„Überlebenschancen sehr gering”
Samerbergerin (28) stürzt in den Tod: Was zum tragischen Unglück im Zillertal bekannt ist
Eine 28-jährige Samerbergerin stolperte beim Wandern im Tiroler Zillertal vor den Augen ihres Freundes und stürzte 280 Meter in die Tiefe. Jegliche Rettung kam zu spät. Wie es zu dem tragischen Unfall kam und warum die Bergretter nicht mehr viel tun konnten.
Samerberg/Tirol – Der Abstieg vom Gipfel des 3001 Meter hohen Gigalitz in Tirol endete für eine 28-jährige Samerbergerin am Sonntagnachmittag (22. Juni) tödlich. Gegen 13.30 Uhr verlor die Wanderin an einer steilen Stelle das Gleichgewicht und fiel laut Polizei 280 Höhenmeter in die Tiefe. „Besonders schlimm war, dass ihr Freund das auch noch beobachten musste”, sagte ein Sprecher des Bergrettungsdienstes Österreich.
Beim Abstieg gestolpert
Demnach wanderte die Frau etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels direkt vor ihrem Tiroler Lebensgefährten, als sie strauchelte und über die felsige Südflanke des Gigalitz hinab stürzte. Wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol mitteilte, wurde der Notruf für die aus dem Raum Samerberg stammende und in Tirol lebende 28-Jährige zwar sofort abgesetzt. Dennoch konnte der Verunglückten nicht mehr geholfen werden. „Bei so einem Sturz auf dem felsigen Gelände sind die Überlebenschancen sehr gering”, meint der Tiroler Bergretter auf OVB-Anfrage.
Somit blieb den Helfern nichts anderes übrig, als den Leichnam mit einem Hubschrauber zu bergen und ein Kriseninterventionsteam an die nahegelegene Greizer Hütte zu schicken. Aufgrund des guten Wetters waren laut Polizei viele auf der beliebten Wanderroute zum Gigalitz unterwegs. „Es gab einige Zeugen, die auch sofort den Notruf gewählt haben”, bestätigt der Polizeisprecher. Dementsprechend sei es nicht nur wegen des traumatisierten Lebensgefährten wichtig gewesen, möglichst schnell professionelle Ansprechpartner vor Ort zu haben.
Keine schwere Passage
Warum die Samerbergerin ins Stolpern geriet, war auch für die Helfer vor Ort nicht ersichtlich. „Die Route ist grundsätzlich nicht schwer, aber auch steil und ausgesetzt und damit nicht zu unterschätzen”, meint der Sprecher der Bergrettung.