Das OVB vom 8. November 1995
Drillingsglück in Rosenheim, Crash auf A8 und Bombenfund in Waldkraiburg
Wieder einmal schauen wir an diesem Samstag um 15 Uhr ins Zeitungsarchiv: Was berichteten unsere Kollegen vor 30 Jahren? Blickt mit uns in die Ausgabe des Oberbayerischen Volksblatts (OVB) vom 8. November 1995:
Rosenheim/Waldkraiburg - „Überhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand waren nach Angaben der Polizei vermutlich die Ursache für einen Lkw-Unfall, der sich gestern Mittag auf der Autobahn München-Salzburg am Irschenberg ereignete“, berichtet die Zeitung an jenem Tag, „Der Fahrer eines mit Schrott beladenen Lkw hatte auf der Gefällestrecke Richtung Bad Aibling gegen 12.05 Uhr plötzlich scharf gebremst. Ein aus Stuttgart kommender Lastwagen prallte frontal auf den vor ihm fahrenden auf. Dabei wurde der Fahrer schwer verletzt und im Führerhaus eingeklemmt. Die Feuerwehr Irschenberg befreite ihn mit dem Rettungsspreizer. Leichte Verletzungen erlitt der Fahrer eines türkischen Sattelzuges, der auf die beiden Lkw auffuhr. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 100 000 Mark.“
„Wegen schweren Diebstahls und schweren Raubes mit gefährlicher Körperverletzung stehen seit gestern drei Rumänen vor Gericht. Die Angeklagten sollen im Februar und März letzten Jahres in zwei Wohnhäuser in Vagen bei Bruckmühl eingedrungen sein und einen Hausbesitzer, dessen Sohn und seine Lebensgefährtin brutal misshandelt haben“, erfahren wir aus einem weiteren Bericht. Der Prozess sollte sich noch über mehrere weitere Verhandlungstage hinwegziehen und als schwierig gestalten. Denn Zeugen tauchten nicht auf oder verweigerten die Aussage. Am Ende gab es einen Schock für einen der Angeklagten.
Das Oberbayerische Volksblatt (OVB) vom 8. November 1995: Drillingsglück in Rosenheim, Crash auf A8 und Bombenfund in Waldkraiburg
„Die Millionenpleite am Aiblinger Kurpark durch die Firma Prodomo Bauträger GmbH und CoKG geht hauptsächlich zu Lasten mittelständischer Unternehmer und einiger Zulieferfirmen aus dem Landkreis“, so ein weiterer Artikel, „Ihre Gesamtforderungen belaufen sich nach Auskunft von Roland Heibl aus Happing, einem der Hauptbetroffenen, auf rund 4,3 Millionen Mark. Heibl, 34-jähriger Gärtnermeister und Gartenbautechniker: ‚Die Bank kommt zu ihrem Geld, ich bin mit meinem Betrieb am Ende.‘“
„Eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Waldkraiburg gefunden und entschärft worden“, so ein Bericht in der Rubrik „Oberbayern“. „Wie die Polizei am Dienstagmorgen berichtete, hatten Bauarbeiter den drei Zentner schweren Sprengsatz mit zwei Zündern bereits am Montagnachmittag bei Baggerarbeiten entdeckt. Die Bombe wurde 100 Meter vom Rathaus entfernt in etwa drei Metern Tiefe gefunden. Während der Entschärfung wurden 63 Bewohner unmittelbar angrenzender Häuser in eine Turnhalle evakuiert. Weitere Anwohner des Viertels wurden angewiesen, sich ‚luftschutzmäßig‘ zu verhalten und in ihre Keller zu gehen. Ein 46-jähriger, der volltrunken unbedingt in seine Wohnung zurückwollte, musste in Polizeigewahrsam genommen werden.“
Haschischpfeife wird 26-Jährigem zum Verhängnis
„Eine Haschischpfeife, die er gut sichtbar in seinem geparkten Auto liegen ließ, wurde in der Nacht zum Dienstag einem 26-jährigen Türken in Rosenheim zum Verhängnis. Zwei Polizeibeamte nahmen ihn fest, als er auftauchte und wegfahren wollte Im Pkw fanden die Polizisten noch ein Gramm Haschisch“, kann außerdem berichtet werden. Erst nach der Durchsuchung seiner Wohnung, die ergebnislos verlief, sei der 26-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt worden. „Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz werden in jedem Fall angezeigt und der Staatsanwaltschaft vorgelegt“, wird ein Polizeisprecher zitiert. Diese könne dann bei Besitz einer Menge bis zu sechs Gramm Marihuana oder Haschisch und bei geringer Schuld des Täters von einer Strafverfolgung absehen.
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„Das hätten sich der kleine Andreas und seine Eltern Renate und Franz Schweinsteiger im vergangenen Jahr an Weihnachten nicht träumen lassen: diesmal wird in einer doppelt so großen Familie gefeiert“, heißt es in einem ausführlichen Bericht. „Mit dabei sind dann Sebastian, Martin und Florian. Die Drillinge, die am 26. Oktober in der Rosenheimer Kinderklinik im Klinikum Rosenheim das Licht der Welt erblickten, werden — so der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, Professor Dr. Thomas Beck — wohl zu diesem Zeitpunkt das richtige Gewicht erreicht haben und aus der Klinik entlassen werden können. Noch liegen sie wohlbehütet in ihren lichten Wärmebettchen in der Intensivstation der Kinderklinik.“
