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Rascher Neubau ist dringend erforderlich

„Erhebliche Mängel“ bei Feuerwehrhaus Schonstett festgestellt – So steht‘s um den Neubau

Die Feuerwehr Schonstett lud zu einer Infoveranstaltung zum Thema „neues Feuerwehrhaus“ ein.
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Die Feuerwehr Schonstett lud zu einer Infoveranstaltung zum Thema „neues Feuerwehrhaus“ ein.

Schon lange wartet die Schonstetter Feuerwehr auf ein neues Gerätehaus. Immer wieder sorgte dieses Thema für hitzige Diskussionen, bis die Gemeinde nach einem Eklat 2022 Besserung versprach. Nun ließ eine Info-Veranstaltung aufhorchen. Das ist der Stand zum Neubau. So hoch sind die Kosten.

Schonstett – Wenn es um das Feuerwehrhaus in Schonstett geht, ist das Interesse groß. Dementsprechend gut besucht war die Info-Veranstaltung am Samstag (25. Januar) der Feuerwehr Schonstett zum Sachstand „Neubau Feuerwehrhaus“. Unterstützt wurden die Kommandanten der Feuerwehr, Wolfgang Niedermeier und Rudi Angerer, durch die Anwesenheit von Kreisbrandrat Richard Schrank und Kreisbrandmeister Michael Mayer. Gekommen waren auch Bürgermeister Paul Dirnecker und die Geschäftsstellenleiterin der Verwaltungsgemeinde Monika Lex sowie einige Gemeinderäte.

„Erhebliche Mängel festgestellt“

In einer Bildpräsentation gingen die Kommandanten auf die Situation im aktuellen Feuerwehrhaus von Beginn bis zum „Neubau“ Stand jetzt ein. Dass die Räumlichkeiten des aktuellen Gebäudes nicht mehr den Erfordernissen entsprächen, es veraltet sei und die Platzverhältnisse enorm beengt seien. Davon konnten sich die Besucher vorab bei einer Besichtigung selbst ein Bild machen. Angerer informierte in der Präsentation darüber, dass allein seit Bezug in den 60er Jahren bis heute die Räumlichkeiten für die Feuerwehr um 300 Prozent von der Gemeinde erweitert worden seien. Der Platzbedarf habe sich jedoch ständig weiterentwickelt. „Bei einer Prüfung nach den Vorschriften zum Arbeitsschutz in jüngster Zeit wurden 13 erhebliche Mängel festgestellt“, erklärte er. Es herrsche also Handlungsbedarf – es sei gesetzliche Pflicht der Gemeinde eine Feuerwehr zu unterhalten, dann sollten auch deren Arbeitsbedingungen den Erfordernissen entsprechen.

„Ohne Feuerwehr brennt‘s doppelt“ steht auf einem der Banner in Schonstett.

Zum Raumkonzept des neuen Feuerwehrhauses erklärte Niedermeier, dass man sich bei der Anzahl der Räume und deren Größe an Vorschriften halten musste. Bei den im Raum stehenden Kosten erklärte Angerer, dass diese 2021 noch auf 2,8 Millionen Euro geschätzt worden seien und nun aufgrund der enormen Kostensteigerungen innerhalb der vergangenen drei Jahre um 900.000 Euro höher seien. Wichtig sei es, ein technisch und baulich zukunftssicheres Feuerwehrhaus zu errichten, so Angerer.

Rascher Neubau dringend erforderlich

In der anschließenden Diskussion kristallisierte sich heraus, dass jeder im Raum um die Wichtigkeit einer funktionierenden aktiven Feuerwehr weiß und diese unterstütze. Schon um die Motivation, insbesondere auch der zahlreichen Jungfeuerwehrleute, hochzuhalten, sei eine rasche Umsetzung des Neubaus dringend erforderlich, hieß es von den Anwesenden. Auf Nachfragen um Mitnutzung durch andere Vereine stellte Kreisbrandrat Schrank klar, dass die Grundstücksgröße aufgrund von Vorschriften - insbesondere hinsichtlich der Abtrennung sowie der vorzuhaltenden Parkplätze - nicht ausreichend sei.

Bürgermeister Paul Dirnecker räumte ein, dass die Gemeinde in Sachen Feuerwehrhausneubau auch vor seiner Zeit einiges versäumt habe. Man sei nun aber auf einem guten Weg. Monika Lex erklärte dazu, dass die nächsten Leistungsverzeichnisse kurz vor dem Abschluss stünden und die Förderanträge bereits gestellt worden seien. Rudi Angerer bekräftigte die Forderung der Feuerwehr, künftig zeitnah über die Fortschritte informiert zu werden.

Gut besucht war die Infoveranstaltung zum Schonstetter Feuerwehrhaus.

Bei der Wortmeldung von Otto Ebersberger zur angesprochenen Beteiligung der Feuerwehr selbst erklärte dieser, man solle sich doch jetzt noch nicht an den im Raum stehenden 3,7 Millionen Euro „aufhängen“. „Dass ein neues Gebäude hermuss, ist Fakt“, sagte er. Dass die Feuerwehr nicht in der Lage sei, hohe Eigenleistungen zu erbringen, müsse auch klar sein, wenn man sich die geleisteten Einsatzstunden, die jedes Jahr anfallen würden, anschaue. Doch „Eigenleistungen“ können auch anderweitig erbracht werden, zum Beispiel durch die Abgabe günstiger Angebote durch die in der Gemeinde ansässigen Gewerbebetriebe, schlug er vor.

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