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Treff für Alleinerziehende organisiert

„Ohne Großeltern unmöglich“: So geht es Andrea Gartner aus Rott als alleinerziehende Mutter

Andrea Gartner ist alleinerziehende Mutter in Rott.
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Andrea Gartner ist alleinerziehende Mutter in Rott.

1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind alleinerziehend. Eine davon: Andrea Gartner (42) aus Rott. Sie hat zudem einen Treff für Alleinerziehende ins Leben gerufen. Mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen hat.

Rott am Inn – 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind alleinerziehende Eltern. Auf diese Zahl kommt das Statistische Bundesamt. Das ist fast jede fünfte Familie. Auf diese treffen auf eine Vielzahl von Herausforderungen: Zu wenig Betreuungsangebote für die Kinder, Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, ein Armutsrisiko, das etwa dreimal höher liegt als bei Eltern in einer Partnerschaft. Andrea Gartner (42) aus Rott kennt die Probleme. Sie ist selbst alleinerziehende Mutter, seit etwas über einem Jahr bietet sie zudem ein Treffen für Alleinerziehende in Rott an.

„Die Idee entstand, als ich mich mit einer Freundin, die ebenfalls alleinerziehend ist, unterhalten habe“, erzählt Gartner. Bei dem Treffen können sich alleinerziehende Eltern unterhalten, sich über Probleme austauschen und sich gegenseitig Tipps geben können. Sieben Mütter sind es aktuell, die sich einmal im Monat treffen. Manchmal sind die Kinder dabei, manchmal nicht. Gartner findet es wichtig, sich auch mal ohne Anhang unterhalten zu können.

Seit knapp acht Jahren alleinerziehend

Gartner selbst ist seit knapp acht Jahren alleinerziehend. Ihr Sohn sei zehn Monate alt gewesen, als sie sich vom Vater getrennt habe. Wobei sie betont, dass der Kindsvater im Leben des Sohnes stark involviert sei. Zweimal die Woche ist der Erstklässler beim Vater, übernachtet auch am Wochenende mal dort. „Wir haben die Situation gut geregelt“, sagt Gartner. Das Jugendamt zum Vermitteln habe sie selbst „Gott sei Dank“ noch nie benötigt. Ganz im Gegenteil zu einigen Müttern, die zum Treffen kommen.

Oft gehe es bei den Gesprächen im Rotter Alleinerziehenden-Treff um Probleme mit dem Kindsvater. „Eine Mutter hat hier leider massive Schwierigkeiten. Der Vater hält sich nicht an Absprachen, nimmt das Kind nicht zu sich, wenn es eigentlich ausgemacht wäre“, erzählt Gartner. Eine Situation, die sie auch von anderen Alleinerziehenden immer wieder mitbekomme. Teilweise sei das Leben getrennt vom anderen Elternteil eine große Herausforderung.

Ohne Großeltern geht es nicht

Zumal auch die Betreuungssituation als Alleinerziehende oft herausfordernd sei. „Wir konnten uns glücklicherweise den Hort für unseren Sohn sparen“, erzählt Gartner. Sie selbst habe zwar mehrere Jobs, arbeite unter anderem in einem Kindergarten und einer Bäckerei, sei selbstständig tätig. Das alles zu meistern und unter einen Hut zu bringen, sei manchmal schon schwierig.

Glücklicherweise habe sie aber die eigenen Großeltern vor Ort und eine Schwester, deren Kind in dieselbe Klasse wie ihr Sohn gehe. „Wenn er früher Schluss hat, geht er dann zu meiner Schwester zum Mittagessen und ich hole ihn dann nach der Arbeit ab“, erklärt Gartner. So habe sie die Betreuung sehr gut im Griff. Ähnlich gehe es auch den Müttern vom Alleinerziehenden Treff. „Wir haben alle Großeltern in der Nähe, die einspringen können“, erzählt Gartner. „Ohne sie ist es kaum möglich.“ Wie manche Alleinerziehende ohne diese familiäre Unterstützung das schaffen, sei ihr ein Rätsel.

Treff für Alleinerziehende

Die Gruppe für alleinerziehende Eltern hat noch Platz für weitere Interessierte, auch alleinerziehende Väter sind herzlich willkommen. Interessierte können sich bei Andrea Gartner unter Telefon 0176-51106050 melden. Die Treffen finden einmal im Monat an unterschiedlichen Tagen statt. Das nächste Treffen ist für Juli geplant, genauere Informationen werden noch bekannt gegeben.

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