Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Rosenheimer Wiesn-Streiflichter

Starbulls-Show mit Nostalgie-Faktor auf dem Herbstfest – und ein Roller verabschiedet sich

wiesn25 starbulls
+
Das macht Lust auf die Saison: Die Starbulls zogen auf dem Herbstfest eine große Show ab.

Starbulls und Grillhendl – zwei Klassiker auf dem Rosenheimer Herbstfest. Das baldige Wiedersehen mit der Düsseldorfer EG verlieh dem Auftritt des Eishockey-Teams eine Portion Nostalgie. Zudem widmen sich die neuen Streiflichter dem „Gniabiesla“ und einem flotten Roller, der nach Glonn fährt.

Hoher Stock und Brezn-Forechecking in der Bierburg

Rosenheim – „Am Vormittag haben wir hart trainiert, dafür dürfen die Burschen jetzt einen zünftigen Wiesnabend genießen“, betonte Starbulls-Chefcoach Jari Pasanen beim Besuch der Rosenheimer Eishockey-Spieler im Flötzinger-Festzelt: „Teambuilding und Heimatkunde der besten Art, speziell für die neuen Spieler“, lobte der Wiesnigel Ignaz.

Den Starbulls machte der Ausflug in die Wiesn-Welt sichtlich Spaß. Und sie sind schon gut in Form. Jedenfalls gingen Flügelstürmer Ville Järvelainen (32) und Torwart Oskar Autio (25) als finnisches Breznverkäufer-Duo gleich entschlossen ins Powerplay. Sie verkauften ihre reschen Brezn nicht nur in der neutralen Zone, sondern auch in der Box.

Auf der Bühne sammelten mit hohem Stock – dort erlaubt – Skorerpunkte: der neue Deutschkanadier Scott Feser (29), Dominik Kolb (28), Jordan Taupert (27), auch neu, sowie Max Vollmayer (29). Sie schwangen beim Dirigieren der Dreder Musi zu „Hulapalu“ von Andreas Gabalier so leidenschaftlich die Taktstöcke, dass beste Stimmung aufkam. Per Online-Abstimmung hatten zuvor die Starbulls-Fans dieses Dirigenten-Quartett auserkoren. „Ein toller Abend, eine gute Basis für eine tolle Saison“, schwärmte Scott Feser bei seinem ersten „großen“ Auftritt in Oberbayern.

Die Starbulls auf der Wiesn: Mitspieler und Fans feuerten das Dirigenten-Quartett vor der Bühne an.

Das Maskottchen „Wacki“ hielt sich indessen auf der Bühne brav im Hintergrund und nahm niemanden auf die Hörner. Das hebt man sich für den Saisonstart in der DEL 2 auf – ein wahrer Kracher, denn am 19. September geht es im Rofa-Stadion ausgerechnet gegen die Düsseldorfer EG, in den 80ern das Duell schlechthin im deutschen Eishockey.

Kein Wunder also, dass der Wiesnigel Ignaz nach dem Genuss von ein paar Mass Bier „alkoholmassig“ die blaue Linie weit überschritt und sich in einem abstrus-nostalgischen Traum von alten glorreichen Eishockeytagen verlor.

Unbekummert scharfe Maidln blumig anlechln und die Berwangern herbusseln...

Er träumte von Zeiten, als Zachpreller, Friesen und Fischer noch Kölner Haie jagten, als das Team noch mit Top-Starsis gespickt war, die wahre Pouzarenritte hinlegten, jedes Schiffl schaukelten und Sherven wie Drahtseile hatten;
als die Starbulls noch einem Mastersplan folgten, der SBR im Eishockey erste Ahne war und es den Gegnern nicht ganz „koschei“ war, wenn sie in Rosenheim antrattnern mussten;
als Adlmaier sehr wohl verpflichtete und selbst im Blutzucker ein Rosenheimer Eishockey-Held steckte;
als die Burschen Braten-Reindl verspeisten, Festmörzen tranken, Lose am Glückshöfner kauften, auf den „Hau den Lukac“ hämmerten und unbekummert scharfe Maidln blumig anlechlten, bevor sie ihnen die Berwangern herbusselten;
als der Franz noch nicht am Wiesntor zu finden war, sondern auf dem Eis, als es noch Spielerverträge ohne Klauseln gab und kein Wacki-Leaks – und im Radio keine Frühaufdreher, sondern Baldaufdreher, die schon am Mikrofon saßen, wenn die letzten Spätheimkammerer mit einem Betzn Rausch zur Reilway-Station hilgerten. Ja, das waren noch Spätsommer!

Hinweis: Den Traum bitte nicht zu bierernst nehmen, er ist etwas für echte Starbulls-Fans. Darin sind die Namen von 32 Rosenheimer Eishockey-Legenden versteckt. Viel Spaß beim Suchen! Die Auflösung folgt in den nächsten Wiesn-Streiflichtern.

Glückshafen: Erster Roller nach Glonn

Diesen Roller hat Franziska Kriechbaumer aus Glonn abgeräumt. Christoph Sollinger (rechts) vom Organisationsteam des Glückshafens gratuliert herzlich.

Zum Wiesn-Ausklang noch zum Loskauf an den Glückshafen; zehn Lose, davon ein Serien-Gewinn und eine Nummer. Erstmal nichts Ungewöhnliches. Doch als Franziska Kriechbaumer aus Glonn erfuhr, welche Nummer sie aus der Losschüssel gezogen hat, da war die Freude riesengroß: Es war der erste von zwei Rollern, die es am Glückshafen zu gewinnen gibt; ein schnittiger weißer E-Roller im Wert von 3000 Euro – und das für fünf Euro! Da kann man nur gratulieren. Für eine gut gefüllte Gewinn-Tribüne am Glückshafen ist auch weiter gesorgt. „Es gibt noch einen zweiten Roller“, so Christoph Sollinger vom Organisationsteam des Glückshafens, „und viele tolle Hauptgewinne: Flachbildfernseher, Fahrräder, Haushaltsgeräte, Werkzeuge und mehr.“ Sicher ist jedem Loskäufer ein Dankeschön für die Unterstützung der Waisenhausstiftung Rosenheim.

Festwirte verraten: Brathendl bleibt der Wiesn-Hit, Currywurst und Kaspressknödel im Kommen

„Mmmmmhhh, schmeggd des guad!“ Beim Schlemmen auf der Wiesn lassen sich 2025 viele hungrige Besucher auf keine Experimente ein und setzen auf altbewährte Klassiker.

Gefragt nach den kulinarischen Wiesn-Hits, muss der Auerbräu-Festwirt Werner Heinrichsberger aus Aschau nicht lange überlegen: Brathendl, Schweinsbraten – und dann kommt schon die Currywurst. Speziell für junge Leute sei sie ein günstiges und vollwertiges Essen auf der Karte: „Du wirst gscheid satt und hast einen Berg Pommes dabei“, lacht Heinrichsberger. Die Würstl bezieht er beim heimischen Metzger, direkt aus Aschau: „Für mich die besten Currywürstl weit und breit. Die esse ich auch sehr gern.“

Aus der Region frisch auf den Wiesntisch: Auer-Festwirt Werner Heinrichsberger.

Auch sonst kommen die Speisen aus der Region: Drei Metzger – zwei aus Rosenheim, einer aus Aschau – beliefern den Festwirt schnell, direkt und zuverlässig mit bester Ware.

Grillhendl – ein Wiesn-Klassiker, auch für Flötzinger-Festwirt Andi Schmidt.

Genauso ist es bei Andreas Schmidt, Festwirt im Flötzinger-Festzelt: „Die Nummer eins ist auch 2025 definitiv das Hendl – auch für mich selbst das erste, was ich probiere.“ Nummer zwei: Schweinsbraten, „klassisch bayerisch serviert, mit Flötzinger-Biersoße, Semmelknödel und Schmorgemüse einfach ein unwiderstehliches Gericht.“

Eine klare Nummer drei zeichnet sich im Flötzinger-Festzelt nicht ab. Gefragte Klassiker: Schnitzel, Wurstsalat, Bierkutscher-Gulasch, Schweinswürstel. „Aber es könnte auch der Kaspressknödel sein.“ Gut im Rennen auch hier: die Currywurst. „Die hausgemachte Soße dazu wird nach einem Geheimrezept gemacht“, so Schmidt, der seine Waren ebenfalls regional von Rosenheimer Metzgern bezieht: „Unsere guten Rosenheimer Metzger und Bäcker bieten eine ganz andere Qualität als Produkte aus der Billigtheke.“

Gniabiesla, Oide Schäsn, Haumdaucha

Boarisch schimpfen gehört zur Wiesn wie die Mass Bier. Damit alle mitreden können, erklären die Wiesn-Streiflichter täglich einige bajuwarische Kraftausdrücke – auf der Grundlage des Buchs „Loamsiada, Doagaff, Siasskasa“ – Bairische Schimpfnamen“ des Karikaturisten Hans Reiser, erhältlich auch in allen Geschäftsstellen der OVB-Heimatzeitungen.

Der Gniabiesla, gezeichnet von Hans Reiser.

Heute geht es mit diesen Begriffen weiter:
Gniabiesla (Gnia = Knie; Biesla = Pinkler): jemand, der den Bogen noch nicht raus hat;
Hundling, wuida Hund: gewiefter, risikofreudiger Bursch, ein Bazi und Draufgänger;
Oide Schäsn (Schäsn = Chaise, Pferdekutsche): alte, aufgetakelte Frau;
Haumdaucha (Haubentaucher = Wasservogel): jemand, der nicht sonderlich clever oder logisch handelt;
Gschwoischädl (gschwoin = geschwollen): eingebildeter, protziger und großkotziger Mensch.

Die Wiesn – so schön bunt und rätselhaft: Promi- und Bayernkenner gewinnen 3x2 Biermarkerl

Ja, so einfach ist es gar nicht gewesen – unser kleines Wiesn-Rätsel für Promi- und Bayernkenner. Gesucht waren: Arnold Schwarzenegger, Rod Stewart, Stefan Raab, Mr. Bean, Tina Turner, Frauenkirche mit Micky Maus, Verona Pooth (Feldbusch), Dieter Bohlen, Walhalla bei Donaustauf, Angelina Jolie, Franz Beckenbauer, Festung Marienberg in Würzburg, Oliver Kahn, Harald Glööckler. 3x2 Biermarkerl haben gewonnen: Theresia und Franz Schano aus Schalldorf, Gemeinde Emmering; Martina Lechner aus Haag; Brigitte Hamberger aus Frasdorf. Prost!

Von Arnold bis Kaiser Franz: die Kulissenpromis auf der Wiesn.

Kommentare