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Erstes Erzählcafé

Dramatisch? Kurios? Kolbermoor sucht nach lang vergessenen Geschichten

Schon damals ein beliebter Treffpunkt: das Eiscafé Rialto.
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Schon damals ein beliebter Treffpunkt: das Eiscafé Rialto.

Erinnerungen an alte Kolbermoorer Wirtschaften, Kurioses und Dramatisches über Stammtische sowie viele unveröffentlichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen bilden die Grundlagen des ersten Kolbermoorer Erzählcafés am Donnerstag, 10. November. Es wird spannend, versprechen die Veranstalter.

Kolbermoor – Knapp 160 Jahre Gastronomiegeschichte werden am Donnerstag, 10. November, 19 Uhr, im Kolbermoorer Rathaus wieder lebendig. Sehr lebendig sogar, hoffen die Veranstalter des ersten Kolbermoorer „Erzählcafés“, die diesen Abend unter das Motto „Von Wirtshäusern, Stammtischen und Geselligkeit“ stellen. Denn – so der Gedanke dahinter – es sind hier vor allem die Bürger gefragt, wenn es um Erinnerungen geht, die in keinen Aufzeichnungen festgehalten sind.

Ulrike Sinzinger, Leiterin der Volkshochschule, Andrea Sondhauß, Leiterin der Stadtbücherei, und Christian Poitsch vom Stadtmarketing haben den Abend gemeinsam vorbereitet und wollen wissen: „Wer hat etwas zu erzählen von Kolbmoorer Wirtschaften, die eine lange und wechselvolle Geschichte haben?“

Sage und schreibe über 20 Gastwirtschaften habe es Ende des 19. Jahrhunderts in dem kleinen Ort an der Mangfall gegeben, der 1863 gegründet worden war. Im selben Jahr sei bereits der Grundstein des „Brückenwirts“ gelegt worden – in unmittelbarer Nähe des Kolbermoorer „Geburtsortes“, der Baumwollspinnerei auf der gegenüberliegenden Seite der Mangfall.

Mit am ältesten eingesessen ist zudem der „Stadlerbräu“ an der Rosenheimer Straße sowie die Traditionswirtschaft im „Mareis“ ein paar Häuser weiter. „Welche lustigen, kuriosen oder auch dramatischen Erlebnisse gab es dort oder auch beim ehemaligen ,Tyroler‘, der 1897 von Michael Füglein gekauft und umbenannt wurde?“, fragen die Initiatoren. Wer von der ehemaligen „Bahnhofs-Restauration“ in der Haßlerstraße, der „Conditorei Fortunat Holzmayr“ in der Rainerstraße oder vom „Café Hintermayer“ in der Friedrich-Ebert-Straße berichten kann oder alte Aufnahmen und Aufzeichnungen hat, ist im Erzählcafé ebenfalls willkommen.

Durch den Austausch der Erinnerungen und durch die Erzählungen sollen die Wirte und Wirtschaften, Feste und Feiern, Biere und Leibspeisen und vieles mehr in der Erinnerung wieder lebendig werden. „Wir sitzen beisammen, wecken die Erinnerungen und lassen die Vergangenheit auferstehen – bis wir in die Gegenwart ankommen, denn auch über ,Giuseppe’ oder das ,Milano‘ gibt es Interessantes zu berichten“, ist sich Ulrike Sinzinger sicher.

Einen kleinen Vorgeschmack zum Thema Erzählcafé finden Interessierte bereits online unter www.vhs-kolbermoor.de. Dort ist eine Reihe alter Ansichten in Schwarz-Weiß abgebildet, unter anderem auch vom Bergcafé Weiß, das vielen bis heute noch als beliebter Tanztreff in Erinnerung ist.

Ein echtes Schmuckstück: die Bahnhofsrestauration von Kolbermoor.

Ein Blick in den dekorierten „Mareis‘schen Festsaal“ befindet sich ebenso darunter wie Aufnahmen von den einstigen Gasthöfen „Moorgarten Georg Biebl“, „Alpenrose“ (vormals „Himmelwirt“) und Auerbräu sowie den Gasthäusern Wagner, „Zum Alpenblick“ und „Zum Rosenheimer Hof von Michael Füglein“. Ein Wiedersehen gibt es überdies mit dem Gemischtwarenhandel von Fritz Harslem, vormals Lux. In dem Gebäude befindet sich heute das alteingesessene „Eiscafé Rialto“, das ebenfalls auf einer der Aufnahmen zu sehen ist. Und wer weiß, vielleicht erkennt sich darauf der ein oder andere Kolbermoorer unter den dort zu sehenden Personen mit der Eiswaffel in der Hand wieder.

Erzähler sind willkommen

Die Organisatoren suchen den Kontakt zu Menschen, die gerne und gut erzählen. Sie werden beim Erzählcafé den Anfang machen und Geschichte in Geschichten lebendig erstehen lassen. Spontane Ergänzungen, Einwürfe und Weiterführungen aus dem Publikum sind ebenso erwünscht wie weiteres interessantes Material. Wer dazu beitragen möchte, kann sich bei der Vhs (Telefon 0 80 31/9 83 38), der Stadtbücherei (0 80 31/ 29 682 80 ) oder dem Stadtmarketing – alles im Rathaus an der Rosenheimer Straße) melden.

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