Unfall mit drei Autos am Montag (13. Oktober)
„Aggressive Stimmung“: Heftiger Crash – mit heftigen Auswirkungen im Kolbermoorer Berufsverkehr
Ein Unfall, in den drei Autos verwickelt waren, hat am Montag (13. Oktober) im morgendlichen Berufsverkehr zu einem Verkehrschaos in Kolbermoor geführt. Welche Folgen der doppelte Frontal-Zusammenstoß für die Unfallbeteiligten und die Verkehrsteilnehmer hatte.
Kolbermoor – Raus aus dem Wochenende, rein ins Verkehrschaos: Ein schwerer Unfall im morgendlichen Berufsverkehr hat am Montag, 13. Oktober, Verkehrsteilnehmer, die in Kolbermoor unterwegs waren, auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Nach einem Zusammenstoß auf der Staatsstraße 2078, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren, ging‘s rund um die Unfallstelle sowie auf den Umleitungsstrecken stundenlang zumeist nur im Schneckentempo voran. So berichtete beispielsweise ein Autofahrer aus Bad Aibling (55), der in Richtung Rosenheim unterwegs war, dass er von Bad Aibling bis Höhe Kolbermoorer Rathaus rund 75 Minuten benötigt habe.
Was war passiert? Ein 22-jähriger Kolbermoorer war gegen 6.40 Uhr von Rosenheim kommend auf der Staatsstraße 2078 in Kolbermoor unterwegs, als er laut Polizei „aus bislang unbekannten Gründen“ etwa auf Höhe der Einfahrt zur Mittenharter Straße in den Gegenverkehr geriet. Dort stieß der 22-Jährige mit dem Fahrzeug eines entgegenkommenden 51-jährigen Kolbermoorers zusammen. Der Aufprall war so heftig, dass beim Gefährt des 51-Jährigen die Vorderachse brach.
Zwei Frontal-Zusammenstöße binnen weniger Sekunden
Doch damit nicht genug: Auch eine nachfolgende Autofahrerin (61), ebenfalls aus Kolbermoor, kollidierte anschließend frontal mit dem Auto des 22-jährigen Unfallverursachers. Die Frau wurde dabei so schwer verletzt, dass sie stationär in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Der 22-Jährige blieb nach Angaben eines Polizeisprechers der Polizeiinspektion Bad Aibling unverletzt, der 51-Jährige erlitt einen leichten Schock. Zur genauen Schadenshöhe konnten die Ermittler noch keine Angaben machen. Zwei der Fahrzeuge – das Auto des Unfallverursachers sowie das Auto der 61-Jährigen – seien aber nicht mehr reparabel.
Nachdem in der Erstmeldung gegenüber Polizei und Rettungskräften zunächst von einem Zusammenstoß zwischen einem Klein-Lkw und einem Pkw sowie eingeklemmten Personen die Rede war, wurden neben der Polizei nicht nur mehrere Rettungswagen, sondern auch die Feuerwehren aus Kolbermoor, Pullach, Bad Aibling und Rosenheim alarmiert.
„Beim Eintreffen waren glücklicherweise alle Unfallbeteiligten bereits nicht mehr in den Fahrzeugen“, berichtete Armin Hörl, Kommandant der Feuerwehr Kolbermoor, die mit rund 25 Einsatzkräften am Unfallort war. Für den Rettungseinsatz sowie die Aufräumarbeiten – alle drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden – musste die Staatsstraße 2078 in Richtung Rosenheim rund um die Unfallstelle für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden.
Hohes Verkehrsaufkommen zum Zeitpunkt des Unfalls
„Das war natürlich eine sehr unglückliche Uhrzeit, weil das Verkehrsaufkommen extrem hoch gewesen ist“, so Hörl in Hinblick auf die langen Staus, die sich nicht nur auf der Staatsstraße 2078, sondern auch in den Nebenstraßen und auf der Umleitungsstrecke gebildet hatten. Nach Angaben von Hörl seien die Autofahrer aber recht besonnen mit der Situation umgegangen.
Andere Erfahrungen hatte hingegen ein Radfahrer (47) aus Bad Aibling gemacht, der zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme auf dem Weg nach Rosenheim mit seinem Fahrrad durch Kolbermoor gekommen war. „Es war eine ziemlich aggressive Stimmung auf der Straße“, berichtete der Radfahrer. „Da ist unter anderem heftig gehupt worden. Ein völliges Verkehrschaos.“