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Kommunalwahl am 8. März 2026

Die Zeit läuft: So steht‘s um die Bewerbungen fürs Amt des Kolbermoorer Bürgermeisters

Wer bezieht ab Mai 2026 das Büro des Bürgermeisters im Kolbermoorer Rathaus? Diese Frage beantworten die Wähler mit ihrer Stimmabgabe am 8. März 2026.
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Wer bezieht ab Mai 2026 das Büro des Bürgermeisters im Kolbermoorer Rathaus? Diese Frage beantworten die Wähler mit ihrer Stimmabgabe am 8. März 2026.

Wer wird Peter Kloo (SPD) als Bürgermeister von Kolbermoor nachfolgen? Eine Antwort gibt es frühestens am 8. März, spätestens am 22. März 2026. Bis 8. Januar steht zumindest fest, wer seinen Hut in den Ring wirft. Was zwei Kandidaten bereits getan haben. Und weitere drei stehen in den Startlöchern.

Kolbermoor – Ein Fünfkampf um die Nachfolge von Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo (SPD), der das Amt seit fast 24 Jahren inne hat, bei der kommenden Kommunalwahl aber nicht mehr antritt, wird immer wahrscheinlicher: Seit 9. Dezember können die Bewerbungen offiziell bei der Stadt eingereicht werden. Was zwei Kandidaten bereits getan haben. Drei weitere stehen in den Startlöchern, wie aus dem Kolbermoorer Rathaus zu hören ist.

Am Dienstag, 9. Dezember, hatte die Stadt Kolbermoor in ihren Bekanntmachungsschaukästen die Aufforderung des Wahlleiters zur Einreichung von Wahlvorschlägen angeschlagen und damit den Startschuss zur Bewerbungsfrist gegeben. Bis Donnerstag, 8. Januar 2026, 18 Uhr, haben Parteien und politische Gruppierungen nun Zeit, ihre Wahlvorschläge samt notwendigen Unterschriften – in der Regel muss jeder Wahlvorschlag laut Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz (GLKrWG) von zehn Unterschriften Wahlberechtigter begleitet sein – bei der Stadtverwaltung einzureichen.

Was zwei politische Organisationen bereits erledigt haben, wie Christian Poitsch, Stadtmarketingchef und Sprecher der Kommune, gegenüber dem OVB verrät. Denn sowohl die Parteifreien Kolbermoor, die mit Thomas Rothmayer ins Rennen ums Bürgermeisteramt gehen, als auch die AfD, die Christian Demmel das Vertrauen als Bürgermeisterkandidat ausgesprochen hat, wurden bereits in der Stadtverwaltung mit den notwendigen Unterlagen vorstellig.

Weitere Termine im Wahlamt sind bereits vereinbart

Dass die anderen drei potenziellen Bewerber – die SPD will mit Christian Morgenroth ins Rennen gehen, für die CSU bewirbt sich erneut Leonhard Sedlbauer, die Linke hat Johanna Bössl nominiert – den Stichtag 8. Januar 2026 verschlafen könnten, gilt als unwahrscheinlich. Denn nach Angaben von Poitsch sind „drei weitere Abgaben bereits mit dem Wahlamt terminiert“.

Wobei auch der Linken, die bislang nicht im Kolbermoorer Stadtrat vertreten ist, zehn Unterstützerunterschriften reichen, obwohl neue, sogenannte Wahlvorschlagsträger eine an der Einwohnerzahl gestaffelte Anzahl an Unterstützungsunterschriften vorlegen müssten, die in Kolbermoor bei 180 läge.

Ins Kolbermoorer Rathaus wird ab 1. Mai 2026 ein neuer Bürgermeister einziehen.
Die SPD schickt Christian Morgenroth ins Rennen.
Leonhard Sedlbauer (links) von der CSU, hier mit Ortsvorsitzendem Fabian Artmann, bewirbt sich erneut um das Amt des Bürgermeisters.
Die Parteifreien Kolbermoor schicken Thomas Rothmayer (Mitte), hier mit Neubeuerns Bürgermeister Christoph Schneider (links) und Samerbergs Bürgermeister Georg Huber, ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters.
Der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Winhart (rechts) gratuliert seinem Parteikollegen Christian Demmel zur Nominierung als Bürgermeisterkandidat.
Die Linke bewirbt sich erstmals um das Amt des Bürgermeisters von Kolbermoor – und zwar mit Kandidatin Johanna Bössl.

Doch ein Passus im Gesetz entbindet die Linke von dieser Vorgabe, wie Anna-Magdalena Haßkerl, Sprecherin des Bayerischen Innenministeriums, erklärt: „Neue Wahlvorschlagsträger benötigen nur dann keine zusätzlichen Unterstützungsunterschriften, wenn sie bei der letzten Landtagswahl oder bei der letzten Europawahl mindestens fünf Prozent der im Bundesland Bayern insgesamt abgegebenen gültigen Stimmen oder bei der letzten Bundestagswahl mindestens fünf Prozent der im Bundesland Bayern abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten haben.“ Eine Hürde, die die Partei mit 5,7 Prozent bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 genommen hat.

Stichwahl würde am 22. März 2026 stattfinden

So ist nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass die Wähler in Kolbermoor am Sonntag, 8. März 2026, fünf Namen auf dem Stimmzettel zur Wahl des Bürgermeisters stehen haben werden. Dass nach der Auszählung allerdings bereits feststeht, wer am 1. Mai seinen Job als neuer Bürgermeister von Kolbermoor antritt, ist keineswegs sicher. Denn dafür müsste ein Kandidat mindestens die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Ist das nicht der Fall, dann werden die Wähler zwei Wochen später – am Sonntag, 22. März 2026 – zur Stichwahl gerufen. Dort werden dann nur noch die beiden Kandidaten zur Wahl stehen, die beim ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten hatten.

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