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Nach Schwarzbau-Streit

Aufatmen in Großkarolinenfeld? So steht es um die Blockade des Waldwegs nach Kolbermoor

Nichts geht mehr: Schwere Betonblöcke hindern Fußgänger und Radfahrer daran, diese Verbindung zwischen Großkarolinenfeld und Kolbermoor zu nutzen.
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Schwere Betonblöcke haben Fußgänger und Radfahrer daran gehindert, diese Verbindung zwischen Großkarolinenfeld und Kolbermoor zu nutzen.

Einigen Kolbermoorern und Leuten aus Großkarolinenfeld wird es aufgefallen sein: Der beliebte Rad- und Waldweg zwischen Großkarolinenfeld und Kolbermoor war durch Betonblöcke blockiert. Jetzt ist Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Das sind die Hintergründe und so steht es um den Weg.

Großkarolinenfeld – Joggern und Radfahrern wird in den letzten Wochen aufgefallen sein, dass der viel benutzte Wald- und Fußgängerweg von Großkarolinenfeld nach Kolbermoor durch Betonblöcke blockiert wurde. Grund dafür war ein jahrelanger Streit zwischen den Grundstücksbesitzern und dem Landratsamt Rosenheim. Jetzt kommt Bewegung in den Fall.

Vor knapp zwei Wochen war das OVB vor Ort – direkt an der Blockade. Bei Gesprächen mit Passanten zeigte sich, dass viele die Hintergründe nachvollziehen konnten, die zur Aufstellung der Betonblöcke führten. Eine zentrale Rolle spielte ein 15 Jahre alter Stadl. Diesen hatte Grundstückbesitzerin Monika Engl damals neu errichtet, da der vorherige Stadl heruntergekommen war. Dafür gab es allerdings keine Baugenehmigung. Deshalb soll der Stadl nun abgerissen werden, nach über zehn Jahren Konflikt zwischen Landratsamt und Grundstücksbesitzer.

Eine nachträgliche Legalisierung sei auch nicht möglich, erklärte Kreisbaumeister Rupert Seeholzer auf OVB-Anfrage. Der Grund: Der Stadl befände sich in der Filze und dies sei ein sensibler Bereich. So kündigte Seeholzer auch an, dass bereits eine Anhörung bezüglich der Beton-Blockade in Auftrag sei, da auch diese in der freien Natur nicht zulässig sei.

Freie Bahn: Der beliebte Fuß- und Waldweg ist wieder begeh- und befahrbar.

Inzwischen hat sich die Lage geändert. Monika Engl hat ihre Blockade wieder abgebaut. Dazu kam es, da der Bürgermeisterkandidat Thomas Rothmayer auf Familie Engel zugekommen ist. Er habe vernünftig mit ihr gesprochen und das Für und Wider aufgeführt – was sie schlussendlich überzeugte. Laut Engl sei es Rothmayers Verdienst, dass der Fuß- und Radweg wieder offen ist. Vom Landratsamt sei sie bis dahin nicht angesprochen worden, obwohl dieses die Situation überprüfen wollte.

Den aktuellen Stand um die Blockade in Großkarolinenfeld hat das Landratsamt jedoch laut eigener Aussage im Blick. „Die Blockade ist nach unserer Kenntnis nur teilweise entfernt worden. Die Grundstücksbesitzer sind daher immer noch aufgefordert, die baulichen Anlagen zu entfernen“, teilte das Landratsamt auf OVB-Anfrage mit. Zudem sei den Grundstücksbesitzern die vor zwei Wochen angekündigte Anhörung bezüglich der Blockade geschickt worden.

Der Vermittler in diesem Konflikt war Thomas Rothmayer. Als Leiter des Ordnungsamts der Stadt Kolbermoor sei ihm die ganze Thematik natürlich bewusst gewesen, jedoch konnte er beruflich keinen Einfluss nehmen. Also suchte er das Gespräch. „Ich kenne die Familie Engl schon seit längerer Zeit. Ich wollte die Hintergründe erfahren, die zur Schließung des Weges geführt haben“, erklärt er. Am Ende trug er entscheidend zur Öffnung des Weges bei. „Ich freue mich sehr, dass durch das unbürokratische Gespräch auf Augenhöhe eine Nutzung des Weges wieder möglich ist“, sagt er.

Ein paar Überreste stehen noch von der Blockade – aber der Weg ist frei.

Der Weg ist nun wieder frei. Dem Stadl hat es am Ende nicht geholfen, denn er wird trotzdem abgerissen. „Wenn der Stadl restlos, zum Beispiel inklusive Fundament, beseitigt wird, dann wäre die Sache damit für das Landratsamt und die Grundstücksbesitzer erledigt“, teilt das Landratsamt mit. Somit kehrt bei einem vollständigen Abriss wieder Ruhe ein, für alle Beteiligten.

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