Was Kunden wissen müssen
Ende des Monats ist Schluss: DB-Reisezentrum im Rosenheimer Bahnhof schließt - und nun?
Die Entscheidung fiel bereits im Januar: Das DB-Reisezentrum im Rosenheimer Bahnhof schließt zum Ende des Monats. Das hatte eine Sprecherin auf Anfrage bestätigt. Die Sorge bei vielen Kunden war seitdem groß. Wie es jetzt weitergeht – und was Kunden wissen müssen.
Rosenheim – Die Unsicherheit bei den Bahnkunden ist groß. Wer hilft ihnen nach der Schließung des DB-Reisezentrums im Bahnhof beim Kauf von Tickets, Umbuchungen oder Sitzplatzreservierungen? Bereits Anfang des Jahres gab die Deutsche Bahn bekannt, dass sie sich ab dem 30. Juni mit ihren Verkaufsschaltern aus dem Reisezentrum in Rosenheim zurückzieht. Seitdem gibt es viele offene Fragen.
BRB betreibt komplettes Reisezentrum
Einige Antworten liefert jetzt Annette Luckner, Sprecherin der Bayerischen Regiobahn (BRB). Bereits in der Vergangenheit erinnerte sie daran, dass die BRB in Rosenheim, unabhängig von der DB, ein Kundencenter betreibt, indem Nahverkehrs- und Verbundfahrscheine verkauft werden. Jetzt steht fest, dass die BRB ab dem 30. Juni das komplette Reisezentrum in Rosenheim betreiben wird.
„Im Grunde wird sich für die Kunden nicht viel verändern“, sagt Luckner auf OVB-Anfrage. Die Öffnungszeiten der BRB in Rosenheim sind ihr zufolge bereits jetzt länger und kundenfreundlicher als jene des benachbarten DB-Reisezentrums. „Zusätzlich fungieren wir als Fundbüro für die Fahrgäste unserer Züge“, fügt sie hinzu. Hierbei wird es seitens der BRB keine Veränderungen – und somit keine Verschlechterungen für die Fahrgäste geben.
Derzeitiges Angebot aufrechterhalten
Sorgen, dass zukünftig keine Ansprechpartner vor Ort sind, seien ebenfalls unbegründet. „Wir werden unsere heutige persönliche Verkaufspräsenz und Verpflichtung im Bahnhof Rosenheim mit dem Auszug des DB-Reisezentrums nicht reduzieren und unser derzeitiges Angebot an Fahrscheinen weiterhin aufrechterhalten“, sagt Annette Luckner.
Außerdem fügt sie hinzu: „Wir können zusichern, dass sich durch die Schließung des DB-Reisezentrums in Rosenheim hier keinerlei Nachteile für Fahrgäste des Nahverkehrs ergeben.“
Und wie sieht es mit Reisen ins Ausland oder Fahrkarten für den Fernverkehr aus? „Für Fahrgäste des Fernverkehrs in Rosenheim denken wir – ausgehend von den uns derzeit seitens der DB zugestandenen und genutzten Vertriebsmöglichkeiten – ab dem 30. Juni ebenfalls nahezu das identische Angebot zur Verfügung stellen zu können“, sagt Luckner.
Sie erinnert in diesem Zusammenhang aber auch daran, dass der Vertrieb von Angeboten des Fernverkehrs eigentlich nicht in der Verantwortung der BRB liege. „Wir sind jedoch dennoch bemüht, hier fahrgastorientiert vorzugehen.“ Viel dürfte sich mit der Schließung des DB-Reisezentrums im Rosenheimer Bahnhof für die Kunden also nicht verändern.

