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Auseinandersetzung in der Ruedorfferstraße

Spekulationen über großen Polizei-Einsatz im Rosenheimer Nachtleben: Was wirklich passiert ist

Vor der „Party Oim“ in Rosenheim kam es am Freitagabend (30. Mai) zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Mann festgenommen wurde.
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Vor der „Party Oim“ in Rosenheim kam es am Freitagabend (30. Mai) zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Mann festgenommen wurde.

Aufregung im Rosenheimer Nachtleben: Am Wochenende (31. Mai/1. Juni) machte in den sozialen Medien ein Gerücht die Runde, dass es am Freitagabend (30. Mai) vor einer Bar in der Ruedorfferstaße zu einem großen Polizeieinsatz gekommen sei. Auch von einem Messer war die Rede. Das steckt dahinter.

Rosenheim – Es ist eine kurze Frage im Internet, die in den vergangenen Tagen für wilde Spekulationen gesorgt hat. Genauer gesagt ein Beitrag auf „Jodel“ – einer Plattform, auf der Nutzer anonym Beiträge veröffentlichen können. Dort tauchte am Samstag (31. Mai) die Nachfrage auf, ob es am Abend zuvor einen größeren Polizeieinsatz vor der „Party Oim“ in der Ruedorfferstraße gegeben hat. Auch von einem Messer wird in dem Post gesprochen.

Zeugen beobachten angeblich größeren Polizeieinsatz in der Innenstadt

Gegen 23 Uhr sei es gewesen – so schildert es einer der Nutzer –, dass Polizisten in die Ruedorfferstraße kamen und einen Mann verhafteten. Er habe den Vorfall von der Tür eines anderen Nachtlokals aus verfolgt. „Schon krass“, was da los war“, schreibt er. Wieder ein anderer habe den Polizeieinsatz von der gegenüberliegenden Straßenseite beobachtet und sich gefragt, was da los ist. Da er im Netz nichts dazu gefunden habe, sei er überzeugt gewesen, dass der Vorfall „unter den Teppich gekehrt“ wird.

Dem widerspricht Polizeihauptkommissar Robert Maurer. Er bestätigt aber, dass es am Freitagabend (31. Mai) gegen 22.45 Uhr vor der „Party Oim“ tatsächlich zu einem „kleinen Einsatz“ gekommen ist. „Das war nichts Dramatisches“, sagt Maurer auf OVB-Anfrage. In dem Lokal sei ein Streit ausgebrochen, bei dem „einer der Gäste ein wenig randaliert hat.“ Daraufhin sei die Polizei gerufen worden. „Dem Mann wurde dann ein Platzverweis ausgesprochen“, berichtet Maurer. Da dieser dem aber nicht nachgekommen ist, führten die Polizisten den Mann in Handschellen ab. „Später wurde er wieder entlassen“, betont der Hauptkommissar.

Mann soll Kellner ins Gesicht gespuckt haben

Wieso es an dem Abend in dem Nachtlokal zu dem Streit gekommen ist, weiß Josy Schütz. Die Betreiberin der „Party Oim“ berichtet, dass der später festgenommene Gast immer wieder auf den Boden des Lokals gespuckt habe. Sie sei zwar nicht vor Ort gewesen, allerdings sei sie über den Vorfall informiert worden. Als ein Kellner den Gast darauf angesprochen habe, sei es unappetitlich geworden. „Der Mann hat meinem Kellner ins Gesicht gespuckt“, sagt Schütz. Daraufhin sei es „kurz rundgegangen“, bis die Polizei eintraf. Aber auch Schütz sagt: „Dramatisch war es nicht, das war schnell erledigt“.

In der „Party Oim“ brach ein Streit aus, weil ein Gast einem Kellner ins Gesicht gespuckt hat.

Ob bei der Streiterei tatsächlich auch ein Messer im Spiel war, kann sie hingegen nicht mit Sicherheit sagen. Es habe zwar kurz bei den Erzählungen des Abends geheißen, dass irgendwer ein Messer in der Hand gehabt haben soll. Dass es gefährlich oder bedrohlich gewesen sein soll, sei ihr aber nicht zu Ohren gekommen. Auch bei der Polizei hält man sich diesbezüglich bedeckt. Dass der festgenommene Mann ein Messer bei sich hatte oder sich eines am Einsatzort befand, konnte Hauptkommissar Robert Maurer allerdings nicht bestätigen.

Gruppe scheint im Nachtleben bekannt zu sein

Ganz unbekannt scheint der Mann allerdings nicht zu sein, das will zumindest Josy Schütz wissen. Zurzeit gibt es ihr zufolge eine Gruppe, die hin und wieder im Rosenheimer Nachtleben für Unruhe sorgt. Mit dieser sei auch der Mann unterwegs gewesen. Bei der Polizei ist darüber aber bislang nichts bekannt, betont Robert Maurer. Dennoch ist Josy Schütz froh, dass die Polizei – wie am Freitagabend (30. Mai) – immer so schnell zur Stelle ist, wenn es Probleme gibt.

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