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Großkarolinenfelder Gemeinderat auf Tour

Sanierung oder Zebrastreifen? Welche Lösung es für die Buckelpiste Karolinenplatz gibt

Der Karolinenplatz in Großkarolinenfeld ist in einem miserablen Zustand.
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Der Karolinenplatz in Großkarolinenfeld ist in einem miserablen Zustand. Der Gemeinderat begutachtete jetzt vor Ort, ob kurzfristige Lösungen machbar sind oder die Gemeinde auf Fördermittel warten sollte.

Die Ortsdurchfahrt am Karolinenplatz hält die Großkarolinenfelder Gemeinderäte auf Trab. Bei einer Ortsbegehung haben sie sich nun den Bereich genau angesehen, um über Sanierungsvarianten zu entscheiden.

Großkarolinenfeld – Die letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause begann mit einem Vor-Ort-Termin. Erster Treffpunkt war an der Einfahrt zum Volksfestplatz, direkt an der Bahn-Unterführung. Während sich die Gemeinderäte auf dem engen Gehsteig drängten, wurden die Probleme ersichtlich: Viel Verkehr aus Fußgängern, Rad- und Autofahrern muss mit buckeligem Straßenbelag und teils ausbrechenden Randsteinen klarkommen.

Ein Zebrastreifen für mehr Sicherheit

„Auslöser war der Antrag der Fraktion der Parteilosen Wählergemeinschaft (PLW) auf einen Zebrastreifen zwischen altem Rathaus und katholischer Kirche“, erläuterte Bürgermeister Bernd Fessler (parteifrei). Dann habe man überlegt, ob man nicht dabei auch die Straße herrichte. Allerdings gebe es bereits eine Feinplanung zur „grünen Mitte“ für diesen Bereich.

Zwischen dem alten Rathaus auf der einen und der katholischen Kirche auf der anderen Seite soll ein Fußgängerüberweg entstehen. Der Gemeinderat begutachtete die Lage des Zebra-Streifens.

ISEK lässt auf Fördermittel hoffen

Zudem laufe das städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK. Hierbei spekuliert die Gemeinde darauf, für die Sanierung der Ortsmitte Gelder aus der Städtebauförderung zu bekommen. Allerdings sei das zeitnah nicht absehbar. Saniere man die Straße jetzt, müsse man das wahrscheinlich auf eigene Kosten tun. Bauamtsleiter Markus Czaja ergänzte, dass es bereits in einer Bürgerversammlung einen Antrag gegeben habe, Kosten für einen Zebrastreifen zu ermitteln. Das hat die Verwaltung gemacht: Wenn man nur einen Fußgängerüberweg errichte, sei mit rund 33.000 Euro zu rechnen.

Da mehrere Varianten zur Diskussion standen, begutachteten die Gemeinderäte auch den Bereich vom alten Rathaus bis zur Ampel an der Karolinenkirche. Danach ging es zurück in den Sitzungssaal, wo weiter beratschlagt wurde.

Ortsmitte hat keine Priorität

Dritter Bürgermeister Roman Hörfurter (PLW) fragte nach dem Zeitrahmen der ersten ISEK-Phase. Man sei mittendrin, werde in diesem Jahr aber wahrscheinlich nicht fertig, erläuterte Bauamtsleiter Czaja. Außerdem gehöre die Gestaltung des Ortszentrums laut Prioritäten-Liste des Gemeinderates nicht zu den vordringlichen Projekten.

Hans Kosek (PLW) sprach sich dafür aus, den unteren Bereich von Bahngleis bis zum alten Rathaus zu sanieren – mit oder ohne Förderung. Für eine spätere Ortskern-Gestaltung verbaue man sich damit nichts. Alfred Obermüller, Planer des Ingenieurbüros Roplan, meinte: „Ich würde es gescheit machen oder gar nicht.“ Er halte Einzelmaßnahmen für wenig wirtschaftlich und auch der Verlust der Förderung spreche dagegen.

Karolinenplatz ist ein „Schandfleck für den Ort“

Josef Lausch (FW-GBV) erinnerte daran, dass er seit vielen Jahren darauf poche, die Straße zu sanieren. Sie sei ein „Schandfleck für den Ort“. Klaus Höglauer (PLW) betonte: „Wir haben einen Beschluss, dass wir den Zebrastreifen machen. Nichts zu machen, scheidet also aus.“ Es gehe um die Verkehrssicherheit der Fußgänger. Das sah auch Irmi Huber (CSU) so. Man brauche keinen „Schnickschnack“, das Wichtigste sei die Sicherheit.

Kosten für verschiedene Varianten werden ermittelt

Bürgermeister Bernd Fessler schlug vor, zunächst die Kosten für die verschiedenen Varianten ermitteln zu lassen: für eine Spar-Variante zwischen Unterführung und altem Rathaus, für einen umfangreichen Ausbau des Bereichs entsprechend der bestehenden Feinplanung und für eine Spar-Variante bis zur Ampel an der Karolinenkirche. Für die Minimallösung – nur einen Zebrastreifen – sind die Kosten von rund 33.000 Euro bereits ermittelt. Liegen alle Zahlen auf dem Tisch, will der Gemeinderat erneut diskutieren. Das Gremium akzeptierte den Vorschlag mit 15:4 Stimmen.

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