Begegnungen zu schaffen. Die Stiftung stelle den Platz gerne unentgeltlich dem Wasserburger TSV zur Verfügung.
Wasserburgs Zweiter Bürgermeister Werner Gartner stellte in seiner Rede vor allem den inklusiven Charakter der Kooperation in den Vordergrund: „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazugehört und jeder mitmachen kann.“ Gerade im Sport böten sich viele Möglichkeiten.
Ziel: Betreute integrieren
Dies bestätigte auch Bastian Wernthaler. Mit den Trainingseinheiten in Attel bekommen viele Mitglieder des TSV einen ersten Kontakt zur Stiftung Attl und den betreuten Menschen. „Attl ist künftig auch auf der sportlichen Landkarte des TSV.“ Zudem möchte der Sportverein vermehrt Betreute der Einrichtung in seine Abteilungen integrieren, wie zum Beispiel auch beim Rasenkraftsport – ein inklusives Angebot, in dem Menschen mit Behinderung schon seit längerem aktiv sind.
Aber auch sonst gebe es eine große Offenheit, beispielsweise beim Taekwondo oder der Tennisabteilung. Beim anschließenden Freundschaftsspiel standen weder der Leistungsgedanke noch das Endergebnis im Vordergrund, sondern der Spaß am sportlichen Miteinander und dem gemeinsamen Besuch des Attler Biergartens im Anschluss.
