Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Krippen und Kindergärten in Südostbayern

Kostenfresser Kita-Gebühren: Gravierende Unterschiede in der Region – wo Eltern am meisten zahlen

Die Kosten für einen Krippen- oder Kindergartenplatz in der Region gehen teilweise weit auseinander, in einigen Gemeinden müssen Eltern sogar deutlich weniger bezahlen.
+
Die Kosten für einen Krippen- oder Kindergartenplatz in der Region gehen teilweise weit auseinander, in einigen Gemeinden müssen Eltern sogar deutlich weniger bezahlen.

Wer auf der Suche nach einem Kita-Platz für sein Kind ist, steht vor zwei Hürden: den geeigneten, freien Platz zu finden und die Finanzierung. Denn gute Kinderbetreuung kostet Geld. Entscheidend dabei ist auch der Wohnort. Wie viel Eltern in der Region für Krippe und Kindergarten bezahlen müssen.

Hier geht es direkt zu den Gebühren der einzelnen Landkreise:

Rosenheim/Wasserburg/Mangfalltal/Traunstein/Mühldorf/Altötting/Berchtesgadener Land – Kita-Plätze sind zurzeit vielerorts nicht nur Mangelware, sondern kosten auch richtig Geld. Wie viel die Eltern berappen müssen, damit ihr Kind halb- oder ganztags betreut wird, ist dabei sehr unterschiedlich. Das hängt unter anderem vom Alter der Sprösslinge, der Anzahl der Kinder oder auch dem Betreuungsumfang ab. Vor allem aber auch vom Wohnort. In Südostbayern mit den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land variieren die Kita-Kosten teils stark.

Vergleich der einzelnen Kommunen eins zu eins schwer möglich

Ein direkter Vergleich der Gemeinden gestaltet sich allerdings als schwierig. In vielen Kommunen gibt es unterschiedliche Betreuungsformen sowie Mindestbetreuungszeiten. Zusätzlich kommen in manchen Einrichtungen noch Spiel- und Essensgeld zu den Gebühren dazu. In der Stadt Rosenheim müssen Eltern so zum Beispiel für ein Kind, das vier bis fünf Stunden in der Krippe bleibt, 406 Euro bezahlen. Am ganzen Tag werden 554 monatlich fällig. En Platz im Kindergarten kostet Eltern für den ganzen Tag 224 Euro, der halbe Tag liegt bei 164 Euro. Hinzu kommen knapp 100 Euro für das Mittagessen.

Im Landkreis Rosenheim ist es im Schnitt etwas günstiger. In Raubling müssen Eltern für eine vier- bis fünfstündige Betreuung in der Krippe 195 Euro bezahlen, im Kindergarten sind es 113 Euro. Ein ganzer Tag (sieben bis acht Stunden) kostet 261 und 152 Euro, teilt die Gemeinde auf OVB-Anfrage mit. Auch in Achenmühle sind die Kitagebühren eher unter dem Schnitt – besonders bei der Krippe. Drei bis vier Stunden kosten dort 149 Euro, bei über neun Stunden sind es rund 237 Euro.

Große Unterschiede im Landkreis Rosenheim

Teurer ist es hingegen in Großkarolinenfeld und Aschau im Chiemgau. Die Gemeinden liegen am oberen Ende im Landkreis. Wer in Großkaro eine Betreuung für ein Kind unter drei Jahren braucht, zahlt für drei bis vier Stunden in der Krippe 325 Euro, für den ganzen Tag 524 Euro. In Aschau kostet in Krippenplatz 296 Euro (drei bis vier Stunden) und 446 Euro (acht bis neun Stunden). Günstiger ist in Aschau die Betreuung der über Dreijährigen. Für ein Kind, das nur den halben Tag im Kindergarten bleibt, zahlen Eltern 156 Euro. Bei acht bis neun Stunden sind es 236 Euro. In Großkaro sind es hingegen 192 Euro für vier bis fünf Stunden. Wenn das Kind über acht Stunden dort ist, müssen 282 Euro bezahlt werden.

Ansonsten befinden sich die Gemeinden im Landkreis Rosenheim auf einem ähnlichen Niveau. Kleiner Ausreißer ist dabei noch Schechen, wo die Gebühren ab September – 305 Euro (drei bis vier Stunden) und 462 Euro (acht bis neun Stunden) für die Krippe, 174 und 273 Euro im Kindergarten – steigen.

Gemeinden um den Chiemsee mit teils ähnlichen Gebühren

In den Gemeinden um den Chiemsee müssen Eltern in Bernau für eine vier- bis fünfstündige Betreuung in der Krippe 310 Euro zahlen, in Bad Endorf 220 Euro und in Prien 266 Euro. Für einen ganzen Tag fallen rund 350 Euro, in Bernau 405 Euro, da die Kinder neun bis zehn Stunden betreut werden. In Rimsting kostet der ganze Tag (acht bis neun Stunden) mit 478 Euro etwas mehr. Für einen Kindergartenplatz werden für einen Tag in diesen Gemeinden im Schnitt rund 180 Euro fällig. Rimsting liegt auch hier leicht darüber. Für den halben Tag sind es im Schnitt ungefähr 140 Euro.

Gravierende Unterschiede im Landkreis Traunstein

Im Landkreis Traunstein sind die Unterschiede bei den Kosten für Kinderbetreuung hingegen gravierend – bis zu 5000 Euro pro Jahr trennen die teuerste von der günstigsten Kommune. Die Krippenplätze sind besonders teuer in Surberg (480 Euro/Monat), während Fridolfing mit nur 75 Euro für einen Ganztagsplatz mit Abstand am günstigsten ist. Insgesamt liegt der Durchschnitt im Landkreis bei rund 330 Euro für einen Krippen-Ganztagsplatz.

Im Kindergartenbereich zeigt sich ein ähnliches Bild: Während Reit im Winkl, Taching und Surberg Spitzenpreise von über 300 Euro verlangen, kommt man in Altenmarkt an der Alz mit 90 Euro für einen Ganztagsplatz deutlich günstiger davon. Der Mittelwert im Landkreis liegt hier bei rund 207 Euro.

Diskussionen im Wasserburger

Im Wasserburger Land sind die Gebühren für Krippenplätze bei einer Betreuungszeit von acht bis neun Stunden in Ramerberg (363,50 Euro), Griesstätt (370 Euro), Rott (370 Euro), Edling (368 Euro) und Babensham (365 Euro) am höchsten. Beim Kindergartenplatz sieht die Lage in Babensham gleich anders aus: Dort befindet sich einer der kostengünstigsten Kindergärten. Vier bis fünf Stunden Betreuungszeit schlagen mit monatlich 126 Euro zu Buche, bei sieben bis acht Stunden sind es 160,50 Euro.

Beim OVB/OVB24-Themenschwerpunkt „Leben und Lernen“ gibt es einen Überblick über die Kita-Situation in der Region.

Auch in Albaching und Pfaffing sind die Gebühren für einen Kindergartenplatz erschwinglich: für vier bis fünf Stunden sind es 100 Euro, für neun bis zehn Stunden sind es 150 Euro pro Kind. Allerdings werden die Gebühren bis zum Herbst um rund zehn bis 15 Euro angehoben. Die kostspieligsten Kindergartenplätze bei einer Betreuungszeit von acht bis neun Stunden befinden sich in Soyen (191 Euro), Rott (207 Euro), Griesstätt (207 Euro) und Ramerberg (217,50 Euro).

In Wasserburg wurde jüngst im Stadtrat hitzig über Kita-Gebühren diskutiert, da die Kinderbetreuung laut Bürgermeister Michael Kölbl „hochdefizitär“ ist. Eine Entscheidung zur Erhöhung der Gebühren wurde vertagt, scheint aber unumgänglich. Erziehungsberechtigte in Wasserburg zahlen zurzeit für einen Kindergartenplatz bei acht bis neun Stunden 165 Euro, für einen Krippenplatz 312 Euro bei derselben Zeit. Damit liegt die Kommune im mittleren Kostensegment, was die Gebühren im Altlandkreis Wasserburg betrifft.

Damit ihre Kinder betreut werden, müssen Eltern teilweise tief in Tasche greifen.

Einige Preisanpassungen im Mangfalltal

Im Mangfalltal sieht es von den Gebühren her in den fünf Kommunen des Altlandkreises Bad Aibling teilweise recht unterschiedlich aus. Das liegt zum Teil allerdings auch daran, dass einige erst zum neuen Kindergartenjahr ab 1. September 2025 die Gebühren erhöhen, andere die Tarife aber bereits angehoben haben.

So bietet die Marktgemeinde Bruckmühl bei einer Mindestbetreuungszeit von drei bis vier Stunden in der Krippe aktuell mit 258 Euro ein günstigeres Angebot, wird aber ab September ebenfalls mit den Kosten hinauf gehen, während Feldkirchen-Westerham für den gleichen Betreuungszeitraum 226 Euro angibt und in Tuntenhausen für eine Mindestbetreuung von vier bis fünf Stunden künftig 324 Euro anfallen.

Bei den Gebühren in den Kindergärten sieht es ähnlich aus. In Bruckmühl liegt die Gebühr für drei bis vier Stunden derzeit noch bei 83,60 Euro (Erhöhung ab September), in Bad Feilnbach für den Betreuungszeitraum bei 159 Euro sowie in der Stadt Kolbermoor (ab 1. September 2025) 164 Euro. Die Stadt Bad Aibling veranschlagt bei einer Mindestbuchungszeit von einer Stunde 125 Euro.

Variierende Kosten im Landkreis Mühldorf

Fast genauso so hoch ist der günstigste Kindergartenplatz im Landkreis Mühldorf. Die Betreuung im Kindergarten ist dort aufgrund des niedrigeren Personalschlüssels preiswerter, sie liegen im Landkreis Mühldorf zwischen 124 Euro in Jettenbach und 245 Euro in Haag. Wer sein Kind nur kurze Zeit betreuen lassen will, muss zwischen 103 Euro in Jettenbach und 150 Euro in Mettenheim bezahlen, wofür es aber vier Stunden Kindergartenzeit gibt.

Generell gilt: Im Landkreis Mühldorf variieren die Kosten für Kinderbetreuung stark. Je nach Kommune zahlen Eltern für die längstmögliche Betreuung ihrer Kinder mehr als 370 Euro monatlich für Krippenplätze, am unteren Ende werden nur 184 gezahlt. Die höchsten Gebühren fallen in Ampfing, Obertaufkirchen und Schwindegg an, während Unterreit und Jettenbach deutlich günstiger sind. Dort gibt es die Betreuung schon ab 113 Euro, dann sind die Kinder aber auch nur eine oder zwei Stunden am Tag in den Händen des Fachpersonals.

Ähnliches Bild mit unterschiedlichen Preisen im Landkreis Altötting

Auch im Landkreis Altötting variieren die Gebühren für Kita-Plätze zum Teil erheblich: So liegen die monatlichen Kosten für einen Krippenplatz im Landkreis Altötting im Schnitt zwischen 125 und 425 Euro sowie für einen Kindergartenplatz zwischen 115 und 298 Euro. Während Eltern in Stammham nur 125 bis 255 Euro für die Krippe zahlen, verlangt die Gemeinde Mehring zwischen 268 und 337 Euro – ein Unterschied von über 200 Euro im Monat. Auch bei den Kindergartengebühren zeigen sich große Preisspannen: In Burgkirchen kann die Gebühr bis zu 259 Euro betragen, in Stammham dagegen maximal 165 Euro.

Preisschere geht im Berchtesgadener Land bei den Krippenplätzen auseinander

Im Landkreis Berchtesgadener klafft besonders bei den Krippenplätzen die Preisschere weit auseinander: Während Eltern in Bad Reichenhall bis zu 449 Euro pro Monat zahlen, kommt man in Schönau am Königssee mit nur 211 Euro für einen Ganztagsplatz aus. Auch Berchtesgaden punktet mit vergleichsweise günstigen Preisen und einem gut ausgebauten Platzangebot.

Beim Kindergarten ist das Bild ähnlich: Im nördlichen Landkreis – etwa in Laufen oder Freilassing – zahlen Familien teils deutlich mehr als in südlichen Gemeinden wie Schönau, Berchtesgaden oder Saaldorf-Surheim. Der Landkreisdurchschnitt für einen Ganztags-Kindergartenplatz liegt bei rund 172 Euro, die tatsächlichen Beiträge schwanken aber zwischen 133 und 230 Euro.

Kommentare