Vertrag mit Pächterin nicht verlängert
Kolbermoorer Freibad startet am 1. Mai in die Saison: Gibt‘s mittlerweile einen Kiosk-Pächter?
Am Freitag, 1. Mai, startet das Kolbermoorer Freibad in die neue Saison. Was die Eröffnung noch verhindern könnte und wie es mit der Suche nach einem Pächter für den Freibad-Kiosk aussieht, hat Stadtmarketingchef Christian Poitsch gegenüber dem OVB verraten.
Kolbermoor – Höchste Zeit, die Bikinis und Badehosen aus dem Schrank zu holen: Nur noch wenige Tage, dann wird das Kolbermoorer Freibad an der Oberen Mangfallstraße 10 die Saison einläuten. „Ja, wir machen am 1. Mai auf“, sagt Christian Poitsch, Stadtmarketingchef und Sprecher der Stadt. Einzige – wohl nicht ganz ernst gemeinte – Einschränkung: „Außer es schneit.“ Danach sieht es aber nicht aus. Stand Freitag (17. April) prognostizierte das Wetterportal wetter.com in seinem 16-Tage-Trend für Kolbermoor am Eröffnungstag Freitag, 1. Mai, überwiegend sonniges Wetter mit Temperaturen knapp unter der 20-Grad-Marke.
Ob Regen oder Sonnenschein – das Team des Kolbermoorer Freibads ist auf jeden Fall für den Saisonstart gerüstet. So haben Angestellte der Stadt in den vergangenen Wochen nach Angaben der Stadtverwaltung die Technik in Schuss gebracht und winterbedingte Mängel beseitigt, damit dem Badespaß nichts entgegensteht. Außergewöhnliche Reparaturarbeiten hat es dabei nach Angaben von Poitsch nicht gegeben: „Außer, dass – wie mittlerweile fast jedes Jahr – heuer noch mehr Fliesen ersetzt werden mussten.“
Saisontickets ab sofort erhältlich
Mittlerweile ist auch der Dauerkarten-Verkauf für die neue Freibad-Saison in Kolbermoor gestartet. Die Saisonkarte kostet heuer 75 Euro, Kinder zahlen 25 Euro, die ermäßigte Saisonkarte, beispielsweise für Rentner, kostet 60 Euro. Zudem bietet die Stadt eine Familien-Saisonkarte für 100 Euro sowie eine Ehrenamt-Saisonkarte für 48 Euro an. Die Zwölfer-Karte kostet 35 Euro für Erwachsene, 8 Euro für Kinder, 25 Euro bei einer berechtigten Ermäßigung und 20 Euro für Ehrenamtler. Die Stadt weist darauf hin, dass beim Kauf aller ermäßigten Karten zwingend ein Berechtigungsnachweis erforderlich ist. Für den Erwerb sämtlicher Saisonkarten ist zudem ein gültiges Ausweisdokument sowie ein aktuelles Passfoto vonnöten.
Wer keine Saison- oder Mehrfachkarten erwerben will, zahlt als Erwachsener und Jugendlicher ab 16 Jahren 3,50 Euro als Eintrittspreis. Ab 17.30 Uhr kommen Erwachsene für den ermäßigten Preis für 2,50 Euro ins Schwimmbad, der sonst für schwerbehinderte Menschen ab 50 Prozent Erwerbsminderung, Rentner, Senioren ab 60 Jahren, Schüler und Studenten mit Ausweis gilt. Kinder zwischen 6 und 15 Jahren zahlen einen Euro, für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei.
In Kombination mit einer gültigen Saisonkarte kann im Bürgerbüro der Stadt zudem ein Schließfach angemietet werden. Für ein kleines Schließfach werden 35 Euro, für ein großes Schließfach 45 Euro fällig. Das Anmieten der Schließfächer ist bis 29. April im Bürgerbüro möglich. Ab dem Eröffnungstag können noch verfügbare Schließfächer direkt am Freibad angemietet werden.
Positive Nachrichten gibt es in puncto Personaldecke: Nach Angaben der Stadt sehe es dort „momentan besser“ aus, weshalb das Freibad auch wieder um eine Stunde früher öffnen könne, als noch im Mai 2025. Damals hatten personalbedingt verkürzte Öffnungszeiten für Frust bei manchen Gästen des Freibads gesorgt. Derzeit plant die Stadt, das Kolbermoorer Freibad mit seinen drei Schwimmbecken täglich von 8.30 bis 19 Uhr zu öffnen.
Bleibt noch die Frage, ob sich die Freibadbesucher dann ihre Brotzeit selbst mitbringen müssen. Denn die Stadt hatte nach zwei Jahren den Pachtvertrag mit der bisherigen Kiosk-Betreiberin Sabahat Kayisoglu nicht verlängert. Zunächst hatte die Kommune diesen Schritt mit der Suche nach „innovativen Konzepten“ für den Kiosk begründet. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass das Verhältnis der beiden Parteien aufgrund gegenseitiger Vorwürfe erheblich belastet war.
Doch die Freibadbesucher müssen künftig nicht auf Eis, erfrischende Getränke und die beliebten Freibad-Pommes verzichten, wie Stadtsprecher Poitsch verrät: „Wir haben einen neuen Pächter.“ Paramjit Krishan heißt der Mann, der gemeinsam mit seiner Frau Arezo Krishan das leibliche Wohl der Besucher sicherstellen will. Krishan, der in Österreich aufgewachsen ist, kann als gelernter Koch, der seine Ausbildung in einem Vier-Sterne-Hotel absolviert hatte, auf fast 30 Jahre Erfahrung in der Gastronomie zurückblicken. „Für uns ist das eine tolle Gelegenheit, zumal wir gleich um die Ecke wohnen“, sagt Paramjit Krishan gegenüber dem OVB. „Wir freuen uns sehr auf diese Aufgabe.“

