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Kommunalwahl im März 2026

Vierkampf in Kolbermoor: Diese Kandidaten wollen Peter Kloo (SPD) als Bürgermeister beerben

Ein Blechschild weist vor einem oberbayerischen Rathaus den Parkplatz des Bürgermeisters aus. Wer in Kolbermoor diesen Parkplatz belegen darf, wird sich am 8. März oder spätestens bei einer möglichen Stichwahl am 22. März 2026 entscheiden.
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Ein Blechschild weist vor einem oberbayerischen Rathaus den Parkplatz des Bürgermeisters aus. Wer in Kolbermoor diesen Parkplatz belegen darf, wird sich am 8. März oder spätestens bei einer möglichen Stichwahl am 22. März 2026 entscheiden.

Das Rennen um das Bürgermeisteramt in Kolbermoor am 8. März 2026 wird wohl zum Vierkampf. Bislang standen drei Kandidaten fest, nun hat ein weiterer Bewerber seinen Hut in den Ring geworfen. Eine Partei verzichtet hingegen auf einen eigenen Kandidaten.

Kolbermoor – Dass es nicht beim Dreikampf bleiben wird, hatte sich bereits im Sommer angedeutet: Mindestens vier Personen werden sich um die Nachfolge von Peter Kloo (SPD), der das Amt seit 2002 durchgehend innehat, bewerben. Kloo selbst steht für eine weitere Amtsperiode nicht zur Verfügung. Nachdem die Bewerber von CSU, Parteifreien Kolbermoor und SPD seit mehreren Wochen feststehen, ist nun auch bekannt, wen die AfD ins Rennen schickt. Einen Kandidaten der Grünen werden die Wähler hingegen vergeblich auf dem Stimmzettel suchen.

Bei der Kommunalwahl 2002 erstmals als Rathauschef gewählt, hatte Kloo in den Wahljahren 2008, 2014 und 2020 sein Amt gegen die Kandidaten anderer Parteien verteidigen können. 2020 hatte sich der Sozialdemokrat sogar trotz vier weiterer Bewerber mit 52,6 Prozent der Stimmen bereits im ersten Wahlgang durchgesetzt. CSU-Kandidat Sedlbauer holte damals 18,3 Prozent der Stimmen, gefolgt von Parteifreie-Vertreter Stefan Reischl (14,3 Prozent), Grünen-Kandidat Michael Hörl (9,2 Prozent) und AfD-Kandidat Herbert Schmid (5,6 Prozent).

Nach derzeitigem Stand bewerben sich vier Personen bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 um den Chefsessel im Kolbermoorer Rathaus.
Tritt nach 24 Jahren als Kolbermoors Bürgermeister nicht mehr an: Peter Kloo (SPD).
Christian Morgenroth tritt für die SPD als Bürgermeister-Kandidat an.
Die CSU, hier Ortsvorsitzender Fabian Artmann (rechts), schickt erneut Leonhard Sedlbauer ins Rennen ums Bürgermeisteramt.
Die Kreisvorsitzenden der Parteifreien im Landkreis Georg Huber (rechts) und Christoph Schneider (links) mit Thomas Rothmayer, der für die Parteifreien als Bürgermeister in Kolbermoor kandidiert.
Die Kolbermoorer AfD schickt Christian Demmel ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters.

Bei der kommenden Bürgermeisterwahl am 8. März 2026 werden sich die Wähler dann im Hinblick auf die Kandidaturen fürs Bürgermeisteramt auf ein bekanntes und drei neue Gesichter einstellen müssen. Die Christsozialen hatten bereits Mitte Mai bekannt gegeben, dass sich der 28-jährige Sedlbauer erneut um das Amt des Kolbermoorer Bürgermeisters bewerben wird. Nur wenige Tage später warf dann ein Mann seinen Hut in den Ring, der ebenfalls rund ums Rathaus kein Unbekannter ist: Thomas Rothmayer (40), Leiter des Kolbermoorer Ordnungsamtes, will für die Parteifreien Kolbermoor Amtsinhaber Kloo beerben. Anfang Juli war dann auch klar, wen die Partei des amtierenden Bürgermeisters ins Rennen schickt: Der 50-jährige Christian Morgenroth soll die SPD-Ära im Kolbermoorer Rathaus fortführen.

Wie sieht‘s bei den Grünen und der AfD aus?

Nur wenig später kündigten dann auch Grüne und AfD an, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, wobei sich die Parteien damals noch nicht auf einen Namen festlegen wollten. So hatte bei der AfD deren Vorsitzender Herbert Schmid im Sommer noch mit einer erneuten Kandidatur geliebäugelt, sich jetzt aber „aus Altersgründen“ dagegen entschieden, wie er gegenüber dem OVB betont. „Christian Demmel wird für die AfD als Bürgermeister kandidieren“, verrät Schmid, der für die rechtspopulistische Partei gemeinsam mit Demmel (58) auch im aktuellen Stadtrat vertreten ist. Primäres Ziel sei es, sein Ergebnis aus dem Jahr 2020, das bei 5,6 Prozent lag, deutlich zu toppen. „20 Prozent traue ich unserem Bewerber schon zu“, sagt Schmid. „Erstes Ziel ist, das er in eine Stichwahl kommt. Dann ist alles möglich.“

Außer, dass die Grünen den kommenden Kolbermoorer Bürgermeister stellen werden. „Wir verzichten in Hinblick auf diese Bürgermeisterwahl auf einen eigenen Kandidaten und stecken unsere komplette Energie in den Stadtrats-Wahlkampf“, erklärt Grünen-Sprecher Uwe Reusche gegenüber dem OVB. Grund für den Verzicht sei nicht der Mangel an kompetenten Kandidaten, sondern deren aktuelle berufliche und private Situation: „Dieses Amt lässt sich nur mit voller Energie ausführen“, sagt Reusche. „Unsere möglichen Kandidaten sind derzeit aber so stark eingebunden, dass es aktuell nicht möglich wäre, dieser verantwortungsvollen Aufgabe gerecht zu werden.“

Gibt die Partei nun eine Empfehlung ab?

Ob die Grünen nun eine Empfehlung für einen der anderen Kandidaten abgeben werden, wird sich voraussichtlich in den kommenden Wochen entscheiden. „Nachdem jetzt feststeht, dass wir keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, werden wir uns natürlich die anderen Kandidaten und deren Programme ganz genau anschauen und auch Gespräche führen“, verrät Reusche. Erst dann könne man eine Entscheidung über eine mögliche Unterstützung eines Kandidaten treffen.

Wobei auch noch Bewerber dazukommen könnten, die die Wähler jetzt noch gar nicht auf dem Zettel haben. Schließlich könnten auch Parteien oder politische Vereinigungen, die aktuell nicht im Stadtrat vertreten sind, einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Dazu müssen für einen Kandidaten allerdings 180 wahlberechtigte Kolbermoorer, die sonst auf keinem anderen Wahlvorschlag oder einer Unterstützerliste unterschrieben haben, die Kandidatur mit einer Unterschrift unterstützen.

Wahlvorschläge müssen bis 8. Januar 2026, 18 Uhr, eingereicht werden

Am Donnerstag, 8. Januar 2026, 18 Uhr, wird dann endgültig feststehen, wer wirklich um die Nachfolge von Peter Kloo kandidiert. Denn bis zu diesem Zeitpunkt müssen bei der Stadt die Wahlvorschläge eingereicht werden. Was derzeit übrigens noch gar nicht möglich ist. „Die Parteien beziehungsweise politischen Gruppierungen können erst nach Bekanntmachung der Aufforderung des Wahlleiters zur Einreichung von Wahlvorschlägen wirksam Wahlvorschläge einreichen“, teilte Christian Poitsch, Leiter des Stadtmarketings und Sprecher der Stadt, bereits im Sommer auf OVB-Anfrage mitDiese Bekanntmachung erfolge frühestens am 9. Dezember, spätestens am 25. Dezember 2025

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