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Katrin Pinck (25) eröffnet in Thansau

Wieder Leben im ehemaligen „Cavallo“: „Hello Crunch“ bietet Brot und Gebäck aus aller Welt

Gebäck aus der ganzen Welt: Bei „Hello Crunch“ gibt es nicht nur die Klassiker aus Brot und Süßwaren.
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Gebäck aus der ganzen Welt: Bei „Hello Crunch“ gibt es nicht nur die Klassiker aus Brot und Süßwaren.

Schwedische Kanelbullar, japanisches Brot: In Thansau wird es jetzt international. Denn Katrin Pinck eröffnet im ehemaligen „Cavallo“ ihre erste eigene Bäckerei namens „Hello Crunch“. Was das Geschäft der 25-Jährigen so besonders macht.

Rohrdorf/Thansau – Wo früher Wein, Kaffee und Feinkost zu finden waren, stehen nun Öfen, Rührmaschinen und Backzutaten. Knapp ein Jahr ist es nun her, seit das Genusshaus „Cavallo“ in Thansau nach 30 Jahren seine Pforten geschlossen hat. Doch den Titel „Genusshaus“ hat das Geschäft auch mit seiner neuen Betreiberin nach wie vor verdient. Denn dank der 25-jährigen Katrin Pinck gibt es dort in Zukunft wieder einiges für Genießer. Allerdings nicht mit Wein, Essig und Öl, sondern in Form von Backwaren. Denn mit „Hello Crunch“ eröffnet sie dort ihre erste eigene Bäckerei und Konditorei.

Neue Bäckerei in Thansau: Mit 25 Jahren in die Selbstständigkeit

„Ich hatte schon länger den Wunsch, mich selbstständig zu machen“, erzählt Pinck, während sie hinter der nagelneuen Theke in ihrer Bäckerei einen Kaffee zubereitet. „Und dieser Wunsch war auch deutlich größer als die Angst vor diesem Schritt“, ergänzt sie mit einem Lächeln. Natürlich mache sie sich Sorgen, dass etwas nicht funktioniere, oder das Konzept nicht angenommen werde, gesteht sie. „Aber letztendlich bin ich zuversichtlich und überzeugt von meiner Arbeit.“

Pincks Lebenslauf liest sich wie das perfekte Rezept für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit. Konditorenausbildung mit einer Durchschnittsnote von 1,4 und Abschluss der Bäcker-Ausbildung mit der Durchschnittsnote von 1,0. In beiden Gewerken hat Pinck für ihre Leistung den bayerischen Staatspreis erhalten. Genauso wie für ihren Abschluss als Konditormeisterin, für den sie den Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung erhielt.

„Hello Crunch“: Brot und Gebäck aus aller Welt in Thansau

Die Grundlage für eine eigene Bäckerei und Konditorei könnte also kaum besser sein. Doch Pinck möchte nicht dasselbe anbieten, wie jeder andere in ihrem Handwerk in der Region. „Ich liebe das Reisen und ich liebe es, neue Kulturen und neue Gebäcke kennenzulernen“, erzählt sie im OVB-Interview. Und diese neuen Gebäcke und Geschmacksrichtungen bringt sie nun in die Region. Von original schwedischen Kanelbullar (Zimtschnecken), über japanisches Shokupan-Brot bis zu klassischen französischen Croissants: Bei „Hello Crunch“ kann man sich einmal durch die Welt kosten. „Ein bisschen Urlaubsfeeling im Alltag“, erzählt sie. „Griechenland, England, Island, Schweiz: Ich hole mir in meinen Urlauben Inspiration und bastel mir dann das Beste daraus.“

Und das gilt sowohl für das Brot als auch für die süßen Gebäckstücke. Damit Pinck, die zunächst alleine die Backstube schmeißt, auch allen Ländern gerecht werden kann, hat sie einen Brot-Backplan entwickelt. An jedem Wochentag gibt es fünf bis sechs verschiedene Brote. So können Kunden sich auch gleich im Kalender markieren, wann es deren Lieblingsbrot wieder gibt.

Neben Süßwaren wird es bei „Hello Crunch“ auch allerlei Brote geben – und auch deren Rezepte stammen aus der ganzen Welt.

Unterstützung erhält Pinck von ihren Liebsten. Ihr Vater unterstützt sie bei den Finanzen, Verträgen und Co., ihre Mutter schmeißt künftig den Verkauf – und ihr Bruder hilft bei Technik und Social Media. Die große Eröffnung steht am 21. Februar an. Dann gibt es neben Brot und süßem Gebäck auch Kaffee und andere Heißgetränke. Als Café mit Sitzmöglichkeiten vor Ort ist „Hello Crunch“ allerdings nicht gedacht. Alle Produkte wird es lediglich zum Mitnehmen geben.

Bäckerinnungs-Obermeister: „Mutig, diesen Schritt zu wagen“

„In dieser schon schwierigen Zeit finde ich es schon mutig, diesen Schritt zu wagen“, sagt Wolfgang Sattelberger, Obermeister der Bäckerinnung Rosenheim, auf OVB-Anfrage. „Die Probleme sind bekannt und in aller Munde. Teure Finanzierung, hohe behördliche Auflagen, auswuchernde Bürokratie.“ Und das seien nur die wesentlichen Schwierigkeiten. Viele Betriebe würden aus verschiedenen Gründen schließen. Darunter auch der Fachkräftemangel und fehlende Nachfolger.

Dennoch: „Als Chef der Bäckerinnung wünsche ich der jungen Kollegin alles Gute und wünsche mir auch, dass sie Mitglied der Bäckerinnung wird“, sagt Sattelberger.

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