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Altersschnitt teils zehn Jahre auseinander

Wo die Rentnerparadiese der Region sind - und welche Gemeinden für den meisten Nachwuchs sorgen

Senioren und Kinder - ihre Anteile sind in den Kommunen in Oberbayern teils höchst ungleich verteilt.
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Senioren und Kinder - ihre Anteile sind in den Kommunen der Region teils höchst ungleich verteilt.

Es gehen Risse durch die Region: Während sich in der einen Gemeinde die Rentner tummeln, machen in anderen Kinder und Jugendliche einen bedeutenden Teil der Bevölkerung aus - die Altersdurchschnitte liegen teils um die zehn Jahre auseinander. Wir haben die Kommunen in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf genau verglichen.

Südost-Oberbayern - Das Durchschnittsalter in den Gemeinden der Region liegt zum Teil beträchtlich auseinander. Das hat jetzt die OVB24-Analyse der Zahlen des Statistischen Bundesamts ergeben. Besonders fällt auf: Die „ältesten Kommunen“ liegen großteils ganz im Süden am Alpenrand, die Gemeinden mit dem jüngsten Altersschnitt sind kleinere Dörfer vor allem im Norden unserer Region.

Aschau im Chiemgau und Kirchweidach liegen am weitesten auseinander

Das mit Abstand höchste Durchschnittsalter haben mit 52,5 Jahren die Bewohner der Fraueninsel im Chiemsee. Dort leben aber auch keine 200 Menschen, die Statistik schlägt deshalb umso schneller aus. Einen Altersschnitt von 50 hat dagegen auch Aschau im Chiemgau auszuweisen. Auch in Reit im Winkl, Schleching, Marquartstein und Breitbrunn liegt der Schnitt noch über 49 Jahren. Die Vermutung liegt nahe, dass viele Senioren in den Bergen ihren Lebensabend verbringen wollen. Im kleinen Marquartstein mag auch das Wohnstift für Senioren eine Rolle spielen.

Wesentlich jünger geht es dagegen in in Kirchweidach zu, der Kommune mit dem niedrigsten Altersschnitt der Region: In der Gemeinde im Landkreis Altötting sind die Bewohner im Schnitt 40,7 Jahre alt. Ganz ähnlich Lohkirchen im Kreis Mühldorf mit 40,8 Jahren. Mit einem Altersschnitt von 41 oder knapp darüber dürfen sich auch Babensham, Halsbach, Schonstett und Griesstätt zu den jüngsten Gemeinden der Region zählen.

Der Landkreis Mühldorf hat den niedrigsten Altersschnitt der Region

Das statistische Bundesamt liefert auch Zahlen, welchen Anteil die jüngsten bzw. ältesten Personengruppen in unseren Gemeinden stellen. Kinder und Jugendliche machen in Stammham, Aschau im Chiemgau und Reit im Winkl gerade mal 13 Prozent aus. Unter 15 Prozent stellen die Minderjährigen auch in Altenmarkt, Chieming, Breitbrunn, Schleching, Marquartstein, Bergen und Ruhpolding. In Lohkirchen gehören dagegen ganze 23,4 Prozent der Gruppe der Kinder und Jugendlichen an. Auch in Tyrlaching, Halsbach, Babensham oder Schönberg sind es mehr als 22 Prozent der Gemeindebürger. In Aschau im Chiemgau und Unterwössen sind dagegen schon über 30 Prozent der Einwohner im Rentenalter.

Die Unterschiede schlagen sich auch beim Durchschnittsalter der Landkreise nieder: Während Traunstein und das Berchtesgadener Land bei 45,6 bzw. 45,5 liegen, sind es im Kreis Mühldorf nur 43,9 Jahre. Insgesamt liegt die Region damit im deutschen Mittel, das bei 44,9 Jahren liegt. Mit einer deutlichen Überalterung haben es dagegen vor allem Gegenden in Ostdeutschland zu tun: In den Landkreisen Suhl, Dessau oder Spree-Neiße liegt der Altersschnitt bei über 50. (xe)

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